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TAGESÜBERSICHT WIRTSCHAFT

Dieser Inhalt wurde am 15. Oktober 2009 - 17:50 publiziert

Bern (awp/sda) - Donnerstag, 15. Oktober
GUTE AUSSICHTEN FÜR SCHWEIZER WIRTSCHAFT: Die Ökonomen der UBS rechnen für 2010 mit einem Wirtschaftswachstum in der Schweiz von 1,7 Prozent. Das Konjunkturbarometer der Grossbank zeigt schon fürs laufende Quartal nach oben. Es ist mit einem Wert von 0,2 Prozent erstmals seit dem vierten Quartal 2008 wieder im positiven Bereich. Der Indikator deutet damit auf ein leichtes Wachstum im vierten Quartal hin, teilte die UBS mit.
ROCHE PROFITIERT VON SCHWEINEGRIPPE: Der Basler Pharmakonzern Roche hat trotz Wirtschaftskrise in den ersten neun Monaten 2009 der Umsatz um 9 Prozent auf 36,4 Mrd. Fr. gesteigert. Dank des Grippemittels Tamiflu wuchs die Pharmasparte doppelt so schnell wie der Weltmarkt. Wegen der weltweiten Angst vor einer Schweinegrippe-Pandemie verzehnfachten sich die Tamiflu-Verkäufe im dritten Quartal nahezu auf 994 Mio. Franken. Für das Gesamtjahr hob der Basler Konzern die Umsatzerwartungen für Tamiflu von 2 auf 2,7 Mrd. Fr. an.
ZUFRIEDENE KANTONALBANKEN: Die 24 Schweizer Kantonalbanken haben ihre Marktposition weiter gefestigt. Der rekordhohe Zustrom neuer Kundengelder von 14 Mrd. Fr. im ersten Halbjahr 2009 beweise die Kundenzufriedenheit, so der Kantonalbankenverband. Die Wechselbereitschaft der eigenen Kunden sei gering. Die Institute spielten für eine Entspannung im Kreditmarkt eine wichtige Rolle und hätten den zeitweise ausgetrockneten Interbankenmarkt mittels Pfandbriefen gestützt, teilte der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) mit.
SCHWEIZ VORBILDLICH BEI INTEGRATION: In der Schweiz haben junge Erwachsene mit ausländischen Wurzeln bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als in anderen europäischen Ländern. Das geht aus einer OECD-Studie zu 16 OECD-Ländern hervor. Die Integration der "zweiten Generation" auf dem Arbeitsmarkt gelinge in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland und Österreich gut, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit. In den meisten europäischen Staaten haben die so genannten "Secondos" auf dem Arbeitsmarkt deutlich schlechtere Karten als ihre Kollegen mit mindestens einem im Inland geborenen Elternteil. In der Schweiz gibt es dagegen kaum Unterschiede.
RASCHE ERHOLUNG IN BASEL: Nach Ansicht der Experten von BAK Basel Econmics hat die Schweiz die Rezession überwunden. Bei der nun einsetzenden Erholung hat die Region Basel die Nase vorn, weil sie im krisenresistenten Pharma-Sektor eine Spitzenstellung einnimmt. Für die Region Basel sagen die Ökonomen von BAK Basel für 2010 ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent voraus, wie es an einer Tagung in Basel hiess. Demgegenüber prognostizieren sie für die gesamte Schweiz ein Wachstum von nur 0,5 Prozent.
STEUERSÜNDER MELDEN SICH VON SELBST: Für die amerikanische Steuerbehörde IRS hat sich die vor allem auf die UBS konzentrierte Jagd nach Steuersündern mit im Ausland versteckten Vermögen gelohnt. Nach Angaben von IRS-Chef Dough Shulman haben sich bisher rund 7500 Personen selbst angezeigt. Dabei seien Konten in 70 Ländern an den Tag gekommen, sagte Shulman am vor Medienvertretern. Darunter seien auch solche mit mehr als 100 Millionen Dollar Vermögen.
NOKIA RUTSCHT IN DIE ROTEN ZAHLEN: Der weltweit grösste Handyhersteller Nokia ist im dritten Quartal 2009 überraschend in die Verlustzone gerutscht. Hauptgrund waren Wertberichtigungen auf den gemeinsam mit Siemens betriebenen Mobilfunknetzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN). Der Reinverlust betrug von 913 Mio. Euro nach einem Überschuss von rund einer Milliarde vor einem Jahr, wie der finnische Konzern mitteilte. Der Konzernumsatz sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 19,8 Prozent auf 9,8 Mrd. Euro. Die Zahl verkaufter Mobiltelefone sank um 8 Prozent auf 108,5 Millionen Einheiten.
CITIGROUP MIT VERLUST: Die zu den grössten Verlierern der Finanzkrise gehörende US-Bank Citigroup ist im dritten Quartal erneut tief in die roten Zahlen gestürzt. Nach nur einem Quartal im Plus verbuchte der Finanzkonzern wieder einen Verlust von 3,2 Mrd. Dollar, wie die Bank mitteilte. Das Minus fiel damit weit höher aus als von Experten erwartet. Die Aktie reagierte im vorbörslichen US-Handel mit deutlichen Verlusten. Ein Jahr zuvor hatte der vergleichbare Verlust 2,9 Mrd. Dollar betragen.
ZOLLABBAU ZWISCHEN EU UND SÜDKOREA: Der Handel zwischen der EU und Südkorea dürfte künftig viel einfacher werden. Beide Partner haben in Brüssel ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Dieses muss aber noch von den einzelnen Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament abgesegnet werden. Wie die EU-Kommission mitteilte, werden europäische Warenexporteure jährlich 1,6 Mrd. Euro an Zöllen in dem asiatischen Land sparen. Die EU verzichtet ihrerseits auf 1,1 Mrd. Euro schwere Zölle für Importe aus Südkorea.
WIEDER SELBSTMORD BEI FRANCE TÉLÉCOM: Beim französischen Telefonanbieter France Télécom hat sich ein weiterer Mitarbeiter das Leben genommen. Der 48-jährige Ingenieur habe sich in seinem Haus in der Bretagne erhängt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Es ist der 25. Selbstmord binnen 20 Monaten bei dem noch teilweise in Staatsbesitz befindlichen Konzern. Die Gewerkschaften machen für die Serie den rasanten Unternehmensumbau verantwortlich, durch den viele Beschäftigte versetzt würden und die Arbeitsorganisation stark verändert werde.

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