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Bern (awp/sda) - Montag, 11. Januar 2010
GRÜNDERFIEBER: 525'790 Unternehmen waren Ende 2009 im Schweizerischen Handelsregister eingetragen, so viele wie noch nie zuvor. Der Löwenanteil davon sind mit knapp 187'000 weiterhin Aktiengesellschaften. Deren Zahl stieg 2009 um 1,6 Prozent. Noch beliebter bei Unternehmensgründungen ist aber die Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), wie aus der Handelsregisterstatistik des Bundesamts für Justiz (BJ) hervorgeht. 118'134 GmbHs gab es demnach Ende 2009 in der Schweiz, 7,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nicht mehr im Trend sind dagegen Genossenschaften: Deren Anzahl sank im Laufe des Jahres um 2,6 Prozent auf knapp 10'700.
SONDEREFFEKTE: Gemäss der Gläubigervereinigung Creditreform hat die Zahl der Pleiten in der Schweiz letztes Jahr erstmals die 5000er-Marke übertroffen. 5215 Firmenkonkurse führt Creditreform in ihrer Datenbank auf. Die beinahe um 23,5 Prozent gestiegene Zahl alleine der Wirtschaftskrise anzulasten, wäre allerdings falsch: Creditreform weist explizit auf eine Gesetzesänderung hin, welche die Pleitenzahl so stark ansteigen liess. Seit 2008 können Unternehmen nämlich wegen Organisationsmängeln von Richtern in den Konkurs geschickt werden. Die Zahl der echten, also durch Überschuldung ausgelösten Konkurse stieg nur um 4,5 Prozent.
ZURÜCKHALTENDE KONSUMENTEN: Im November sind die Umsätze im Detailhandel gegenüber Oktober saisonbereinigt real um 1,7 Prozent und nominal um 1,2 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsätze real um 0,6 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Nominal, also ohne Berücksichtigung von Preisänderungen, erhöhte sich der Umsatz der Branche um 0,2 Prozent. Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren und der Nicht-Nahrungsmittelsektor verbuchten dabei eine Zunahme von nominal je 0,1 Prozent.
VOLG LEGT ZU: Die Fenaco-Tochter Volg hat ihren Umsatz 2009 um 3,8 Prozent auf 1,27 Mrd. Fr. gesteigert. Die auf Dorfläden und Kleinflächen spezialisierte Detailhandelsgruppe erhöhte dabei die Zahl der Verkaufsstellen von 809 auf 862. Wichtigster Absatzkanal der Gruppe waren die 546 (Vorjahr 557) Volg-Dorfläden. Sie erhöhten den Umsatz von 1,04 Mrd. auf 1,05 Mrd. Franken.
UBS WIEDER SOLIDE: Die Grossbank UBS befindet sich gemäss Philipp Hildebrand, Direktionspräsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), wieder in einem "soliden" Zustand. Das Institut müsse nun aber zeigen, dass es wieder Erträge generieren könne. Das Fundament dafür sei gegeben und er hoffe, dass es so bald wie möglich geschehen werde, sagte Hildebrand im Wirtschaftsmagazin "Eco" des Schweizer Fernsehens. Ein Rückkauf der verbliebenen toxischen Wertpapiere im Wert von 21 Mrd. Dollar sei "im Moment kein Thema", wiederholte Hildebrand frühere Angaben.
WEITERE DEVISENINTERVENTIONEN: Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand hat gegen eine weitere Aufwertung des Franken interveniert. Allerdings lediglich verbal. "Die SNB wird eine übermässige Verteuerung des Franken gegen den Euro weiterhin verhindern", erklärte er. In seiner ersten öffentlichen Stellungnahme, seit er Anfang des Jahres an die Spitze der Notenbank aufrückte, bekräftigte Hildebrand zudem, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) kein Wechselkursziel habe, die Entwicklung an den Devisenmärkten aber genau verfolge. Am frühen Morgen hatte der Eurokurs mit 1.4725 Fr. den tiefsten Stand seit zehn Monaten erreicht.
