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Bern (awp/sda) - WENIGER SCHOGGI: Die Schweizer Konsumenten haben im Krisenjahr 2009 weniger Schokolade gegesssen: Der Pro-Kopf-Konsum sank auf 11,7 Kilogramm. Das sind 700 Gramm weniger als im Vorjahr. Die Chocolatiers sprechen von einem zartbitteren Jahr. Erstmals seit sechs Jahren erlitten die 18 Schweizer Schokoladefabrikanten einen Absatzrückgang. Die Verkaufsmenge schrumpfte um 5,9 Prozent auf 174'109 Tonnen. Der Umsatz sank noch etwas stärker um 6,4 Prozent auf 1,702 Mrd. Franken, wie der Branchenverband Chocosuisse mitteilte. Dies führt der Verband nebst der Wirtschaftskrise auch auf die warmen Temperaturen im vergangenen Frühling zurück. Ferner habe der rückläufige Tourismus die Verkäufe belastet. Die verkauften Mengen gingen in der Schweiz (-6,9%) stärker zurück als im Ausland (-5,2%). Der Umsatz sank hingegen im Ausland deutlich stärker (-9,9%) als im Inland (-2,7%).
NEUER CHEF FÜR OERLIKON: Der krisengeplagte und stark verschuldete Industriekonzern OC Oerlikon erhält in einigen Wochen einen neuen Chef. Mit Michael Buscher wurde für die operative Spitze des Unternehmen eine Person ausgewählt, die bisher noch keine ähnliche Funktion innehatte. Der Deutsche wird voraussichtlich im Mai die Konzernführung übernehmen. Der Sanierer Hans Ziegler, der OC Oerlikon seit vergangenen August als Delegierter des Verwaltungsrats interimistisch führt, wird dies bis zu Buschers Amtsantritt weiter tun. Bis dann sollte sich auch einiges zur Zukunft von OC Oerlikon geklärt haben. Das Industriekonglomerats leidet unter einem Schuldenberg von 1,8 Mrd. Franken, bis Ende März soll gemäss bisherigen Angaben aber eine Einigung mit den zahlreichen Gläubigerbanken des Konzerns erreicht werden.
NOBEL BIOCARE GEBREMST: In der Wirtschaftskrise verkaufen sich auch Zahnimplantate schlechter. Umsatz und Gewinn des Zürcher Herstellers Nobel Biocare sind 2009 gesunken. Zum ersten Mal sei der Zahnimplantate-Markt geschrumpft, nämlich um rund 7 Prozent, erklärte Konzernchef Domenico Scala am Mittwoch. Nobel Biocare habe rechtzeitig Gegenmassnahmen ergriffen und ein positives Ergebnis erzielt. Der Reingewinn sank aber um 3,6 Prozent auf 105,8 Mio. Euro. Er ging damit weniger stark zurück als der Umsatz, der um 6,1 Prozent auf 877,7 Mio. Euro abnahm. Wie vergangenen Sommer angekündigt, tritt Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron zurück. Als Nachfolger vorgesehen ist der ehemalige Chef der Roche-Division Diagnostik, Heino von Prondzynski. Nobel Biocare ist laut Konzernchef Scala gut positioniert, um von einer Erholung profitieren zu können. Ein konkrete Prognose machte er aber nicht.
ZURICH SCHWEIZ RENTABLER: Die Schweizer Ländergesellschaft des Versicherers Zurich hat 2009 mehr verdient. Der operative Gewinn stieg um 7 Prozent auf 662 Mio. Franken. Dazu trugen Kostendisziplin und die Nutzung gruppenweiter Synergien bei, Bruttoprämien und Policengebühren sanken dagegen. Im laufenden Geschäftsjahr will Zurich Schweiz das Vertriebsnetz ausbauen und in die Vereinfachung der Prozesse investieren. Die mässigen Ertragsaussichten an den Kapitalmärkten dürften zu Prämienerhöhungen führen.
