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TAGESÜBERBLICK WIRTSCHAFT

Dieser Inhalt wurde am 15. Juli 2011 - 17:52 publiziert

Bern (awp/sda) - Freitag, 15. Juli 2011
IM VISIER DER US-BEHÖRDEN: Bei der Jagd nach Steuersündern weiten die amerikanischen Behörden ihre Ermittlungen auf die Credit Suisse (CS) aus. Bisher wurden nur einzelne ehemalige oder aktuelle Mitarbeitende der Schweizer Grossbank in den USA angeklagt, nun ist die Bank selbst ins Visier geraten. Gegenstand der Untersuchungen sind grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsdienstleistungen für US-Kunden in der Vergangenheit. Im Rahmen der Möglichkeiten des Schweizer Rechts werde sie mit den US-Behörden kooperieren, heisst es bei der CS.
MEHR GEWINN: Der Spezialchemiekonzern Ems Chemie hat im ersten Halbjahr 2011 den Nettoumsatz um 4,6 Prozent auf 874 Mio. Fr. gesteigert. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 1,2 Prozent auf 156 Mio. Franken. Währungsbedingte Einbussen konnte Ems mit hohen Margen und vergrösserten Verkaufsmengen kompensieren. In lokalen Währungen wäre der Umsatz sogar um 16,4 Prozent gestiegen. In naher Zukunft erwartet Konzernchefin Magdalena Martullo eine Verlangsamung der Konjunktur und stellt sich auf ein schwierigeres Marktumfeld ein, ohne Aussichten auf eine Entspannung für den Franken.
WENIGER GEWINN: Der Warenprüfkonzern SGS spürt die Auswirkungen des starken Frankens. Der Gewinn des Genfer Unternehmens sank im ersten Halbjahr um 8,9 Prozent auf 246 Mio. Franken. Der Umsatz ging leicht auf 2,3 Mrd. Fr. zurück. In Lokalwährungen gerechnet wäre der Umsatz um 12,8 Prozent gestiegen, wobei 3,1 Prozent auf Zukäufe anderer Firmen zurückzuführen sind. Der Aktienkurs von SGS tauchte nach Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses deutlich ins Minus.
MASSNAHMEN GEFORDERT: Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse plädiert angesichts des starken Frankens für langfristige Massnahmen wie die Senkung der Unternehmenssteuern. Die Entwicklung des Euro-Wechselkurses zum Franken bezeichnet Economiesuisse als dramatisch. Auf kurzfristigen Interventionismus sei zu verzichten, weil der geldpolitische Handlungsspielraum der Nationalbank begrenzt und eine Frankenanbindung an den Euro enorme negative Begleiterscheinungen mit sich bringe.
MEHR AUSSTEHENDE HYPOTHEKEN: Der Bruttogewinn der Migros Bank ist wegen der Lage an den Börsen und wegen des höheren Wettbewerbdrucks im ersten Halbjahr um 1,8 Prozent auf 156,7 Mio. Fr. gesunken. Das Betriebsergebnis liegt mit 136,9 Mio. Fr. um 3,9 Prozent tiefer als 2010. Ende Juni hatt die Bank 26,8 Mrd. Fr. an Hypothekarausleihungen offen, 2,6 Prozent oder 678 Mio. Fr. mehr als zu Jahresbeginn. Bei den Privatkrediten sind die Ausleihungen gar um 15,7 Prozent auf 931 Mio. Fr. gestiegen.
GEWINN GEHALTEN: Die Zuger Kantonalbank hat im ersten Halbjahr 2011 den Gewinn praktisch halten können. Mit 30,2 Mio. Franken ist er nur um 0,4 Prozent geringer ausgefallen als noch vor einem Jahr, als 30,3 Mio. Fr. erwirtschaftet worden waren. Bei den Hypotheken profitierte die Bank von der anhaltend hohen Bautätigkeit im Kanton Zug. So wuchsen die Hypothekarforderungen um 5,3 Prozent auf insgesamt 9,0 Mrd. Franken.
MILLIARDENÜBERNAHME IN DEN USA: Der weltgrösste Bergbaukonzern BHP Billiton baut mit einer milliardenschweren Übernahme sein Gasfördergeschäft in den USA aus. Für rund 12,1 Mrd. Dollar übernimmt die britisch-australische Gesellschaft das Öl- und Gas-Unternehmen Petrohawk. Der ausgehandelte Preis pro Petrohawk-Aktie liegt bei 38,75 Dollar und damit satte 61 Prozent über dem Durchschnittskurs der vergangenen 20 Tage. Mit dieser Übernahme wird BHP Billiton in den USA zu einem der grössten Förderer von Gas aus sogenannten unkonventionellen Quellen.
CITIGROUP VERDIENT DEUTLICH MEHR: Die drittgrösste Bank der USA Citigroup hat das zweite Quartal mit einem Gewinn von 3,3 Mrd. Dollar abgeschlossen. Dank geringeren Verlusten aus faulen Krediten und einem guten gut laufenden Auslandsgeschäft strich das in der Finanzkrise vom Staat gerettete Institut damit fast ein Viertel mehr ein als noch vor einem Jahr. Für Citigroup war es das sechste Vierteljahr in Folge mit schwarzen Zahlen.
GOOGLE WÄCHST UND WÄCHST: Der Internetkonzern Google schwimmt dank des guten Werbegeschäfts im Geld. Die sprudelnden Anzeigenerlöse liessen den Umsatz im zweiten Quartal um 32 Prozent auf gut 9,0 Mrd. Dollar hochschnellen. Unter dem Strich blieben davon als Gewinn 2,5 Mrd. Dollar hängen - das waren 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Da Google weitaus besser abschnitt als dies Analysten erwartet hatten, sprang der Aktienkurs nachbörslich um satte 13 Prozent nach oben. Die Zahl der Beschäftigten wuchs auf nahezu 28'800. Ende März waren es noch 26'300 Beschäftigte gewesen.
HUGS BOSS STEIGERT ERGEBNIS: Der Modekonzern Hugo Boss hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. In den letzten drei Monaten wurde ein Nettoergebnis von 31 Mio. Euro erzielt, ein gewaltiger Sprung im Gegensatz zu den bescheidenen 6 Mio. Euro vom Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um 29 Prozent auf 405 Mio. Euro. Grund für die positive Entwicklung war der starke Umsatzanstieg in China und den USA.

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