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TAGESÜBERBLICK WIRTSCHAFT

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 17:10 publiziert

Bern (awp/sda) - Freitag, 27. November
KONKURS: Das Druckunternehmen Weber Benteli AG in Brügg bei Biel hat am Freitag wegen Liquiditätsproblemen die Bilanz deponiert und den Konkurs beantragt. Zuvor war die Übernahme durch einen Investor gescheitert. 270 Angestellten droht der Verlust ihrer Stelle. Das Unternehmen begründete den Schritt am Freitag in einer Mitteilung mit Liquiditätsproblemen als Folge eines Umsatzrückgangs von 30 bis 40 Prozent und wegen Schulden aus Vorjahren.
NEUORGANISATION: Der Technologiekonzern ABB organisiert einen Teil seines Geschäfts neu: Die Automationsdivisionen werden neu aufgestellt, um sie besser auf die Kunden auszurichten und den unterschiedlichen Verkaufsprozessen Rechnung zu tragen. Auf Anfang 2010 werden die Geschäftseinheiten der Divisionen Automationsprodukte und Robotik zu zwei neuen Divisionen zusammengefasst: "Industrieautomation und Antriebe" sowie "Niederspannungsprodukte". Die Prozessautomation bleibt in ihrer heutigen Form bestehen und wird um das Instrumentierungsgeschäft der Division Automationsprodukte ergänzt.
ERHÖHUNG: Beim Basler Pharmakonzern Roche winkt den meisten der rund 10'000 Mitarbeitenden in der Schweiz im kommenden Jahr eine Lohnerhöhung: Das Unternehmen erhöht die Lohnsumme für 2010 um 1,3 Prozent. Darauf haben sich das Unternehmen und die betriebsinternen Arbeitnehmervertretungen geeinigt. Die Lohnverhandlungen seien auch dieses Jahr in einem guten Einvernehmen abgeschlossen worden. Die Löhne werden individuell und abhängig von der Leistung auf den 1. April 2010 angepasst.
ANSTIEG: Die Aufwärtsdynamik der Schweizer Konjunktur hat an Schwung verloren. Das Konjunkturbarometer des ETH-Forschungsinstituts KOF stieg im November lediglich um 0,18 Punkte auf 1,62 Punkte. Der in den vergangenen Monaten sehr kräftige Anstieg habe sich damit etwas abgeflacht. In den nächsten Monaten sei damit zu rechnen, dass die Aufwärtsdynamik an Schwung verliere. Das sogenannte Kern-BIP, das für 90 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung verantwortlich ist, stagniere.
PREISVERFALL: In Japan hat sich der Preisverfall im Oktober verstärkt. Die Konsumentenpreise ohne die schwankungsanfälligen Lebensmittel sanken im Oktober um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine andere zentrale Kennziffer, bei der auch die Preise für Ölprodukte herausgerechnet werden, sank sogar so schnell wie seit acht Jahren nicht mehr, als Japan zuletzt in eine Deflation stürzte. Das Land steckt der Regierung zufolge in einer "milden Deflationsphase". Zusammen mit dem Absturz des Dollar dürfte der Preisverfall die Rufe nach einem Eingreifen der Bank of Japan lauter werden lassen.
WARNUNG: Die italienischen Unternehmen sind durch die Krise geschwächt und dadurch leichter von kriminellen Organisationen angreifbar. Damit wachse der Einfluss der Mafia auf die süditalienische Wirtschaft, warnte Italiens Notenbankchef Mario Draghi. "Die Mafia dringt in die öffentliche Verwaltung ein, nagt am Vertrauen der Bürger und verhindert das geregelte Funktionieren des freien Marktes. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten für die Wirtschaft", betonte der Notenbankchef. Die Mafia ist laut einer Studie Italiens stärkstes "Unternehmen": Mit 130 Mrd. Euro Umsatz stehen kriminelle Organisationen für sieben Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Der Nettogewinn beträgt jährlich 70 Mrd. Euro, geht aus einer Studie hervor, die von der parlamentarischen Anti-Mafia-Kommission in Rom in Auftrag gegeben wurde.
ABSCHWUNG: Die Finanzprobleme des Emirats Dubai haben auch zwei Tage nach ihrem Bekanntwerden Anleger an den Finanzmärkten verunsichert. Weltweit zogen die Investoren am Freitag weiter Gelder aus als riskant geltenden Anlagen ab. Zwar beruhigten sich die europäischen Börsen nach den Kursverlusten des Vortags wieder, doch an den Aktienmärkten in Asien war es in der Nacht noch steil abwärts gegangen. Auch Öl wurde deutlich billiger. Der Dollar, der in Krisenzeiten als sicherer Hafen gilt, machte einen Teil der zuletzt verbuchten Verluste wett und drückte den Euro auf 1,49 Dollar.

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