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Bern (awp/sda) - Freitag, 15. Januar
HAUSAUFGABEN FÜR SCHWEIZ: Die Schweiz hat die globale Rezession gemäss der OECD bislang besser überstanden als manch anderer OECD-Staat. Dies führt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Bericht unter anderem auf einige Schweizer Exportbranchen zurück. Die Pharma- und Medizinaltechnikindustrie seien beispielsweise wenig konjunkturempfindlich. Damit es so weitergeht, findet die Organisation namentlich eine bessere Aufsicht über den Finanzsektor nötig. Verringern sollte die Schweiz aus Sicht der OECD auch das Klumpenrisiko, welches die beiden Grossbanken für die Wirtschaft bilden. Zudem sollte sie ihre im OECD-Schnitt mittelmässige Arbeitsproduktivität verbessern, also die Wirtschaftsleistung pro gearbeitete Stunde. Ursache ist demanch unter anderem der geringe Wettbewerb in einigen abgeschirmten Branchen.
STABILE SGS: Der weltweit grösste Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS hat 2009 nur bescheidene Einbussen erlitten. Der Umsatz sank zwar um 2,2 Prozent auf 4,712 Mrd. Franken. Bei konstanten Wechselkursen wäre er allerdings um 2,5 Prozent gestiegen. Der Reingewinn des Konzerns sackte wegen eines Sondereffekts um 18,2 Prozent auf 566 Mio. Fr. ab. 2008 hatten allerdings die Philippinen nach einem langen Rechtsstreit Rechnungen aus den Jahren vor 2001 von 113 Mio. Fr. beglichen. Vor Sondereffekten konnte SGS 2009 den Gewinn unverändert auf 579 Mio. Fr. halten, wie der Konzern mitteilte. Der unbereinigte Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 15,3 Prozent auf 794 Mio. Fr. zurück.
TIEFERE PRODUZENTENPREISE: Die Preise für importierte und in der Schweiz hergestellte Güter sind 2009 nach fünf Jahren erstmals gesunken, und zwar um 3,9 Prozent. Landwirtschaftliche Produkte, Ölerzeugnisse und Metallwaren zogen vor allem zwischen Januar und Mai das Preisniveau nach unten. Danach hätten sich die Preise stabilisiert, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) mit. Die Importpreise sanken mit 7,4 Prozent allerdings einiges stärker als die Preise für Erzeugnisse inländischer Produzenten, die um lediglich 2,1 Prozent nachliessen.
STABILES ÜBERNACHTUNGSGESCHÄFT: Die Zahl der Übernachtungen in Schweizer Hotels hat sich im November stabilisiert. Mit 1,7 Millionen lag sie noch um 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Nachfrage der ausländischen Gäste nahm im November wieder um 1,4 Prozent auf 913'000 Logiernächte zu. Bei den Schweizer Gästen gab es hingegen einen weiteren Rückgang um 2,6 Prozent auf 780'000. In den ersten elf Monaten kumuliert sank die Zahl der Logiernächte um 5,2 Prozent auf 33 Millionen. Die Einnahmen der Hoteliers dürften noch deutlicher zurückgegangen sein, haben doch etliche Betriebe angesichts des Nachfragerückgangs Sondertarife gewährt.
HILTI SPÜRT IMMOBILIENKRISE: Die Immobilienkrise in vielen Ländern hat den Baugeräte-Hersteller Hilti 2009 spürbar belastet. Der Umsatz des Liechtensteiner Konzerns mit der roten Markenfarbe fiel um 18 Prozent auf 3,846 Mrd. Franken. In Lokalwährungen beträgt der Rückgang 14 Prozent, wie Hilti mitteilte. In den letzten vier Monaten habe sich der Abschwung verringert. Für das laufende Jahr erwartet Hilti Umsätze, die in etwa auf dem Niveau von 2009 liegen werden.
