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Bern (awp/sda) - Dienstag, 23. März
KUONI MIT GEWINNEINBRUCH: Kuoni hat im vergangenen Jahr massiv unter Wirtschaftskrise, Schweinegrippe und Währungsschwankungen gelitten. Der Reingewinn schmolz von 151 Mio. auf 1,6 Mio. Franken. Immerhin blieb der grösste Schweizer Reisekonzern noch in den schwarzen Zahlen. Analysten hatten Schlimmeres befürchtet. Der Umsatz sank um ein Fünftel auf 3,894 Mrd. Franken, wie Kuoni bekannt gab. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte von 150,4 Mio. auf 15,1 Mio. Franken. Auf das Ergebnis drückten auch die Kosten von 30,2 Mio. Fr. für das Restrukturierungsprogramm. Ohne diese hätte Kuoni einen Betriebsgewinn von 45,3 Mio. Fr. erzielt, hiess es. Zudem hätten die starken Verluste der für Kuoni wichtigsten Währungen gegenüber dem Schweizer Franken 3,8 Mio. Fr. vom Betriebsgewinn weggefressen.
RIETER MIT VERLUST: Der Textilmaschinen- und Autozulieferkonzern Rieter verzeichnet für das Jahr 2009 einen Verlust von 217,5 Mio. Franken. In der zweiten Jahreshälfte hat Rieter damit besser abgeschlossen als im ersten Halbjahr, als der Verlust sich auf über 145 Mio. Fr. belaufen hatte. Im Vorjahr war der Konzernverlust mit 396,7 Mio. Fr. noch deutlich höher ausgefallen. Zurückzuführen sei die Ergebnisverbesserung im vergangenen Jahr auf die Programme zur Kostensenkung sowie zur Neuausrichtung der Strukturen und Prozesse im Konzern, hiess es in einer Medienmitteilung.
OC OERLIKON PLANT KAPITALSCHNITT: Beim Industriekonzern OC Oerlikon droht den Aktionären fast ein Totalverlust. Die ums Überleben kämpfende Gruppe plant einen Kapitalschnitt um rund 95 Prozent. Danach soll das Aktienkapital wieder auf die ursprüngliche Summe erhöht werden, wozu die Altaktionäre entsprechend Zeichnungsrechte erhalten. OC Oerlikon erwartet daraus neue Mittel im Umfang von rund 1 Mrd. Franken, wie das Unternehmen aufgrund entsprechender Mediengerüchte klarstellen musste. Die Verhandlungen mit den kreditgebenden Banken liefen weiter. Vorgesehen sei ein teilweiser Schuldenverzicht und eine Umwandlung von Schulden in Eigenkapital.
FINMA FORDERT GRIFFIGERE INSTRUMENTE: Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) will in der Too-Big-to-Fail-Problematik griffige Instrumente erhalten. Zwingende Eigenmittel- und Liquiditätsvorschriften seien das eine. Hinzu kommen müssten auch Regeln für Konzernstruktur und interne Kapitalflüsse. Bei systemrelevanten Banken bestehe heute der faktische Zwang für staatliche Rettungsmassnahmen, sagte FINMA-Direktor Patrick Raaflaub an der Präsentation des ersten Jahresberichts seiner Behörde. Damit falle ein zentrales Lenkungsinstrument des Marktes - die Konkursdrohung - dahin. In der Schweiz akzentuiere die Bilanzsumme der beiden Grossbanken im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt die Lage. Die heutigen Rahmenbedingungen entsprächen der Problematik nicht, der Gesetzgeber sei gefordert.
IWF LOBT SCHWEIZ: Der Internationale Währungsfonds (IWF) verteilt der Schweiz in seinem jährlichen Länderreport gute Noten: Die Wirtschaftskrise habe sie "relativ gut" überstanden. Der Währungsfonds warnt aber vor einem zu raschen Rückzug aus den Stabilisierungsmassnahmen. Die Leiterin des IWF-Konsultationsteams, Claire Waysand, lobte vor den Medien in Bern die "gut ausgestalteten" Stabilisierungsmassnahmen der Schweiz. Sie hielt aber fest, dass die Schweiz die Rezession auch dank einer starken Grundlage aus der Zeit vor der Krise gemeistert habe. Waysand weilte zur jährlichen IWF-Konsultation nach Artikel 4 in der Schweiz. Für die Zukunft empfiehlt der IWF Vorsicht beim Sparen.
ECONOMIESUISSE MÖCHTE VERTRAUEN SCHAFFEN: Die Wirtschaft hat seit der Finanzkrise einen schweren Stand in der Bevölkerung. Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse möchte dies ändern und das Vertrauen in die Wirtschaft wieder herstellen. Die Organisation ruft zu mehr unternehmerischer Verantwortung und Selbstvertrauen auf. Mit der Stimmungslage in der Gesellschaft verhalte es sich "wie bei einer starken, winterlichen Bise", sagte economiesuisse-Präsident Gerold Bührer. Die gefühlte Krise sei heftiger als die tatsächlich messbare. Die Wirtschaft habe durch die Finanzkrise einen grossen Vertrauensverlust erlitten. Dies habe zuletzt das Nein des Volkes gegen den BVG-Umwandlungssatz deutlich gemacht. Economiesuisse hatte sich im Abstimmungskampf für ein Ja eingesetzt.
