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Zürich (awp/sda) - Freitag, 29. April 2011
GELDPOLITIK VERTEIDIGT: Die SNB-Führung hat an der Generalversammlung ihre Geldpolitik im vergangenen Jahr verteidigt. Bankratspräsident Hansueli Raggenbass sagte, die Kernaufgabe der SNB sei nicht die Gewinnerzielung. Hauptziel der SNB sei die Gewährleistung einer Preisstabilität unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung. SNB-Präsident Philipp Hildebrand meinte, die Geldpolitik der SNB habe zweifelsohne zum stabilen Preisniveau im vergangenen Jahr, zum Ausbleiben einer Deflation und zur solide gewachsenen Wirtschaft beigetragen. Hildebrand war in letzter Zeit harscher Kritik ausgesetzt, weil die Devisenkäufe der SNB im vergangenen Jahr durch die deutliche Stärkung des Frankens zu einem Jahresverlust der Nationalbank von 21 Mrd. Fr. geführt hatten.
CS-AKTIONÄRE SEGNEN COCO-BONDS UND BONI AB: An einer im Vergleich zu Finanzkrisenzeiten ruhigen Generalversammlung haben die Aktionäre der Credit Suisse der Schaffung neuer Kapitalreserven zugestimmt. 93,46 Prozent im Zürcher Hallenstadion vertretenen Stimmen gaben der CS-Führung grünes Licht für die Bildung von Reserven mithilfe so genannter Coco-Bonds ("Contigent Convertible Bonds"), also Obligationen, die im Krisenfall in Aktien umgewandelt werden. Zudem gaben die Löhne und Boni für die Top-Kader weniger zu reden als im Vorjahr. Zum jährlich verfassten Vergütungsbericht mit den Millionensalären für die Top-Kader, die wie immer nicht rechtlich bindend ist, sagten 23,45 Prozent nein. Vor einem Jahr waren es knapp 30 Prozent gewesen.
SCHWIERIGE LAGE FÜR DIE TEXTILBRANCHE: Die wirtschaftliche Situation der Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie bleibt schwierig. 2010 ist die Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent auf 1,14 Mrd. Fr. zurückgegangen. Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,8 Prozent auf 13'800. Besonders gelitten hat die Branche laut Max Hungerbühler, Präsident des Textilverbandes Schweiz (TVS), unter dem starken Einbruch der Exporte. Das Wachstum im wichtigen Markt Deutschland sowie in den Schwellenländern seien aber auch ein Grund zur Hoffnung, sagte er.
WEKO ENTSCHEIDET GEGEN SWISSCOM: Die Wettbewerbskommission (WEKO) stellt das Glasfaser-Projekt der Swisscom und des Stromerzeugers Groupe E im Kanton Freiburg in Frage. Das Projekt in seiner geplanten Form ist laut Swisscom aus Sicht der WEKO nicht prüfungsfähig. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen erfülle die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss nicht. Zusammen mit der Groupe E will der Telekomkonzern ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um ein Glasfasernetz im ganzen Kanton Freiburg zu realisieren. Die Swisscom überlegt sich einen Rekurs.
MACHTKAMPF STÜRZT GENOLIER IN DIE ROTEN ZAHLEN: Die Privatspital-Gruppe Genolier weist nach dem Gewinn von 3,7 Mio. Fr. im Vorjahr für 2010 einen Verlust von 7,1 Mio. Fr. aus. Grund sind unter anderem besondere Kosten wegen eines Machtkampfs in der Führungsetage im vergangenen Jahr. VR-Präsident Rayomond Loretan und der VR-Delegierte Antoine Hubert waren auf Drängen der US-Anlagegesellschaft Lincoln Vale an der Generalversammlung im letzten Juni abgewählt worden. Nach einer über die Medien geführten Schlammschlacht kehrten sie im Herbst in den Verwaltungsrat zurück.
DEUTSCHE BUNDESBANK MIT NEUEM CHEF: Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff hat Jens Weidmann die Ernennungsurkunde als Präsident der Deutschen Bundesbank überreicht. Weidmann folgt dem bisherigen Bundesbank-Chef Axel Weber, der Mitte Februar überraschend "aus persönlichen Gründen" das Amt niedergelegt hatte. Der Bundesbank-Präsident gehört dem Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) an und entscheidet über deren Geldpolitik mit.
INFLATION IN EURO-ZONE NÄHERT SICH VORKRISEN-NIVEAU: Die Inflation in der Euro-Zone hat im April kräftig zugelegt. Die Konsumentenpreise zogen laut der Statistikbehörde Eurostat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,8 Prozent an. Das ist der stärkste Preisanstieg seit Oktober 2008. Die Europäische Zentralbank hatte im März erstmals seit drei Jahren den Leitzins erhöht und das mit der anziehenden Teuerung begründet.
MICROSOFT STEMMT SICH GEGEN SCHWÄCHERES PC-GESCHÄFT: Der Softwarekonzern Microsoft hat die schwächelnden Verkäufe von neuen Computern gut weggesteckt. Die Nachfrage nach der Software Office 2010, der Spielkonsole Xbox 360 und der dazugehörigen Bewegungssteuerung Kinect glichen die geringere Nachfrage nach dem Betriebssystems Windows 7 im dritten Geschäftsquartal mehr als aus. Der Umsatz von Microsoft stieg bis Ende März um 13 Prozent auf 16,4 Mrd. Dollar. Der Gewinn verbesserte sich sogar um 31 Prozent auf 5,2 Mrd. Dollar. Microsoft drängt mit Macht auch in die neuen mobilen Geräte und hat sich dazu mit dem weltgrössten Handyhersteller Nokia verbündet. Dessen Smartphones werden bald vom mobilen Betriebssystem Windows Phone 7 angetrieben.
DAIMLER VERDOPPELT GEWINN: Der deutsche Autobauer Daimler hat in den ersten drei Monaten des Jahres den Gewinn auf 1,2 Mrd. Euro fast verdoppelt. Im ersten Quartal profitierte der Konzern vor allem von der ungebrochenen Nachfrage nach Oberklasse-Limousinen mit luxuriöser Ausstattung und nach Geländewagen. Besonders in China waren die schwäbischen Autos nach wie vor beliebt. Die Japan-Katastrophe könnte Daimler aber bis zu 100 Mio. Euro kosten.
"JUGIS" NACH WIE VOR BELIEBT: Gegenüber dem Vorjahr ist die Belegung der Jugendherbergen in der Schweiz 2010 praktisch konstant geblieben. Die Campingplätze hingegen verzeichneten 10 Prozent weniger Logiernächte. Bei beiden Beherbergungstypen geht über die Hälfte der Logiernächte auf das Konto inländischer Gäste: In den Jugendherbergen betrug deren Anteil 58 Prozent, auf den Campingplätzen 53 Prozent.

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