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TAGESÜBERBLICK WIRTSCHAFT

Bern (awp/sda) - Mittwoch, 20. April
SWISSCOM MUSS REKORDBUSSE NICHT ZAHLEN: Der Telekomkonzern Swisscom muss definitiv nicht 333 Mio. Fr. Strafe zahlen. Die grösste jemals in der Schweiz verhängte Kartellgesetzbusse ist vom Bundesgericht aufgehoben worden. Die WEKO hatte Swisscom gebüsst, weil der Konzern überhöhte Durchleitungsgebühren für Anrufe auf sein Handynetz durchgesetzt habe. Terminierungsgebühren werden für Anrufe von Festnetz- oder Handyanschlüssen anderer Anbieter auf das eigene Mobiltelefonnetz erhoben. Die Busse betraf den Zeitraum zwischen Anfang April 2004 und Ende Mai 2005. Vor dem Bundesgericht hat bereits das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass Swisscom die Strafe nicht bezahlen muss.
POSITIVER EURO-EFFEKT BEI JUNGFRAUBAHNEN: Die Jungfraubahn im Berner Oberland profitiert vom schwachen Euro. Dieser hat Europareisen für asiatische Touristen noch attraktiver gemacht. Das Touristenmagnet zog im letzten Jahr total 672'000 Personen an. Zum Gesamtumsatz der Jungfraubahn-Gruppe von noch nie da gewesenen 138,6 Mio. Fr. steuerte das beliebte Ausflugsziel knapp 60 Prozent bei. Vor allem der Gruppenreiseverkehr nahm stark zu. Auch das zweitwichtigste Standbein der Jungfraubahn-Gruppe, das Geschäft mit den Wintersportlern, erwies sich 2010 mit einem Umsatzplus von 6,5 Prozent und Einnahmen von 44,7 Mio. Fr. als Wachstumstreiber. Der Gewinn der Gruppe betrug 22,6 Mio. Franken.
NACH PRÄMIENERHÖHUNGEN SCHWARZE ZAHLEN BEI SANITAS: Die Krankenkasse Sanitas hat im Geschäftsjahr 2010 ihre finanzielle Situation verbessert und die Reserven gestärkt. Unter anderem dank Prämienerhöhungen in den vergangenen zwei Jahren schaffte es der Krankenversicherer wieder in die schwarzen Zahlen. Nach einem Verlust von 70,5 Mio. Fr. im Vorjahr verkündete Sanitas für 2010 einen Gewinn von 16,3 Mio. Franken. Neben den rentablen Zusatzversicherungen brachte diesmal auch die Grundversicherung einen kleinen Gewinn ein.
MEHR GEWINN BEI SWICA: Der Kranken- und Unfallversicherer Swica hat im Geschäftsjahr 2010 mit 2,72 Mrd. Fr. 5,6 Prozent mehr Prämien eingenommen als im Vorjahr. Die Versicherungsleistungen erhöhten sich um 3,2 Prozent auf 2,40 Mrd. Franken. Trotz eines um fast ein Drittel tieferes Kapitalergebnisses, das bei 57,9 Mio. Fr. zu liegen kam, stieg das Unternehmensergebnis kräftig an: Unter dem Strich blieben der Gesundheitsorganisation 26,6 Mio. Franken, nach 2,1 Mio. Fr. im Vorjahr.
EXPERTEN HALBIEREN WACHSTUMSPROGNOSE: Das Schweizer Wirtschaftswachstum dürfte sich nach Einschätzung des Forschungsinstituts Créa im kommenden Jahr abschwächen. Die Crea-Ökonomen senkten ihre Prognose von 2,2 auf 1,1 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen sie weiterhin mit einem Plus von 1,9 Prozent. Der negative Trend beim Aussenhandel, welcher das Créa seit dem dritten Quartal 2010 beobachtet, dürfte sich wegen der Katastrophe in Japan und der instabilen politischen Situation in anderen Weltregionen fortsetzen.
RIETER-GLÄUBIGER KÖNNEN GELD ZURÜCKVERLANGEN: Die Anleihengläubiger des Industriekonzerns Rieter können vor dessen Aufspaltung die Rückzahlung einer 250 Mio. Fr. schweren Obligation verlangen. Am 10. Mai findet deswegen eine Gläubigerversammlung statt. Am 13. April beschlossen die Aktionäre die Aufteilung des Konzerns in den Textilmaschinenbauer Rieter und den Autoteilehersteller Autoneum.
KATASTROPHEN TREFFEN JAPANS EXPORT HÄRTER ALS GEDACHT: Die Katastrophen in Japan werfen die Exportwirtschaft des Landes noch stärker zurück als befürchtet. Die Ausfuhren verringerten sich laut dem Finanzministerium im März zum Vorjahr um 2,2 Prozent. Experten hatten lediglich mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet. Die Importe der weltweit drittgrössten Volkswirtschaft stiegen hingegen mit 11,9 Prozent sprunghaft an.
MUNICH RE ERWARTET VERLUST: Der weltgrösste Rückversicherer Munich Re rechnet vor allem wegen des Erdbebens in Japan für das erste Quartal mit einem Verlust. Die Schäden aus Naturkatastrophen in den ersten drei Monaten des Jahres bezifferte Munich Re mit insgesamt 2,7 Mrd. Euro. Allein mit 1,5 Mrd. Euro schlagen nach ersten Schätzungen die Katastrophen in Japan zu Buche. Die genauen Zahlen wird das Unternehmen am 9. Mai bekanntgeben.
HEINEKEN WÄCHST: Vor allem Biertrinker in Lateinamerika haben der Brauerei Heineken ein starkes Wachstum beschert. Nach der Übernahme des mexikanischen Getränkeherstellers FEMSA seien die Umsätze im ersten Quartal 2011 um 22 Prozent auf 3,59 Mrd. Euro gestiegen, teilte Heineken mit. Ohne Zukäufe gab es ein Plus von 3,6 Prozent. Insgesamt steigerte Heineken den Absatz um 44 Prozent auf 33,8 Mio. Hektoliter - ohne Zukäufe war es ein Zuwachs um 5,5 Prozent. Beim Gewinn legten der Konzern ebenfalls deutlich zu und verdiente unter dem Strich in den ersten drei Monaten des Jahres 151 Mio. Euro.

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