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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 23. Juni 2011
EXPORTE STAGNIEREN IM MAI: Der Schweizer Aussenhandel verliert immer mehr an Schwung: Zwar stiegen die Schweizer Exporte im letzten Monat um 16,7 Prozent auf 18,4 Mrd. Franken, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteile. Real, zu konstanten Preisen gerechnet, betrug der Zuwachs 22,6 Prozent. Die Steigerung gelang aber nur, weil Auffahrt und die Pfingstfeiertage dieses Jahr auf den Juni fielen: Bei gleicher Anzahl Arbeitstage stagnierten die Exporte (+0,2 Prozent, real +5,2 Prozent). Im Vergleich zum April 2011 sanken die Ausfuhren gar um 0,5 Prozent, wenn saisonale Effekte berücksichtigt werden. Ausserdem zwingt der hohe Frankenkurs immer mehr Unternehmen, ihre Preise zu senken.
UHRENEXPORTE BOOMEN WEITER: Die Schweizer Uhrenindustrie hat ihre Exporte im Mai um 31,6 Prozent auf 1,63 Mrd. Fr. gesteigert - es ist der 16. Monat in Folge mit einem zweistelligen Exportwachstum. Doch auch diese Branche spürt den Effekt des starken Frankens. Die Uhrenindustrie reagiere sehr sensibel auf den hohen Frankenkurs, sagte Jean-Daniel Pasche, Präsident des Verbands der Schweizer Uhrenindustrie (FH), der Nachrichtenagentur sda. Die Margen der Firmen sänken, weil sie ihre Preise nicht an den höheren Währungskurs anpassen könnten. Bei den sehr teuren Uhren sei der Handlungsspielraum allerdings etwas grösser, weil die Schweizer Hersteller dort eine starke Marktstellung hätten, sagte Pasche.
BAUPREISE STEIGEN: Bauen ist in der Schweiz erneut teurer geworden. Die Baupreise sind im Halbjahr zwischen Oktober 2010 und April 2011 um 1,5 Prozent gestiegen. Im vorangegangenen Halbjahr hatte die Zunahme noch 0,8 Prozent betragen. Die Zunahme der Baupreise wird insbesondere auf den Preisanstieg im Tiefbau zurückgeführt (+2,1 Prozent), die Preise im Hochbau (+1,3 Prozent) stiegen etwas weniger stark an. Diese Entwicklung zeugt laut BFS von der nach wie vor guten Konjunkturlage in der Bauwirtschaft. Innert Jahresfrist (April 2010 bis April 2011) verzeichnete das gesamte Bauwesen eine Preissteigerung von 2,3 Prozent.
AFFICHAGE BEKOMMT RECHT: Der Werbevermarkter Affichage hat auf Zypern einen Gerichtsentscheid gewonnen. Eine Zahlung von 2,5 Mio. Euro durch den Verkäufer der ehemaligen Geschäftstätigkeit von Affichage in Griechenland sei so sichergestellt worden, teilte Affichage mit. Diese Zahlung stamme aus einer Bankgarantie, welche der Verkäufer vor den zypriotischen Gerichten auf juristischem Weg erfolglos habe blockieren lassen wollen. Sämtliche weiteren zivilen und strafrechtlichen Verfahren, welche mit Bezug auf die Tätigkeit in Griechenland eingeleitet worden seien, würden weiterverfolgt
EURO FÄLLT:Der Euro ist am Donnerstag erneut deutlich unter Druck gekommen. Erstmals war die EU-Währung weniger als 1.19 Fr. wert. Der Euro sank auf einen Tiefststand von 1.1876 Franken. Kurz nach 15.00 Uhr notierte der Kurs wieder bei 1.1904 Franken. Analysten begründeten den Kursrutsch mit schwachen Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone sowie schlechte Daten vom US-Arbeitsmarkt. Zudem werde der Kurs des Euro nach wie vor durch die schwelende Griechenland-Krise belastet, hiess es. Am Markt gebe es weiter Zweifel, dass die Regierung in Athen in der kommenden Woche die Zustimmung des Parlaments für ein neues Sparprogramm erhalten wird.
