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Bern (awp/sda) - Montag, 9. Mai
BESSERER MÄRZ FÜR HOTELIERS: Die Schweizer Hoteliers haben im März wieder mehr Gäste begrüsst. Das bessert die Quartalsbilanz der Branche auf, nachdem vor allem im Februar viele Gäste der Schweiz wegen Frankenstärke und wenig Schnee ferngeblieben waren. Die Zahl der Übernachtungen nahm im ersten Quartal gesamthaft um 130'000 (1,4 Prozent) auf 9,2 Mio. ab, was stark auf den Februar zurückgeht. In Skiregionen wie Graubünden, Wallis und dem Berner Oberland brachten die vergleichsweise geringen Schneemengen die Hoteliers um Einnahmen. Im März ging es mit einer Zunahme um 75'000 (2,3 Prozent) auf 3,3 Mio. Logiernächte hingegen wieder bergauf. Die höchste Zunahme an Logiernächten hatten der Grossraum Zürich und die Gegend um den Vierwaldstättersee. Die Zahl der Übernachtungen ging nur im Wallis und am Genfersee zurück, allerdings nicht sehr stark.
MAX-HAVELAAR-PRODUKTE AUF DEM VORMARSCH: Die Schweizer Konsumenten haben im vergangenen mehr Produkte aus fairem Handel in ihre Einkaufswagen gelegt als 2009. Sie kauften nicht mehr nur Bananen, sondern vermehrt auch andere Produkte von Max Havelaar. Die Stiftung will künftig sogar Markenprodukte zertifizieren. Ein grosses Potenzial böten auch Bisquits, beispielsweise aus Schokolade, denn dort sei fairer Handel noch ein Fremdwort. Insgesamt erzielten von Max Havelaar zertifizierte Produkte 2010 einen Umsatz von 303,5 Mio. Franken. "Wir freuen uns, dass wir die 300-Mio.-Fr.-Grenze überschritten haben", sagte Nadia Lang, Marketingleiterin von Max Havelaar Schweiz.
ALUPRODUKTION FAST AUF REKORDNIVEAU: Die Schweizer Aluminiumindustrie hat 2010 die Produktion nach dem Einbruch wegen der Wirtschaftskrise wieder fast auf Rekordniveau gesteigert. Erholt hat sich insbesondere die Nachfrage der Autoindustrie. Die Gesamtproduktion der Schweizer Walz- und Presswerke erhöhte sich gegenüber 2009 um 26 Prozent auf 171'200 Tonnen. Der gefallene Euro-Kurs drückte aber empfindlich auf die Margen, wie der Aluminium-Verband Schweiz bilanzierte. Da 80 Prozent der Produkte in die EU exportiert werden, drückten die Währungsverluste die Ergebnisse der Unternehmen um bis zu 16 Prozent, hiess es. Die Diskussion über Produktionsverlagerungen ins Ausland und damit den Verlust von Arbeitsplätzen in der Schweiz sei in vollem Gang.
WICOR BÜSST AN UMSATZ EIN: Die Technologiegruppe Wicor mit Sitz in Rapperswil-Jona hat im vergangenen Jahr die Spätfolgen der Wirtschaftskrise gespürt. Der Umsatz ging um 9 Prozent auf 605 Mio. Fr. zurück. Dank umfassender Restrukturierungsprogramme habe sich das Gruppenergebnis 2010 trotz höherer Energie- und Rohstoffpreise auf gutem Niveau stabilisiert.
ABB KAUFT AUSTRALISCHE SOFTWAREFIRMA: Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB setzt seine Einkaufstour rund um den Globus fort. Zu einem ungenannten Preis übernimmt der Industriegigant das australische Softwareunternehmen Mincom. Die Entwicklungen von Mincom werden unter anderem im Bergbau eingesetzt. Die Australier setzen im Jahr rund 200 Mio. US-Dollar um.
ANKLAGE GEGEN VERMÖGENSVERWALTER: Die Schwyzer Staatsanwaltschaft hat gegen drei Verantwortliche einer Investmentfirma wegen gewerbsmässigen Betrugs und wegen Gehilfenschaft dazu Anklage erhoben. Die drei sollen mit Scheindevisengeschäften Kunden um 67 Mio. Fr. betrogen haben. Wie das Schwyzer Büro für Wirtschaftsdelikte mitteilte, geht es um den früheren Eigentümer der heute in Liquidation stehenden IPCO Investment AG in Pfäffikon SZ und zwei weitere Personen. Die Eidgenössische Bankenkommission hatte im Oktober 2005 den Konkurs über das Unternehmen eröffnet.
UMSATZEINBUSSE IM DETAILHANDEL: Der Schweizer Detailhandel hat im ersten Quartal gemäss Berechnungen des Marktforschungsinstitut GfK Switzerland 2,4 Prozent weniger Umsatz erzielt als noch vor einem Jahr. Ausgewirkt haben sich dabei insbesondere die späten Ostern - der Verkauf von Osterhasen und -eiern fiel dadurch anders als 2010 ins 2. Quartal. Ausgewirkt haben sich aber auch die wegen des Preiskampfes und des starken Frankens gesunkenen Preise von Lebensmitteln.
UMSCHLAG IN RHEINHÄFEN STABIL: Die Schweizerischen Rheinhäfen haben im ersten Quartal 2011 leicht weniger Umschlag registriert als in der Vorjahresperiode. Angesichts der einmonatigen havariebedingten Rhein-Sperrung bei der Loreley und reduzierter Kapazitäten wegen dem nun sehr tiefen Wasserpegel sei dies ein Erfolg. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wurden 1,37 Mio. Tonnen an Basler Quais umgeschlagen, wie die Rheinhäfen mitteilten. Dies bedeute einen Rückgang um zwei Prozent gegenüber 2010.
