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Bern (awp/sda) - Die Berner Privatsender TeleBärn und Capital FM haben gefasst auf die Nachricht reagiert, dass ihr Zürcher Besitzer Tamedia sie bald verkaufen könnte.
"Aus unserer Sicht ist das eher positiv", sagte Peter Scheurer, Programmchef des Radiosenders Capital FM, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. "Das ist für uns auch eine Chance."
Zwar sei es schade, das nun schon wieder ein Eigentümerwechsel bevorstehen könnte, zumal Capital FM erst 2006 den heutigen Namen erhalten habe. Doch wenn der neue Besitzer eine kleinere Gesellschaft sei, könne sich diese wohl besser auf das Radio fokussieren als ein so grosser Konzern wie Tamedia.
Für die TeleBärn-Mitarbeiter kam die Nachricht aus Zürich ebenfalls "nicht aus heiterem Himmel", wie Programmleiter Patrick Teuscher versicherte. Die Redaktion habe die Ankündigung erwartet.
Schliesslich sei in einem Medienbericht vor einiger Zeit bereits erwähnt worden, dass Tamedia den Verkauf der Zürcher Sender Radio 24 und TeleZüri erwäge. Das habe für Bern den Schluss nahe gelegt, dass sich Tamedia auch von den Bernern Sendern trennen könnte.
Mögliche Kaufinteressenten hielten sich am Dienstag bedeckt. So räumte Ringier Schweiz ein, dass der Verlag im Moment den Ausbau seiner TV-Aktivitäten erwäge und deshalb den Markt sondiere.
Ringier-Sprecher Edi Estermann wollte sich aber nicht konkret zu TeleBärn äussern. "Es gibt mehrere Fernsehsender, die wir uns anschauen", sagte Estermann. Zu Capital FM sagte er lediglich, der Sender stehe "im Moment nicht auf unserem Radar". Schliesslich sei man mit Radio Energy schon gut in Bern verankert.
Auch das Bieler Verlagshaus W. Gassmann liess sich nicht auf die Äste hinaus. Kontakte bestünden keine, und man habe sich den Kauf von TeleBärn oder Capital FM bislang auch gar nicht überlegt, sagte Marcel Geissbühler, Gesamtleiter Medien. "Wir schliessen aber nie etwas völlig aus."
Die Aargauer AZ Medien Gruppe liess sich ebenfalls nicht in die Karten blicken. "Wir wollen uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht äussern", sagte Mediensprecherin Eva Keller.
Offen ist, ob Capital FM und TeleBärn zusammen verkauft werden könnten oder ob sie verschiedene Käufer fänden. Die Möglichkeiten der Verlagshäuser sind jedenfalls eingeschränkt: Sie dürfen gemäss Gesetz maximal zwei Radio- und zwei TV-Konzessionen besitzen.
Bei Ringier hätte es theoretisch Platz für TeleBärn. Im Radiobereich hält der Verlag bereits 51 Prozent an Energy Zürich und 100 Prozent an Energy Bern.
Die Bieler W. Gassmann AG ist ihrerseits gemeinsam mit dem Büro Cortesi und Radio Canal 3 an TeleBielingue beteiligt. Die AZ Medien Gruppe schliesslich hält 100% von Radio 32 und Tele M1. Dazu kommt eine Minderheitsbeteiligung bei Radio Argovia.
Denkbar ist auch, dass sich branchenfremde Investoren für TeleBärn und Capital FM interessieren könnten. Im Fall der Zürcher Tamedia-Sender brachte die "HandelsZeitung" bereits im Februar "Interessenten aus dem Umfeld der SVP" ins Spiel.
dl

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