SAAB KANN LÖHNE NICHT MEHR ZAHLEN: Der angeschlagene Autohersteller Saab hat kein Geld mehr für die Löhne. Wie das schwedische Unternehmen mitteilte, können die fälligen Monatsentgelte für die Beschäftigten nicht ausgezahlt werden. Weiter hiess es, dass Verhandlungen über eine schnelle Lösung des Problems geführt würden, der Erfolg aber unsicher sei. Saab-Sprecherin Gunilla Gustavs nannte die Lage im Rundfunksender SR "bedauerlich und traurig". Medienangaben über einen angeblich bevorstehenden Insolvenzantrag wollte sie nicht kommentieren. Am Vorabend waren Verhandlungen mit 800 Zulieferern über eine Stundung von Saab-Schulden gescheitert. Die Produktion im westschwedischen Trollhättan mit 3700 Beschäftigten hat seit mehreren Wochen mit kurzen Ausnahmen stillgestanden.
ROCHE-FORSCHUNGSZENTRUM IN FRANKREICH: Der Basler Pharmakonzern Roche eröffnet in Frankreich ein neues Forschungsinstitut. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen der unternehmenseigenen und der akademischen Forschung gefördert werden. Das Ziel sei, die Erkenntnisse der Grundlagenforschung schneller auf die Entwicklung neuer Medikamente zu übertragen. Das Institut wird in mehreren Schlüsselbereichen aktiv sein, etwa in der Krebsforschung, den Neurowissenschaften und in der Toxikologie. Es ist Teil eines Netzes von Kooperationen mit der wissenschaftlichen Forschung, welche die Gruppe auch in der Schweiz, den Niederlanden und Singapur lanciert hat.
IRISCHE WIRTSCHAFT WÄCHST: Nach einem Minus im vergangenen Jahr ist die Wirtschaft Irlands in den ersten drei Monaten dieses Jahres wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie die irische Statistikbehörde mitteilte. Von Oktober bis Dezember war das BIP noch um 1,4 Prozent geschrumpft. Das Wachstum zu Jahresbeginn sei vor allem auf gestiegene Exporte zurückzuführen. Der Weg des einst als "keltischer Tiger" bezeichneten Landes aus der Banken- und Schuldenkrise sei aber noch nicht geschafft, warnten die Statistiker. Das Bruttonationaleinkommen - berechnet ohne die Wirtschaftsleistung der in Irland ansässigen ausländischen Firmen - sei im ersten Quartal um 4,3 Prozent geschrumpft.
EUROPAPARLAMENT STEHT HINTER DRAGHI: Das Europaparlament hat dem designierten Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, den Rücken gestärkt. Das Parlament, das bei dieser Personalentscheidung allerdings nur ein Anhörungsrecht hat, sprach dem Italiener in Brüssel sein Vertrauen aus. Die Abstimmung erfolgte nur wenige Stunden vor Beginn des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs, die den 63-jährigen Ökonomen als Nachfolger von Jean-Claude Trichet an der Spitze der Notenbank bestätigen wollen. Trichets Mandat läuft Ende Oktober aus.
CHINESISCHE INDUSTRIE MIT MINI-WACHSTUM: Die chinesische Industrie wächst nur noch minimal. Wegen der weltweit nachlassenden Nachfrage fiel der Einkaufsmanager-Index im Juni auf 50,1 von 51,6 im Mai, teilte das Markit-Institut zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mit. Das ist der niedrigste Stand seit elf Monaten. Damit hielt sich das Barometer gerade noch über der Marke von 50 Punkten, die ein Wachstum im Vergleich zum Vormonat signalisiert. Die Nachfrage lasse angesichts der strafferen Geldpolitik und der Schwäche der Exportmärkte nach, sagte der China-Chefvolkswirt der britischen Grossbank HSBC. Der Exportweltmeister leidet vor besonders unter der Schwäche seines wichtigsten Kunden, den USA.

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