GEGEN DOLLARSCHWÄCHE: Angesichts der anhaltenden Abwertung des Dollar ziehen einige asiatische Zentralbanken die Notbremse: Die Währungshüter in Indien, Südkorea, Indonesien und Singapur kauften am Montag Dollar, um eine Aufwertung ihrer Landeswährungen zu dämpfen. "Wir sorgen uns, dass der Devisenmarkt in eine übermässige Schieflage gekommen ist", sagte der südkoreanische Finanzministeriums-Vertreter Kim Ik Joo.
TRICHET ZUVERSICHTLICH: Nach dem Krisenjahr 2009 ist die Weltwirtschaft nach Einschätzung von EZB-Chef Jean-Claude Trichet auf dem Weg der Besserung. "Es bestätigt sich, dass es schrittweise zu einer Normalisierung kommt. Global stehen die Zeichen auf Erholung", sagte Trichet. Insbesondere Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien wiesen mit ihrer Dynamik den Weg aus der Krise, erklärte der EZB-Chef nach einem Treffen ranghoher Notenbanker bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel.
WENIGER JUGI-ÜBERNACHTUNGEN: In Schweizer Jugendherbergen sind 2009 mehr Betten leer geblieben: Die Zahl der Übernachtungen sank um rund drei Prozent auf 955'550, wie der Verein Schweizer Jugendherbergen mitteilte. Der Gesamtumsatz verharrte auf dem Vorjahresniveau von 40,5 Mio. Franken. Laut dem Verein gilt es aber zu berücksichtigen, dass die Jugendherbergen Basel St. Alban und Dachsen das ganze Jahr über wegen Umbau geschlossen waren.
ANGESCHLAGENES MEDIENHAUS: Die AZ Medien AG ("Aargauer Zeitung") haben im vergangenen Geschäftsjahr Umsatzeinbussen von 30 Millionen Franken erlitten. Allein das Geschäft mit den Stellenanzeigen sei um 15 Millionen Franken eingebrochen. Die AZ Medien AG hatte Ende Juni angekündigt, bis Ende Jahr 65 Stellen abzubauen. Diese Sparrunde habe den massiven Einbruch jedoch nicht abfedern können. Die AZ Medien AG werde deshalb rote Zahlen schreiben.
ÜBERNAHMEGERÜCHTE: Anhaltende Übernahmespekulationen haben den Aktienkurs der Swiss Life weiter die Höhe getrieben. Der Titel, der schon in vergangenen Woche rund zehn Prozent gestiegen war, schnellte am Montag erneut in die Höhe. Vorübergehend notierte die Swiss-Life-Aktie bis zu 10,1 Prozent fester. An der Börse machte das Gerücht die Runde, dass der deutsche Versicherungskonzern Allianz die Swiss Life übernehmen wolle. Geschürt wurde das Kaufinteresse von einem Bericht der französischen Webseite "Wansquare.com". Demnach bereitet die Allianz eine Offerte vor. Die Newsseite beruft sich dabei auf Schweizer Bankenkreise und nennt als möglichen Betrag bis zu 5,5 Mrd. Franken.
NACHBESSERUNG GEFORDERT: Minderheitsaktionäre von Alcon fühlen sich bei der Übernahme des Augenheilmittelherstellers durch Novartis benachteiligt. Sie kündigten eine Sammelklage gegen Novartis, Nestlé und die Alcon-Verwaltungsräte an. Die Minderheitsaktionäre sind befremdet über das Angebot, welches der Pharmakonzern Novartis ihnen für ihre Alcon-Aktien macht. Es liege 18 Prozent unter dem Preis, welcher Novartis für den 52-Prozent-Anteil an Alcon bezahle, der derzeit vom Lebensmittelkonzern Nestlé gehalten wird. Die Anleger werfen Novartis vor, den durch Börsenrichtlinien und die Alcon-Statuten zugesicherten Schutz der Minderheitsaktionäre zu missachten.