KEINE KRISE AUF DEM VELOMARKT: Im Jahr 2009 sind in der Schweiz 349'900 Fahrräder verkauft worden. Das sind 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen Boom erleben vor allem die Elektrovelos, Mit 24'000 Stück wurden 2009 fast doppelt so viele verkauft wie im Jahr zuvor (12'600). Aber auch Sport- und Citybikes sind gefragt. Das Velo sei der schlechten Wirtschaftslage im letzten Jahr "auf und davon" gefahren, teilte die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen mit. So wurden nicht nur deutlich mehr neue Fahrräder verkauft als im Vorjahr, sondern auch mehr Velos repariert und mehr Zubehör und Bekleidung verkauft.
UMSATZRENNTER GARTENZUBEHÖR: Der Schweizer Detailhandel ist im vierten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1 Prozent gewachsen. Für das Gesamtjahr resultiert jedoch ein leichtes Minus von 0,4 Prozent, wie das Marktforschungsinstitut GfK Switzerland mitteilte. Basis ist eine Erhebung bei über 30 Detailhändlern. Gefragter waren 2009 insbesondere Gartenaccessoires (+13%) und Druckerpatronen (+12%). Hohe Zuwachsraten erreichten trotz starkem Wettbewerb auch die IT-Hardware (+10%) wie Notebooks, Netbooks oder Monitore. Der Absatz an Fotoapparaten inklusive Zubehör nahm um 7 Prozent zu. Weniger verkauft wurden hingegen vorab Software (-17%) und unbespielte Tonträger (-13%).
MEHR UMSATZ BEI DOSENBACH-OCHSNER: Schuhe von Dosenbach und Ochsner waren im vergangenen Jahr gefragt: Der Umsatz des zur deutschen Deichmann-Gruppe gehörenden Unternehmens legte um 3 Prozent auf 882 Mio. Fr. zu. Der Absatz stieg um 4,3 Prozent auf 12,1 Millionen Paar Schuhe.
NEUER LIEFERANT: Die 43 Dorfläden der Genossenschaft Les Mini Marchés in der Nordwestschweiz lassen sich fortan von der Spar-Gruppe beliefern. Valrhône, die Vertriebsorganisation des Detailhändlers La Valaisanne, hat damit erneut Kunden verloren. Bereits im Dezember hat Spar vermeldet, ab Frühling die Belieferung der über 100 Detaillisten der Treffpunkt-Genossenschaft zu übernehmen. Auch diese gehörte bisher zum Vertriebsnetz von Valrhône.
STELLENABBAU BEI METALOR: Der Neuenburger Edelmetall-Spezialist Metalor Technologies will nach Angaben der Gewerkschaft Unia 110 Stellen streichen. Betroffen sei die Uhrendivision. Die Gewerkschaft ruft den Kanton auf, den betroffenen Angestellten zu helfen. Metalor Technologies hatte bereits vergangenen Juni 50 von damals noch 457 Stellen in der Schweiz abgebaut. Als Grund wurde der Einbruch der weltweiten Nachfrage im Uhren- und Schmuckmarkt angegeben. Metalor ist seit vergangenem September in Besitz der französischen Beteiligungsgesellschaft Astorg Partner.
NEXANS MIT UMSATZEINBRUCH: Die französische Nexans-Gruppe, die weltgrösste Kabelherstellerin, hat 2009 einen Umsatz von 5,04 Mrd. Euro erzielt. Die Verkäufe brachen im Vergleich zu 2008 um 26 Prozent ein. Der operative Gewinn der Gruppe belief sich auf 241 Mio. Euro. Die Schweizer Niederlassung mit 600 Angestellten in Breitenbach SO, Cortaillod NE und Cossonay VD hat eine Umsatzeinbusse in ähnlicher Höhe hinnehmen müssen. Ihr Umsatz belief sich auf 273 Mio. Franken.
