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Tamedia 2009: Umsatz 765,9 Mio CHF (AWP-Konsens: 769,3 Mio); Dividende 1,50 CHF

Dieser Inhalt wurde am 15. April 2010 - 08:00 publiziert

Zürich (awp) - Die Tamedia AG hat im vergangenen Geschäftsjahr 2009 einen um 13,9% tieferen Umsatz von 765,9 (VJ 890,1) Mio CHF erwirtschaftet. Der EBITDA verminderte sich um 45,5% auf 91,7 (168,1) Mio CHF. Der EBIT ging um 61,3% auf noch 51,6 (133,6) Mio CHF zurück, die entsprechende Marge reduzierte sich auf 6,7% nach 15,0% in der Vorjahresperiode. Unter dem Strich schliesslich verblieb ein um 55,8% geringerer Konzerngewinn von 46,7 (105,8) Mio CHF, wie das Zürcher Medienhaus am Donnerstag mitteilte.
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer auf 1,50 (3,00) halbierten Dividende vor.
Die ausgewiesenen Zahlen liegen bezüglich Profitabilität deutlich über den Erwartungen. Gemessen am AWP-Konsens hatten Analysten einen Umsatz von 769,3 Mio CHF sowie einen EBIT von 18,9 Mio prognostiziert.
Tamedia habe dank der positiven Entwicklung der Zeitschriften und der Onlinemedien sowie verschiedener Kostensenkungsmassnahmen 2009 ein befriedigendes Ergebnis erzielt, so die Mitteilung weiter. Insbesondere im zweiten Semester hat der Konzern deutlich besser abgeschnitten hat als noch in den ersten sechs Monaten. So betrug der ausgewiesene EBIT zum Halbjahr noch 3,5 Mio CHF, der Gewinn lag auf 0,8 Mio. Insgesamt habe das Geschäftsjahr unter dem Eindruck eines rückläufigen Werbemarktes gestanden, schreibt die Gruppe.
Mit Blick auf die laufende Periode erwartet Tamedia, dass sich die leichte wirtschaftliche Erholung noch nicht in einem deutlichen Wachstum der Werbeausgaben niederschlägt. Die Arbeitslosenquote dürfte trotz eines leichten Wirtschaftswachstums weiter steigen. Tamedia geht auf dieser Basis von rückläufigen Werbeumsätzen in den Mediengattungen Zeitungen und Zeitschriften aus. Eine eigentliche Trendwende auf dem Werbemarkt erwartet das Unternehmen weiterhin erst für Ende des Jahres oder für das Folgejahr.
Auf die Generalversammlung tritt Robert Karrer altershalber aus dem Verwaltungsrat zurück.
Zusätzlich gaben die Medienhäuser Tamedia, NZZ sowie Zürichsee Medien AG heute eine umfassende Neuordnung ihrer Beteiligungen bekannt. So übernimmt die NZZ via die FPH Freie Presse Holding von Tamedia die Thurgauer Zeitung. Im Gegenzug verkauft die NZZ der Tamedia ihre Beteiligung an der Zürcher Landzeitung. Darüber hinaus trennt sich die Verlegerfamilie Gut von ihrer Mehrheitsbeteiligung an der Zürichsee Zeitung und verkauft diese an Tamedia.
gab/uh

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