LLB MIT WENIGER KUNDENGELDER: Die Liechtensteinische Landesbank LLB hat auch 2009 Kundengelder verloren: Der Druck auf den Finanzplatz Liechtenstein und Steueramnestien in mehrerern Ländern führten dazu, dass Kunden vor allem in der Privatbank-Sparte insgesamt 1 Mrd. Fr. abzogen, doppelt so viel wie im Vorjahr. Angesichts der Steuerdebatten sei es schwierig gewesen, neue Kunden zu gewinnen, schrieb die Bank im Bericht zum Jahresresultat. Die Kundenvermögen stiegen alles in allem aber dank der Erholung an den Finanzmärkten um 7,4 Prozent auf 49,5 Mrd. Franken.
CPH HÄLT GEWINN: Die Chemie + Papier Holding (CPH) hat 2009 trotz eines starken Umsatzrückganges den Gewinn fast halten können. Dank des verbesserten Finanzergebnisses und Liegenschaftsverkäufen sank das Nettoergebnis nur um 3,7 Prozent auf 29,5 Mio. Franken. Der Betriebsgewinn (EBIT) tauchte trotz sofort eingeleiteter Kostensenkungsmassnahmen um 73,5 Prozent auf 8,5 Mio. Franken, wie die CPH mitteilte. Die EBIT-Marge sank von 5,6 auf 1,8 Prozent. Die Abschwächung des Euro belastete den EBIT um 9,2 Mio. Franken. Der Umsatz schrumpfte um 15,5 Prozent auf 481,7 Mio. Franken.
ADVAL TECH MIT VERLUST: Die Berner Technologiefirma Adval Tech setzt ihre Verlustserie fort: Nachdem das auf Spritzguss- sowie Stanz- und Umformtechnologie spezialisierte Unternehmen schon 2008 mit 9,2 Mio. Fr. in den Miesen lag, folgt nun für 2009 ein Jahresverlust von 27 Mio. Franken. Die globale Rezession traf das Unternehmen hart und führte zu einem Umsatzrückgang von 29 Prozent: Adval Tech nahm in der Folge noch 297,7 Mio. Fr. ein, wie mitgeteilt wurde. Besonders schwer trug die Firma an der Krise der Autohersteller, für die sie neben der Medizinaltechnik- und Konsumgüterindustrie Zulieferer ist. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war mit -23,3 Mio. Fr. negativ, nachdem es mit -1,3 Mio. Fr. auch schon 2008 rot gewesen war. Zudem lasten Restrukturierungskosten auf der Firma. Der Stellenbestand sank im Jahresverlauf von 2838 auf 2573. Im August 2008 hatte Adval Tech noch 3488 Mitarbeiter.
MILLIARDENGESCHÄFT VERSANDHANDEL: Schweizerinnen und Schweizer haben 2009 laut einer Studie privat für 3,5 Mrd. Fr. Waren im Internet und über Kataloge bestellt. Inzwischen findet es die Mehrheit bequemer, Produkte online zu kaufen: Der Internet-Bestellanteil im Versandhandel liegt nun bei 51,5 Prozent. Bestellungen übers Telefon oder per Bestellkarte nähmen dagegen laufend ab, gab der Verband des Schweizerischen Versandhandels am Dienstag bekannt. Er hat in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GfK zum nunmehr zweiten Mal die Entwicklung des Schweizer Distanzhandels untersucht. Für rund 850 Mio. Fr. wurden privat Waren über Aktionsplattformen im Internet gehandelt, und für 500 Mio. Fr. Güter im Ausland bestellt. Geschäftskunden brachten dem Distanzhandel Einkünfte von 1,1 Mrd. Franken ein.
ALLIANZ SCHWEIZ MIT DEUTLICH WENIGER GEWINN: Beim Versicherer Allianz Suisse ist der Gewinn 2009 gemessen am Vorjahr um 17,1 Prozent auf 172,1 Mio. Fr. deutlich zurückgegangen. Hohe Restruktuierungskosten lasten auf dem Schweizer Geschäft des deutschen Versicherungsriesen. Die Prämieneinnahmen der Gruppe stiegen um 3,1 Prozent auf 3,75 Mrd. Franken, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Im Nichtleben-Geschäft, das bei Allianz Suisse prämienseitig etwa gleich gross ist wie das Lebengeschäft, entwickelten sich die Einkünfte rückläufig.
MCDONALD'S WEITERHIN BELIEBT: Den Schweizerinnen und Schweizer vergeht der Appetit auf Hamburger und Pommes Frites auch in Krisenzeiten nicht: Im letzten Jahr erzielte McDonald'sin der Schweiz einen Umsatz von 660,2 Mio. Franken, das sind 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt besuchten 98,7 Millionen Gäste eines der 148 Schnellrestaurants in der Schweiz, dies entspricht einem Zuwachs von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies teilte McDonald's Schweiz mit.
GOOGLE GEWINNT MARKENSTREIT: Der Internetkonzern Google haftet nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht grundsätzlich für Markenrechtsverstösse seiner Werbekunden. Der französische Luxusgüterkonzern Louis Vuitton (LVMH) verlor vor dem Luxemburger Gericht gegen das US-Unternehmen und seine französische Tochter. Google sei nicht dafür verantwortlich zu machen, wenn seine Werbekunden für bezahlte Anzeigen die Markennamen ihrer Konkurrenten nutzen, um sie auf eigene Angebotsseiten zu locken.

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