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TAGESÜBERBLICK WIRTSCHAFT

Bern (awp/sda) - Mittwoch, 18. Mai
KEIN GUTES BÖRSENJAHR FÜR PENSIONSKASSEN: Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr an den Börsen angesichts von Tiefzinsen und Währungskrisen wenig dazugewinnen können. Im Schnitt erreichten die Pensionskassen mit ihren Kapitalanlagen eine Performance von 2,95 Prozent, wie es in einem Bericht der Kantonalbanken-Anlagetochter Swisscanto heisst. Die Soll-Rendite, welche nötig wäre, um die Finanzierung der Vorsorge sicherzustellen, haben die Investmentspezialisten bei 3,7 Prozent angesetzt. Bei den öffentlich-rechtlichen Pensionskassen waren die Ansprüche der Versicherten mit durchschnittlich 91 Prozent weiter nicht ausreichend gedeckt. Die privat-rechtlichen Einrichtungen erreichten einen Deckungsgrad von 106 Prozent.
HÖHERE WERBEAUSGABEN: Im vergangenen Jahr haben Unternehmen wieder etwas mehr für Werbung ausgegeben: Nach dem Umsatzeinbruch 2009 haben sich die Werbeeinnahmen um 5,2 Prozent erhöht. Insgesamt wurden 3,680 Mrd. Fr. Werbeeinnahmen generiert, wie die Stiftung Werbestatistik Schweiz mitteilte. Rechnet man die Direktwerbung hinzu, betragen die Ausgaben 4,709 Mrd. Franken. Am stärksten zulegen konnte 2010 die Fernsehwerbung mit einer Zuwachsrate von 13,5 Prozent (inklusive Sponsoring von Sendungen). Die Inserateeinnahmen der Schweizer Presse sind um 4,5 Prozent auf rund 2 Mrd. Fr. gewachsen. Nicht erhoben wurden die Netto-Umsatzzahlen für Onlinewerbung.
BOOM IN ZWEIRAD-BRANCHE: Die Fahrrad- und Motorradbranche ist im Hoch: Das schöne Frühlingswetter hat die Verkäufe angeheizt. Noch nie in den letzten fünf Jahren wurden von Januar bis April so viele neue Velos, Roller und Töffs abgesetzt. In den ersten vier Monaten wurden 16'256 neue Roller und Motorräder verkauft. Das ist ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie die Schweizerischen Fachstelle für Zweiradfragen mitteilte. Aber auch die Verkäufe von neuen Mountain- und Citybikes sowie Rennvelos seien sehr gut gelaufen. Schätzungen von Branchenkennern gingen von 10 bis 12 Prozent mehr Neuverkäufen aus als im Jahr zuvor.
SCHWEIZ VERLIERT DEN SCHNEID: Zwar zählt die Schweiz immer noch zu den fünf wettbewerbsfähigsten Ländern. Doch sie darf sich gemäss des Lausanner Instituts für Management-Entwicklung (IMD) nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Das Wirtschaftswachstum müsse nun schnell mit Massnahmen gegen die Infrastrukturüberlastung begleitet werden. In der jährlich vom IMD erstellten Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder hat die Schweiz bereits einen Rang eingebüsst. Zuvor konnte sie sich drei Jahre hintereinander auf Platz 4 halten. Als wettbewerbsfähiger stuft das Institut heuer Hong Kong, die USA, Singapur und Schweden ein.
STRAUSS-KAHN WOHL BALD NICHT MEHR CHEF: Die Tage des inhaftierten Dominique Strauss-Kahn als IWF-Chef scheinen gezählt. Am Mittwoch verlor der Franzose den Rückhalt der USA, des wichtigsten Geberlandes des Währungsfonds. Strauss-Kahn sei "offensichtlich nicht in der Lage", den IWF zu lenken, sagte US-Finanzminister Timothy Geithner. Die USA fordern eine Übergangslösung für den wichtigen Posten: "Es ist wichtig, dass der Verwaltungsrat formell jemanden für eine Übergangszeit einsetzt, der als geschäftsführender Direktor agieren kann", zitierte das "Wall Street Journal" Geithner.
DOLLAR VERLIERT AN BEDEUTUNG: Das starke Wirtschaftswachstum in Schwellenländern wird der Weltbank zufolge das globale Währungsgefüge stark verändern und dem chinesischen Yuan grössere Bedeutung verschaffen. Bis 2025 würden Brasilien, China, Indien, Indonesien, Südkorea und Russland mehr als die Hälfte des weltweiten Wirtschaftswachstums erzielen, heisst es in einer Studie. Das Währungssystem werde dann wahrscheinlich nicht länger durch eine einzige Währung dominiert. Wahrscheinlichstes Szenario sei ein Multi-Währungssystem um den Dollar, den Euro und den Yuan.
YOPLAIT GEHT AN GENERAL MILLS: Die in Frankreich beliebte Joghurtmarke Yoplait geht mehrheitlich in die Hand eines US-Unternehmens über. General Mills, Eigentümer der Glacékette Häagen Dazs, übernimmt 51 Prozent an Yoplait für einen Preis von 851 Mio. Euro. Die Molkereigenossenschaft Sodiaal hält künftig die restlichen 49 Prozent an Yoplait, ein Prozent weniger als bisher.

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