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Bern (awp/sda) - Dienstag, 10. Mai
KONSUMKLIMA VERSCHLECHTERT SICH: Das Konsumklima in der Schweiz hat sich verschlechtert. Der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) publizierte Index der Konsumentenstimmung ist von +10 Punkten im Januar auf -1 Punkt im April gesunken. Die Schweizer Haushalte machten sich trotz positiven Konjunkturprognosen und tiefer Arbeitslosigkeit Sorgen um die Sparmöglichkeiten, hiess es beim SECO. Demnach beurteilen die Haushalte ihre Sparmöglichkeiten in den nächsten 12 Monaten mit -9 Punkten deutlich schlechter als noch im Januar (+30 Punkte). Mögliche Gründe seien die steigenden Gesundheitskosten, höhere Energie- und Rohwarenpreise, aber auch die sich abzeichnende Zinswende mit Auswirkung auf die Hypotheken.
TIEFE TEUERUNG: Die Teuerung ist trotz teurerem Erdöl und Preisaufschlägen bei Kleidern tief. Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise stieg im April gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent auf den Stand von 100,8 Punkten. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,3 Prozent.
MEHR PASSAGIERE: Die Fluggesellschaft Swiss hat im April rund ein Drittel mehr Passagiere transportiert als ein Jahr zuvor, als der Vulkanausbruch auf Island den europäischen Flugverkehr behinderte. Mit 1,29 Millionen Passagieren waren die Swiss-Maschinen trotz der Katastrophen in Japan und den Unruhen in Nordafrika insgesamt besser gefüllt. Der Sitzladefaktor stieg auf dem gesamten Streckennetz um 1,9 Prozentpunkte auf 81,9 Prozent.
GUTER JAHRESSTART FÜR ADECCO: Der weltweit grösste Stellenvermittler Adecco hat im ersten Quartal einen Gewinnsprung vollbracht. Unter dem Strich blieben dem Unternehmen 100 Mio. Euro, was 77 Prozent über dem Ergebnis der ersten drei Monate des Vorjahres liegt. Das Schweizer Unternehmen mit seinem Hauptgeschäft in Frankreich und Nordamerika nahm im ersten Quartal 4,92 Mrd. Euro ein, das sind 18 Prozent mehr als vor einem Jahr. Unter Berücksichtigung von Zukäufen und Währungseinflüssen stieg der Umsatz um 24 Prozent, wie Adecco mitteilte. Angezogen hat neben dem grössten Geschäft, der Vermittlung von Arbeitskräften für die Industrie, auch die profitablere Vermittlung von Bürokräften.
BZM VERKLEINERT VERLUST: Die Basler Zeitung Medien (BZM) schreibt weiterhin rote Zahlen. Der Konzernverlust konnte im vergangenen Geschäftsjahr jedoch von 20,9 Mio. auf 2,2 Mio. Fr. verringert werden, wie die Herausgeberin der "Basler Zeitung" mitteilte. Dazu trug ein Abbau der Vollzeitstellen um 188 auf 720 bei. Die BZM, die sich über Jahrzehnte im Besitz der Basler Verlegerfamilie Hagemann befunden hatte, wurde im Februar 2010 vom Tessiner Financier Tito Tettamanti und vom Anwalt Martin Wagner übernommen. Nach einem Wirbel um ein Beratungsmandat von Christoph Blochers Robinvest ging das Unternehmen im November an den Crossair-Gründer Moritz Suter über. Gemäss hat die "Basler Zeitung" im letzten Geschäftsjahr knapp 2000 Abonnementkündigungen verbuchen müssen.
TORNOS ZURÜCK IN GEWINNZONE: Der bernjurassische Drehmaschinen-Hersteller Tornos schreibt wieder schwarze Zahlen. Nach dreijährigem Krebsgang blieb im ersten Quartal 2010 ein Reingewinn von 1,5 Mio. Fr. nach einem Verlust von 7,7 Mio. in der Vorjahresperiode. Der Umsatz stieg um 127 Prozent auf 58,6 Mio. Franken, wie das Unternehmen mitteilte. Besonders rege war die Nachfrage in der schweizerischen Uhrenindustrie, bei südeuropäischen Autozulieferern und im Medizinalsektor.
CANDRIAN CATERING EXPANDIERT: Die Gastronomiegruppe Candrian Catering ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Das Zürcher Familienunternehmen steigerte den Umsatz unter anderem durch die Expansion in Basel um gut 5 Prozent auf 114 Mio. Franken. Das Unternehmen, das 1923 mit der Übernahme der Pacht des Bahnhofbuffets Zürich entstanden war, betreibt inzwischen 32 Restaurants, 9 Take Aways, 2 Hotels, ein Catering-Betrieb sowie eine Weinhandlung.
NEIN DER RIETER-GLÄUBIGER: Die Anleihengläubiger des Winterthurer Industriekonzerns Rieter sind gegen die vorzeitige Rückzahlung einer 250 Mio. Fr. schweren Firmenobligation. Die unmittelbar bevorstehende Aufteilung des Konzerns hätte ihnen die Möglichkeit gegeben, ihr Geld zurückzuverlangen. Nach der Abspaltung der Autozulieferer-Sparte wird der Textilmaschinenbauer die Anleihe weiterlaufen lassen, die mit 4,5 Prozent verzinst ist und 2015 regulär fällig wird.
