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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 18. Februar 2010
MILLIARDENUMSATZ: Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB wartet auch im Krisenjahr 2009 mit schillernden Geschäftsergebnissen auf: Dank Aufträgen zum Aufbau neuer Energieinfrastruktur und massenhaft Bestellungen aus Schwellenländern sank der Konzerngewinn um nur 7 Prozent. Er belief sich auf 2,9 Mrd. Dollar und sank damit etwa gleich stark wie der Umsatz, der um 9 Prozent auf 31,8 Mrd. Dollar zurückging. Der Krise zum Trotz hat der Technologiekonzern sein Margenziel auch letztes Jahr erreicht. Ausgeglichen wurden die Umsatzeinbussen und der Preisdruck auf den Märkten mit einem Sparprogramm.
RÜCKKEHR: Swiss Re ist definitiv zurück in den schwarzen Zahlen. Der zweitgrösste Rückversicherer der Welt hat im vergangenen Jahr 506 Mio. Fr. Gewinn geschrieben. 2008 hatte der Konzern als Folge seiner Investment-Abenteuer 864 Mio. Fr. Verlust und Abschreibungen von rund 6 Mrd. Franken gemeldet. Beeinträchtigt wird das Jahresergebnis 2009 aber weiterhin: Wertberichtigungen vorwiegend auf verbrieften Produkten kosten 2 Mrd. Fr. und Bewertungsverluste auf Absicherungen von Unternehmensanleihen in Höhe schlagen mit 1,9 Mrd. Fr. zu Buche. Ohne diese Effekte würde Swiss Re an die Zeiten vor der Finanzkrise anknüpfen: 2007 hatte als der Konzern 4,16 Mrd. Fr. Gewinn ausgewiesen. Dank des höheren Eigenkapitals zahlt Swiss Re den Aktionären 1 Fr. Dividende pro Aktie aus, nach nur 0.10 Fr. im Vorjahr.
GEWINNSPRUNG: Die Swisscom hat 2009 trotz Umsatzrückgang und Preisdruck mehr Gewinn erzielt. Zum Renner entwickelten sich das iPhone und Swisscom TV. Der Reingewinn des grössten Schweizer Telekomkonzerns kletterte um 9,9 Prozent auf 1,925 Mrd. Franken. Grund für die Zunahme sind laut der Mitteilung vor allem tiefere Abschreibungen sowie das Wegfallen von Sonderbelastungen, die im Vorjahr aus der Auflösung von langfristigen Leasingvereinbarungen angefallen waren. Zudem reduzierte der Konzern die Investitionen um 3,1 Prozent und die Zahl der Mitarbeitenden um 464 auf noch 19'479. In der Schweiz fielen 109 von anfänglich 16'104 Vollzeitstellen weg. Die Dividende wird dagegen von 19 auf 20 Fr. pro Aktie erhöht, wovon vor allem die Eidgenossenschaft als Mehrheitsaktionärin profitiert.
REKORDGEWINN: Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat sich 2009 der Krise erfolgreich widersetzt. Trotz rückläufigem Auftragseingang und einem Umsatzrückgang von 9,5 Prozent erhöhte der Konzern den Reingewinn um 3,0 Prozent auf die Rekordhöhe von 653 Mio. Franken. Von einem schwierigen Jahr sprach Verwaltungsratspräsident Alfred Schindler an der Bilanzmedienkonferenz. "Aber die Götter waren gnädig!" Indem man frühzeitig Massnahmen gegen die Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs ergriffen habe, könne man "vernünftige Zahlen" präsentieren. Unter anderem baute Schindler in Ebikon LU Stellen ab und führte Kurzarbeit ein. Insgesamt ging die Zahl der Angestellten um 1626 auf 43'437 zurück.
ERHOLUNG: Nach einem dramatischen Einbruch des Aussenhandels im Krisenjahr 2009 sind erste Anzeichen einer zaghaften Erholung zu spüren. Im Januar hat sich der Abwärtstrend merklich verlangsamt. Die Ausfuhren sanken im Vergleich zum Vorjahr noch um 1,4 Prozent auf 14,4 Mrd. Franken. Bereinigt um die Teuerung, resultierte ein Rückgang um 3,6 Prozent. Die Einfuhren nahmen wertmässig um 4,9 Prozent auf 12,0 Mrd. Fr. ab. Teuerungsbereinigt (real) betrug der Rückgang 6,9 Prozent. Die Handelsbilanz wies einen markanten Überschuss von 2,4 Mrd. Fr. aus - ein Fünftel mehr als vor Jahresfrist.