FUSION: Der Flughafenshop-Betreiber Dufry will sich mit seiner Südamerika-Tochter zusammenschliessen. Von der Fusion mit Dufry South America (DSA) verspricht sich Dufry unter anderem eine einfachere Konzernstruktur, wie das Basler Unternehmen mitteilte. Pro 4,1 Titel von DSA bietet Dufry eine eigene Aktie sowie 3.92 Dollar in bar. Zurzeit hält Dufry gut 51 Prozent an DSA.
REKORDAUFTRAG: Der Schienen-Fahrzeugbauer Stadler kann erstmals Doppelstocktriebzüge in Deutschland verkaufen. Die Tochtergesellschaft Stadler Pankow hat von der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) den bisher grössten Auftrag erhalten. Für rund 146 Mio. Euro kann Stadler Pankow laut Mitteilung vom Montag 16 vierteilige Doppelstocktriebzüge (Typ Dosto), einen einteiligen Dieseltriebwagen (Typ Regio-Shuttle RS1) sowie sechs zweiteilige Dieseltriebwagen (Typ GTW 2/6) liefern.
CHINA ÜBERHOLT USA: Angetrieben von staatlichen Kaufanreizen hat China im Rekordtempo die USA als grössten Automarkt überholt. 2009 schnellte der Autoabsatz in China um 54 Prozent auf noch nie erreichte 13,6 Mio. Fahrzeuge in die Höhe, wie der chinesische Herstellerverband mitteilte. Am seit längerem schwächelnden US-Markt sank 2009 der Absatz dagegen auf 10,4 Mio. Autos und Kleintransporter und damit auf den niedrigsten Stand seit 27 Jahren. Damit fiel auch nicht ins Gewicht, dass die chinesische Absatzzahl rund 650'000 Lastwagen enthält.
AUFBRUCH: Zu Beginn der Automesse in Detroit hat sich die auf ein Katastrophenjahr zurückblickende US-Autobranche zuversichtlich gezeigt. "Ich blicke wirklich optimistisch in die Zukunft", sagte der Vizechef des US-Autobauers General Motors (GM), Bob Lutz, dessen Konzern im vergangenen Jahr nur durch einen Milliardeneinsatz des Staates gerettet wurde. Nach Angaben der Organisatoren sollen auf der bis zum 24. Januar dauernden Messe rund 50 neue Fahrzeuge vorgestellt werden. Einige grosse Unternehmen bleiben der Automesse allerdings fern, darunter der japanische Hersteller Nissan. Chrysler wollte sich nur mit einem Rumpfprogramm präsentieren.
NEUES OECD-MITGLIED: Chile wird als erstes Land Südamerikas Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Eine Vereinbarung zur Aufnahme Chiles als 31. Land in der Organisation wurde in Santiago de Chile unterzeichnet. Die OECD als traditionelle Vertretung westlicher Industriestaaten will ihre Mitgliederbasis verbreitern, "um Veränderungen im globalen wirtschaftlichen Umfeld Rechnung zu tragen". Die Organisation mit Sitz in Paris verhandelt derzeit auch mit Estland, Israel, Russland und Slowenien über einen Beitritt.
EXPANSION: Heineken übernimmt das Biergeschäft des mexikanischen Getränkeherstellers Femsa. Mit dem Kauf sichert sich der Mutterkonzern der Schweizer Brauereien Eichhof, Calanda und Haldengut nicht nur eine starke Marktstellung in Mexiko, sondern auch in Brasilien. Für die Übernahme zahlt der niederländische Brauereikonzern 3,8 Mrd. Euro in Form von eigenen Aktien. Zusammen mit Schulden und Verpflichtungen für die Altersvorsorge hat der Kauf ein Volumen von 5,3 Mrd. Euro. hiess es weiter.

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