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Bern (awp/sda) - Freitag, 10. Juni
ABGANG DES SULZER-CHEFS: Sulzer-Konzernchef Ton Büchner verlässt das Unternehmen Ende des laufenden Jahres. Der Niederländer wechsle zum Beschichtungs- und Spezialchemiekonzern AkzoNobel und werde dort Konzernleiter, gab Sulzer überraschend bekannt. Mit Büchner verliert der Technologiekonzern einen langjährigen Mitarbeiter: Der 45-Jährige führte vor seiner Ernennung zum Konzernchef zwei Konzerndivisionen. Als Konzernleiter leitete Büchner ab Mitte 2009 umfassende Sparmassnahmen ein. Nach Bekanntwerden des Rücktritts brach der Sulzer-Aktienkurs an der Schweizer Börse ein. Sulzer verliere einen "messerscharfen Analytiker und umsichtig agierenden Manager", kommentierte ein Händler den Kursrutsch.
EMMI SETZT AUF DESSERTS: Emmi setzt ihren Expansionskurs im Ausland fort. Die Luzerner Milchverarbeiterin hat die italienische Dessertherstellerin A-27 übernommen und kann damit neu auch Tiramisù und Panna Cotta auf den internationalen Märkten anbieten. A-27 ist in Rancio Valcuvia im Varese ansässig und erzielt mit 230 Angestellten einen Umsatz von 65 Mio. Euro, wie Emmi mitteilte. A-27 verkauft die Desserts unter dem Namen "Bontà Divina" in rund zwei Dutzend Ländern. Wie viel Emmi für A-27 zahlt, ist nicht bekannt.
GESPRÄCHE MIT DEN USA: Die Schweiz und die USA befinden sich nach Angaben aus amerikanischen Regierungskreisen in Verhandlungen zur Regelung von Steuerproblemen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von Regierungsbeamten erfuhr, sollen Banken eine Busse zahlen und die Namen von mutmasslichen amerikanischen Steuerhinterziehern ausliefern müssen. Im Gegenzug würden die amerikanischen Behörden Ermittlungen gegen die Banken einstellen. Welche Banken von der Regelung betroffen sein sollen, war nicht zu erfahren. Die Schweiz führe mit den USA Gespräche über die Umsetzung des amerikanischen Steuermeldegesetzes FATCA, sagte ein Sprecher des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen. Dabei werde auch über eine mögliche Bereinigung von Steuerproblemen aus der Vergangenheit gesprochen. Diese Gespräche seien aber informell, und die Modalitäten seien offen.
LOHNGEFÄLLE: Bei 26 der 41 grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen hat sich 2010 die Lohnschere zwischen Topmanagement und Angestellten weiter geöffnet. Im Schnitt beträgt die Lohnspreizung 1 zu 43. Arbeitnehmende im untersten Lohnsegment müssen also 43 Jahre arbeiten, um den Jahreslohn eines Konzernleitungsmitglieds zu erhalten. Dies geht aus einer Studie der Gewerkschaft Unia hervor. Bei den Beschäftigten komme von dem von ihnen erwirtschafteten Erfolg wenig oder gar nichts an, stellt die Unia-Studie fest. Sie hätten 2010 kaum von höheren Löhnen profitieren können. So sei der durchschnittliche Tieflohn in den untersuchten Unternehmen bei 52'829 Fr. und damit nur 600 Fr. höher als 2009 gelegen.
VOLLERE SWISS-FLUGZEUGE: Die Fluggesellschaft Swiss hat sich im Mai erneut gesteigert: 1,33 Mio. Personen flogen im vergangenen Monat mit der Lufthansa-Tochtergesellschaft. Dies sind gut 10 Prozent mehr als im Mai 2010. Die Flugzeuge waren auch besser belegt als im Vorjahr. Die Auslastung stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 82,1 Prozent. Besonders auf den Kurzstreckenflügen konnte Swiss im Jahresvergleich zulegen. Das Unternehmen führte rund 5 Prozent mehr Flüge durch als vor einem Jahr.
HÖHERES WACHSTUM: Die Schweizer Wirtschaft wächst stärker als erwartet: Nun hat auch die vom Forschungsinstitut KOF befragte Gruppe von Ökonomen ihre Prognose angehoben: Die 23 Experten rechnen neu mit einem Schweizer Wachstum in diesem Jahr von 2,2 Prozent. Dies sind 0,2 Prozentpunkte mehr als in der letzten Prognose vom März, wie die KOF, die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, mitteilte. Besser als erwartet läuft insbesondere der Export, und auch die Steigerung der Bau- und Ausrüstungsinvestitionen haben die Ökonomen unterschätzt. Die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) im kommenden Jahr lautet unverändert 1,9 Prozent.
HILFE FÜR LAGARDE: Im Rennen um den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die französische Finanzministerin und Kronfavoritin Christine Lagarde ihre grösste Sorge los: Der Entscheid über die Aufnahme von Ermittlungen gegen sie wegen Amtsmissbrauchs ist vertagt worden. Das zuständige Gericht in Frankreich werde den Entscheid erst am 8. Juli und damit nach der Wahl des neuen IWF-Chefs bekanntgeben, sagte eine Gerichtssprecherin. Ursprünglich war die Bekanntgabe für heute Freitag vorgesehen, an dem die Bewerbungsfrist für die Nachfolge des zurückgetretenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn abläuft.
MUTMASSLICHE HACKER VERHAFTET: Im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl beim japanischen Elektronikkonzern Sony hat die spanische Polizei drei Hacker verhaftet. Sie sollen Daten von fast 102 Millionen Kunden gestohlen haben. Bei den drei Festgenommenen handelt es sich um führende Mitglieder der Gruppe "Anonymous", wie die Polizei mitteilte. Den Hackern wird zur Last gelegt, Internet-Netzwerke von Sony attackiert zu haben, aber auch mehrere Banken, den italienischen Energiekonzern Enel sowie Internet-Auftritte mehrerer Regierungen.
ÖLFÖRDERUNG ZU TIEF: Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) muss nach eigenen Angaben schon bald ihr Öllager anzapfen. Die für das zweite Halbjahr erwarteten Marktbedingungen führten dazu, dass es eine weit höhere Nachfrage nach OPEC-Rohöl geben werde als die OPEC-Länder derzeit produzierten.

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