UMSATZPLUS: Der grösste europäische Biochtech-Konzern Actelion hat 2009 ein Fünftel mehr umgesetzt. Der Gewinn stieg aber nur um zwei Prozent auf 311,3 Mio. Franken. Der Löwenanteil der 1,77 Mrd. Fr. Umsatz stammte aus den Verkäufen des Medikaments Tracleer, einem Bluthochruckmittel. Alleine mit diesem Produkt wurde ein Umsatz von 1,5 Mrd. Fr. erzielt, was um Währungseffekte bereinigt einer Zunahme von 19 Prozent entspricht. Auf operativer Ebene (non-GAAP cash EBIT, also ohne nicht-cashwirksame Belastungen wie laufende Forschungs-Projekte, Belastungen in Verbindung mit Aktienoptionen für Mitarbeitende sowie Amortisationen und Abschreibungen) blieben dem Unternehmen noch 567,9 Mio. Franken. Das sind 19 Prozent mehr als im Vorjahr.
WACHSTUM: Der Fleischverarbeiter Bell ist 2009 weiter gewachsen, aber magerer geworden: Übernahmen im Ausland haben den Gewinn ausgedünnt. Krise und Preisdruck schlugen zudem dort mehr zu Buche als in der Schweiz. Für das laufende Jahr ist Bell verhalten optimistisch. Der grösste Schweizer Fleischverarbeiter hat mit einem Nettoerlös von 2,548 Mrd. Fr. einen neuen Rekordumsatz erzielt. Das Plus um 31,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist drei Ausland-Übernahmen zu verdanken: die französische Poulette im Juli 2008 sowie die deutschen Zimbo im Dezember 2008 und Abraham im Dezember 2009. Goodwill-Abschreibungen haben indes den Jahresgewinn um 5,9 Prozent auf 55,56 Mio. Fr. gedrückt. Operativ lief es gut: Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 20 Prozent auf 95,0 Mio. Franken.
LOHNERHÖHUNG: Die Telekom-Firma Sunrise, die vor der Fusion mit Orange steht, erhöht die Lohnsumme auf den 1. April 2010 um 1,5 Prozent. Die Erhöhung erfolgt individuell und leistungsabhängig. Der Schritt erfolge trotz der negativen Jahresteuerung von 0,5 Prozent im vergangenen Jahr. "Damit drücken wir unsere Wertschätzung für die Mitarbeitenden aus, die zu einem sehr guten Jahresergebnis beigetragen haben", schreibt Sunrise-Chef Christoph Brand in einer Mitteilung.
STEIGERUNG: Europas zweitgrösster Versicherer Axa hat den Gewinn 2009 massiv gesteigert. Die Gesellschaft verdiente 3,61 Mrd. Euro. Das sind 283 Prozent mehr als im Vorjahr. Axa profitierte allerdings davon, dass - anders als 2008 - keine Sonderbelastungen aus der Krise anfielen. Der Umsatz des Konzerns sank vor allem wegen eines Einbruchs in der Vermögensverwaltung auf vergleichbarer Basis um 3,2 Prozent auf 90,1 Mrd. Euro.
RÜCKGANG: Der Luxuskonzern PPR, der unter anderem das Modelabel Gucci im Sortiment führt, musste im vergangenen Jahr beim Reingewinn (aus fortgeführten Geschäften) einen leichten Rückgang um 0,8 Prozent auf 712,4 Mio. Euro hinnehmen. Der Umsatz ging um vier Prozent auf 16,5 Mrd. Euro zurück. Wachsen konnte der Konzern vor allem in den Schwellenländern. Auch das Online-Geschäft lief den Angaben nach gut. PPR ist dabei, sich von seinem Detailhandelsgeschäft zu trennen.
WARNSTREIK: Ein fünfstündiger Warnstreik bei der Billigfluglinie Easyjet hat zu Flugausfällen in Berlin geführt. Insgesamt seien 14 Flüge wegen des Arbeitskampfes nicht gestartet. Dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zu den befristeten Arbeitsniederlegungen seien am deutschen Stammsitz der Fluglinie alle rund 65 Beschäftigten der Frühschicht gefolgt. Easyjet reagierte "enttäuscht, dass Verdi einen Weg gewählt hat, der den Passagieren schadet". Hintergrund der Warnstreiks ist der Streit um einen Mitbestimmungsvertrag nach deutschen Regeln für die 300 Easyjet-Beschäftigten in Berlin-Schönefeld, sie wollen einen Betriebsrat wählen.
TODESFALL: Der italienische Kaffee-König Emilio Lavazza, der sein Familienunternehmen in die weltweite Expansion führte, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Nach fast 40 Jahren zog sich Emilio Lavazza 2008 vom Chefposten zurück. Damals hatte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 1,12 Milliarden Euro erzielt. Emilio Lavazza führte das von seinem Grossvater Luigi 1895 im norditalienischen Turin gegründete Unternehmen nach dem Tod von Vater Guiseppe 1971 fast vier Jahrzehnte lang.

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