REKORD BEI DEUTSCHEN EXPORTEN: Die deutschen Exporteure brechen alle Rekorde: Im März verkauften sie so viel ins Ausland wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Die deutsche Unternehmen setzten Waren im Wert von 98,3 Mrd. Euro im Ausland ab und damit 15,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit wurde der im April 2008 erreichte Rekord von 88,8 Mrd. Euro deutlich übertroffen. Die Importe stiegen um 16,9 Prozent auf rekordhohe 79,4 Mrd. Euro.
S&P STUFT GRIECHENLAND WEITER HERUNTER: Die Ratingagentur Standard & Poor's hegt immer grössere Zweifel an der Zahlungsfähigkeit von Griechenland. Wegen der steigenden Gefahr einer Umschuldung senkte sie die Kreditwürdigkeit für das hoch verschuldete Land um zwei weitere Stufen von BB- auf B. Damit ist die Bonitätsnote nur noch zwei Stufen von einer Bewertung als "extrem spekulative" Anlage mit substanziellem Ausfallrisiko entfernt. S&P drohte weitere Herabstufungen an, indem die Agentur den negativen Ausblick beibehielt.
APPLE ÜBERHOLT GOOGLE: Apple hat Google als weltweit wertvollste Firmenmarke vom Thron gestossen. Der iPhone- und iPad-Hersteller hat seinen Markenwert im vergangenen Jahr laut einer Studie der Marktforscher von Millward Brown um 84 Prozent auf 153,3 Mrd. Dollar steigern können. Google dagegen habe 2 Prozent auf 111,5 Mrd. Dollar eingebüsst und müsse nach vier Jahren nun seine Spitzenposition abgeben. Als Grund für den Aufstieg des Computerkonzerns Apple nannte Millward-Brown-Analyst Peter Walshe die Beliebtheit der Produkte bei den Konsumenten.
LINKEDIN VOR BÖRSENGANG: Die Internet-Netzwerkfirma LinkedIn soll bei ihrem Börsengang mit über 3 Milliarden Dollar bewertet werden. An die Börse gebracht werden Anteilsscheine im Wert von maximal 274 Mio. Dollar. 4,8 Mio. Anteilsscheine verkauft die US-Firma selbst und hofft dadurch auf Nettozuflüsse von 146,6 Mio. Dollar. Sie legt dabei einen Ausgabepreis von 33.50 Dollar zugrunde. Dem Börsengang gilt besondere Aufmerksamkeit, weil LinkedIn eines der ersten sozialen Netzwerke ist, die aufs Parkett streben.
US-FIRMENCHEFS SAHNEN AB: Die Chefs der grossen US-Konzerne haben im vergangenen Jahr gut verdient. Nach einer Erhebung des "Wall Street Journal" stieg der Verdienst im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um 11 Prozent auf im Schnitt 9,3 Mio. Dollar. Darin eingerechnet sind das Festgehalt und alle Boni. Erstaunlicherweise waren es aber nicht die Bankchefs, die am meisten absahnten. Mit einem Jahresgehalt von 84,3 Mio. Dollar stellte stattdessen der Boss des Unterhaltungskonzerns Viacom (MTV, Paramount, Nickelodeon), Philippe Dauman, alle anderen in den Schatten.
TIEFROTE ZAHLEN BEI MÜNCHENER RÜCK: Milliardenlasten nach dem Erdbeben in Japan haben der Münchener Rück im ersten Quartal 2011 den höchsten Verlust aller Versicherer beschert. Der weltgrösste Rückversicherer gab erlitt einen Nettoverlust von 947 Mio. Euro bekannt. Im Vorjahr hatte der Branchenleader, der global unter der Marke Munich Re auftritt, einen Gewinn von 482 Mio. Euro geschrieben. Allein das verheerende Erdbeben in Japan im März und der dadurch ausgelöste Tsunami kosteten den Konzern 1,5 Mrd. Euro.
VW WILL MAN: Der VW-Konzern hat seinen Anteil am Lastwagen-Hersteller MAN auf über 30 Prozent aufgestockt und muss den übrigen Aktionären nun ein Übernahmeangebot unterbreiten. Bisher besass Volkswagen rund 29,9 Prozent der Stammaktien von MAN. Volkswagen beabsichtigt, aus MAN und der eigenen Lastwagen-Tochter Scania einen neuen Nutzfahrzeugriesen zu schmieden.
RTL GROUP MIT GERINGEM UMSATZZUWACHS: Wegen eines schwachen Werbemarktes in Deutschland hat die RTL Group im ersten Quartal kaum an Umsatz zugelegt. Die Erlöse seien nur um 0,8 Prozent auf 1,255 Mrd. Euro gestiegen, teilte Europas führender Unterhaltungskonzern mit. Kunden hätten wegen der späten Osterfeiertage Kampagnen ins zweite Quartal verschoben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 181 Mio. Euro sogar um knapp 12 Prozent unter dem Wert vor einem Jahr.
GEWINNRÜCKGANG BEI HSBC: Höhere Kosten haben Europas grösster Bank HSBC einen Gewinnrückgang von 14 Prozent eingebrockt. Für das erste Quartal wies die britische Bank ein Ergebnis vor Steuern von 4,9 Mrd. Dollar aus. Der Ertrag war zwar geringer als im Vorjahr, verglichen zum Vorquartal zog er aber an. Noch in dieser Woche will HSBC-Chef Stuart Gulliver eine radikale Neuausrichtung der Bank bekanntgeben. Es wird mit massiven Sparmassnahmen gerechnet.

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