FREITAG-TASCHEN IN NEW YORK: In der Schweiz haben sie längst Kult-Charakter, die Freitagtaschen mit dem Recycling-Charme. Für die aus alten Lastwagenplanen zusammengeschnittenen Umhänge-Begleiter hat Freitag nun einen eigenen Laden in New York eröffnet - an guter Lage auf der Lower East Side in Manhattan.
GEGEN SICHERHEITSNETZ: Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand ist gegen ein umfassendes "Sicherheitsnetz" für das globale Finanzsystem. Stattdessen will sich der oberste Schweizer Währungshüter ohne revolutionären Eifer für gezielte Systemreformen einsetzen. Hildebrand sagte an einer Tagung von Schweizerischer Nationalbank (SNB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Zürich, finanzielle Hilfe des IWF und der Zentralbanken sowie rasche geldpolitische Massnahmen hätten in der jüngsten Finanzkrise den Kollaps des Systems verhindert. Diese Hilfsprogramme auf globaler Ebene institutionalisieren wolle er aber nicht.
MICROSOFT ÜBERNIMMT SKYPE: Der Windows-Konzern Microsoft kauft für 8,5 Mrd. Dollar in bar den Internet-Telefondienst Skype. Microsoft will seine Position im Internet-Geschäft und im Mobilfunk gegen die erfolgreichen Apple und Google verbessern. Die Produkte von Microsoft - von der Spielkonsole Xbox über das Smartphone-Betriebssystem Windows Phone bis hin zum E-Mail-Programm Outlook - sollen mit Skype verknüpft werden. Analysten sprachen von einem hohen Preis. Möglicherweise gab es einen Bieterwettstreit: Zuletzt hatte es Berichte über Gespräche von Skype mit Google und Facebook gegeben. Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos über das Internet telefonieren, auch mit Videoübertragung. Geld verdiente das Unternehmen bisher vor allem mit günstigen Anrufen zum herkömmlichen Telefonnetz. Der Dienst hat nach eigenen Angaben mehr als 660 Millionen registrierte Nutzer weltweit. Der Online-Auktionsspezialist Ebay hatte Skype 2005 für 2,6 Mrd. Dollar von den Gründern übernommen und sich 2009 für 1,9 Mrd. Dollar von der Mehrheit daran getrennt.
SPIELFILME BEI YOUTUBE: YouTube mausert sich zur Online-Videothek. Die US-Nutzer können seit Dienstag auf der Videoplattform aus rund 3000 Spielfilmen auswählen und sich die Streifen samt Kritiken und Bonusmaterial über das Internet anschauen. Unter den Titeln sind Klassiker wie "Goodfellas" oder "Taxi Driver" genauso wie brandneue Blockbuster à la "The King's Speech" oder "The Green Hornet". Das Angebot ist vorerst allerdings Nutzern in Amerika vorbehalten, die für eine Neuerscheinung in der Regel 3.99 Dollar als Leihgebühr bezahlen müssen. Internetnutzer aus der Schweiz müssen sich unter youtube.com/movies mit einer handvoll zumeist älterer Filme begnügen, die es dafür kostenlos gibt.
WARNSIGNAL: Die Bank of America (BoA) zieht im Geschäft mit Immobilienkrediten die Notbremse und will ihren 850 Mrd. Dollar schweren Bestand an Problemhypotheken binnen drei Jahren halbieren. Die Bank wolle die Hypotheken teils auslaufen lassen oder aber mit einem Abschlag verkaufen, sagte der bei dem Institut für die Problemkredite zuständige Manager Terry Laughlin der "Financial Times". Die Grossbank signalisiere damit, dass sie mit neuen Verwerfungen am Immobilienmarkt in den USA rechne, heisst es in dem Bericht.
NEUER EXPORTREKORD: Exportweltmeister China hat im April so viele Waren ins Ausland verkauft wie noch nie. Der Umsatz schnellte auf 155,7 Mrd. Dollar nach oben. Das waren 29,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Zollbehörde mitteilte. Zum Vergleich: Die Bestmarke der zweitgrössten Exportnation Deutschland liegt bei 98,3 Mrd. Euro (141,2 Mrd. Dollar) und wurde im März erreicht.
TEPCO WILL STAATSHILFE: Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hat staatliche Hilfe beantragt. Der Konzern brauche die Unterstützung, um die von dem Unfall Betroffenen zügig zu entschädigen, erklärte Masataka Shimizu, Präsident von Tokyo Electric Power (Tepco). Es sei extrem schwierig, Mittel zu besorgen. Tepco müsse allein rund 11 Mrd. Franken Euro aufbringen, um die ausgefallene Stromproduktion in Fukushima über Öl-Kraftwerke aufzufangen.
EASYJET IM MINUS: Der britische Billigflieger EasyJet hat seinen Fehlbetrag im ersten Geschäftshalbjahr nahezu verdoppelt. Der Vorsteuerverlust weitete sich auf 153 Mio. Pfund (220 Mio. Fr.) nach 79 Mio. Pfund im Vorjahreszeitraum aus. Der Umsatz stieg um 8,1 Prozent auf 1,26 Mrd. Pfund, wie der Konzern mitteilte. "Die vergangenen sechs Monate waren schwierig mit den stark gestiegenen Kerosinkosten kombiniert mit vorsichtigem Kundenverhalten und nachteiligen Auswirkungen von Ticketsteuern", sagte EasyJet-Chefin Carolyn McCall.

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