BERUFUNG: Der deutsche Steuersünder, der vor einem Liechtensteiner Gericht 7,3 Mio. Euro erstritten hat, will mehr Geld sehen. Der von einem Datendiebstahl betroffene Immobilienhändler fordert 13,7 Mio. Euro und geht an die nächste Instanz. Der 68-jährige Immobilienkaufmann aus Bad Homburg werde Berufung gegen das Urteil des Landgerichts einlegen, sagte sein Rechtsvertreter auf Anfrage zu einer Online-Meldung der Tageszeitung "Liechtensteiner Vaterland". Der Kläger, der sein Geld in liechtensteinischen Familienstiftungen parkiert hatte, beschuldigt die frühere LGT Treuhand, ihn nach dem Datenklau eines ehemaligen Angestellten nicht rechtzeitig informiert zu haben. Neben dem Kläger will auch die mittlerweile in Fiduco umbenannte LGT Treuhand das Urteil beim Obergericht anfechten.
PEUGEOT CITROËN MIT MILLIARDENVERLUST: Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat das vergangene Jahr mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Der Fehlbetrag beläuft sich auf 1,161 Mrd. Euro, im Vorjahr hatte das Minus 363 Mio. Euro betragen. Dank der staatlichen Abwrackprämie in vielen Ländern erzielte PSA im zweiten Halbjahr jedoch einen operativen Gewinn in Höhe von 137 Mio. Euro. Nach einer schwierigen ersten Jahreshälfte blieb für das Gesamtjahr ein operativer Verlust von 689 Mio. Euro. Der Umsatz sank 2009 um 10,9 Prozent auf 48,42 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2010 solle das operative Konzernergebnis positiv ausfallen, betonte Konzern-Chef Philippe Varin. Dazu sollen Kostensenkungen sowie mehr Verkäufe vor allem in China und Lateinamerika beitragen.
AUCH HONDA RUFT AUTOS ZURÜCK: Nach Toyota holt auch der zweitgrösste japanische Autobauer Honda hunderttausende Autos in die Werkstätten zurück. Weltweit seien 440'000 Autos von fehlerhaften Airbags betroffen, teilte Honda mit. Zurückgerufen werden mehrere Modellreihen wie Accord und Civic aus den Baujahren 2001 und 2002, die meisten davon auf dem wichtigen US-Markt. Bei den Fahrzeugen müsse der Airbag-Auslöser auf der Fahrerseite ausgetauscht werden, hiess es. Europa sei von dem Rückruf nicht betroffen.
STIMMUNG IM EURO-RAUM STEIGT: Die griechischen Unternehmen rechnen im kommenden halben Jahr mit einer weiteren Verschlechterung ihrer Geschäfte und hinken damit dem positiven Trend in der restlichen Euro-Zone hinterher. Zugleich beurteilen sie auch ihre gegenwärtige Lage als einzige des Euro-Raumes düsterer als noch zum Jahresende 2009, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mitteilte. Im Rest der Euro-Zone stieg die Stimmung in den Chefetagen dagegen. Das Ifo-Geschäftsklima für die gesamte Euro-Zone erreichte mit 101,3 Punkten den höchsten Wert seit zwei Jahren.
WIEDER SCHWARZE ZAHLEN: Der deutsche Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat 2009 dank anziehender Werbeeinnahmen zum Jahresende wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Jahresüberschuss summierte sich auf 144,5 Mio. Euro nach einem Verlust von 129,1 Mio. Euro im Vorjahr. In den Monaten Oktober bis Dezember legte der Umsatz im Segment Free-TV im deutschsprachigen Raum im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent auf 547,3 Mio. Euro zu. Im Gesamtjahr fielen die Erlöse jedoch auf 2,76 (Vorjahr: 3,05) Mrd. Euro. Die Verschuldung sank zum Jahresende um 112 Mio. auf 3,3 Mrd. Euro.
WORTBRUCH: Der US-Nahrungsmittelriese Kraft macht sich schon kurz nach der Übernahme des britischen Schokoladen-Herstellers Cadbury in England unbeliebt. Trotz anderslautender Versprechen kündigte Kraft an, das Traditionswerk im südwestenglischen Somerdale zu schliessen. Damit gehen bis 2011 rund 400 Jobs verloren. Die britische Regierung und Gewerkschaften zeigten sich empört. Der Konzern Kraft, der Marken wie Philadelphia, Toblerone und Milka herstellt, hatte mehr als fünf Monate um den Schokoproduzenten Cadbury gekämpft.

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