PENSIONSKASSEN MIT GUTER PERFORMANCE: Die Pensionskassen haben das Jahr 2009 mit einem Sprung nach oben abgeschlossen: Gemäss Pensionskassenindex der Credit Suisse betrug die Performance von 100 ausgewählten Vorsorgeeinrichtungen im Jahresschluss-Quartal 1,7 Prozent. Im Gesamtjahr habe der Index um 10,8 Prozent zugelegt, schreibt die CS weiter. Das Minus vom Vorjahr konnte aber nicht wettgemacht werden: Unter Berücksichtigung der BVG-Mindestverzinsung bestehe gegenüber Ende 2007 eine theoretische Lücke von 8,75 Prozent, gegenüber dem Messbeginn im Jahr 2000 seien es gar 9,3 Prozent.
MIGROS MIT COCA-COLA: Coca-Cola gibt es ab diesem Monat auch in den Migros-Regalen. Ausser der süssen US-Brause bietet die Nummer eins im Schweizer Detailhandel auch Senf und Mayonnaisen von Thomy und den Instantkaffee von Nescafé an. Windeln und Baby-Feuchttücher von Pampers ergänzen das Fremdmarken-Sortiment. Migros nehme die vier bekannten und beliebten Marken neu ins Sortiment, weil die Kunden dies wünschten, teilte das Unternehmen mit.
GEWINNSPRUNG BEI JPMORGAN: Die US-Bank JPMorgan Chase hat im vergangenen Jahr einen doppelt so hohen Gewinn erzielt wie noch im Vorjahr. Das Finanzinstitut verdiente 2009 unter dem Strich 11,7 Mrd. Dollar. Im letzten Quartal des Jahres vervierfachte JPMorgan seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar und verdiente 3,27 Mrd. Dollar. Die Einnahmen im vierten Quartal beliefen sich auf 25,2 Mrd. Dollar. Analysten hatten mit Einnahmen von 26,80 Mrd. Dollar gerechnet. Im Investmentbanking erreichte die Nummer zwei hinter Branchenführer Bank of America 4,9 Mrd. Dollar.
HOCHPROFITABLE INTEL: Der weltgrösste Chiphersteller Intel hat dank gestiegener Computerverkäufe die Wirtschaftskrise hinter sich gelassen. Im vierten Quartal verdiente er unter dem Strich mit knapp 2,3 Mrd. Dollar wieder so viel wie zu seinen Glanzzeiten. Vor einem Jahr hatte die Flaute den Gewinn noch auf 234 Mio. Dollar schrumpfen lassen. Der Umsatz verbesserte sich um 28 Prozent auf 10,6 Mrd. Dollar, wie das Unternehmen mitteilte.
HÖHERE PREISE IN USA: Die Konsumentenpreise in USA sind im Dezember so stark gestiegen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Sie zogen um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Ein grösseres Plus hatte es zuletzt im Dezember 2007 mit 4,1 Prozent gegeben. Preistreiber war vor allem Öl. Die weltweite Konjunkturerholung und die höhere Nachfrage wegen des kalten Winters hatten den Rohstoff verteuert. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise nur noch um 0,1 Prozent.
CHINA HORTET DEVISEN: China hat seine Währungsreserven im Krisenjahr 2009 sprunghaft erhöht und damit seine Position als weltweit grösster Devisenbesitzer ausgebaut. Deren Wert stieg um 23 Prozent auf 2,4 Bio. Dollar, wie die Zentralbank mitteilte. China nutzt die ausländischen Währungen vor allem zur Stützung seines Wechselkurses. Die Volksrepublik wehrt sich gegen wachsenden internationalen Druck, den Yuan stärker aufzuwerten. Sie hält den Wechselkurs stabil zum Dollar, was ihre Exporte vergünstigt.
GEFAHR FÜR BANKENPLATZ LONDON: Londons Bürgermeister Boris Johnson befürchtet, dass die britische Hauptstadt durch die Sondersteuer für Bankerboni ihren Status als weltweites Finanzzentrum verliert. Die Regierung beschleunige die Abwanderung von Spitzenkräften aus Grossbritannien und treibe sie "in die offenen Arme unserer Konkurrenten in New York und Singapur", kritisierte Johnson in einem Brief an den britischen Finanzminister Alistair Darling. Die britische Regierung hat eine Boni-Sondersteuer von 50 Prozent auf Prämien für Banker ab 25'000 Pfund (rund Franken) angekündigt.

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