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Zürich (awp) - Die Tamedia AG hat ihren Umsatz im ersten Semester 2010 trotz gesamthaft stagnierender Werbeinvestitionen leicht gesteigert. Stark verbessert präsentiert sich das Ergebnis der Gruppe. Hier entfalten insbesondere die ergriffenen Kostensenkungsmassnahmen ihre Wirkung. Knapp 11 Mio CHF zum Ergebnis trugen die übernommenen Schweizer Aktivitäten von Edipresse bei. Die ausgewiesenen Zahlen liegen deutlich über den Markterwartungen.
Der Umsatz von Tamedia stieg im ersten Halbjahr um 2,4% auf 386,4 Mio CHF. Der Betriebsaufwand der Gruppe verringerte sich dank den im Vorjahr ergriffenen Kostensenkungsmassnahmen um 8,8% auf 320,4 Mio CHF. Der EBIT verbesserte sich so um über 400% auf 48,8 Mio CHF, die entsprechende Marge stieg auf 12,6% nach 2,4% im Vorjahr. Die Zahlen des Vorjahres wurden dabei sowohl für den Umsatz wie auch für den EBIT angepasst. Das Konzernergebnis schliesslich erhöhte sich auf 52,5 (VJ 0,8) Mio CHF, wie das Medienhaus am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt.
Für die weitergeführten Bereiche resultierte ein Gewinn von 49,9 (5,7) Mio CHF. Darin enthalten ist ein Beitrag von 10,8 Mio CHF aus der neu erworbenen Beteiligung von 49,9% an der Presse Publications SR S.A. (PPSR), die die wesentlichen Schweizer Medienaktivitäten von Edipresse umfasst. Nicht mehr berücksichtigt sind dagegen insbesondere die Aktivitäten der Thurgauer Zeitung, die Mitte April 2010 an die NZZ-Mediengruppe veräussert wurden.
Insgesamt hätten sich die Werbeinvestitionen, die seit Juni 2008 kontinuierlich abnahmen, im ersten Halbjahr auf deutlich tieferem Niveau stabilisiert. Einzelne Monate hätten im Vorjahresvergleich steigende Werbeinvestitionen gebracht. Erneut rückläufig haben sich dagegen die Stellenanzeigen entwickelt. Insgesamt rechnet Tamedia auch für die nächsten Monate mit weitgehend stabilen Werbeinvestitionen.
Im grössten Geschäftsfeld Zeitungen stieg der Umsatz leicht um 0,4% auf 255,0. Das Wachstum wird dabei insbesondere auf die erstmals berücksichtigten Titel Zürcher Unterländer und Zürichsee-Zeitung sowie auf 20 Minuten und die SonntagsZeitung zurückgeführt. Erneut rückläufige Umsatztendenz wiesen dagegen die Berner Zeitung und der Tages-Anzeiger auf. Der EBIT des Geschäftsfeldes verbesserte sich auf 28,5 (-3,7) Mio CHF, die Marge betrug 11,2%. Auch die regionalen Tageszeitungen von Tamedia hätten das erste Halbjahr mit einem knapp ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen, so die Mitteilung.
Stark gewachsen ist das Geschäftsfeld elektronische Medien. Der Umsatz nahm hier dank den Onlinemedien um 25,7% auf 52,8 Mio CHF zu. Der EBIT verbesserte sich auf 0,4 (-3,1) Mio CHF. Keinen Ergebnisbeitrag leisteten die Radio- und Fernsehaktivitäten, welche hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien.
Die Zeitschriften steigerten ihre Erlöse minim um 0,6% auf 48,7 Mio CHF. Der EBIT legte dagegen deutlich auf 9,2 Mio von 3,6 Mio CHF im Vorjahr zu, die Marge verbesserte sich auf 19,0 (7,4)%. Im Geschäftsfeld Services schliesslich verringerten sich die Umsätze als Folge der noch einmal tieferen Volumina im Zeitungsdruck um 18,4% auf 99,4 Mio CHF.
Mit Blick nach vorne stehe für Tamedia in den nächsten Monaten neben dem Zusammenschluss mit den Schweizer Medienaktivitäten von Edipresse insbesondere die Zukunft der Zürcher Regionalzeitungen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit den Partnern würden derzeit mögliche Kooperationen geprüft. Wie bekannt, haben die Parteien bereits entschieden, ihr Anzeigengeschäft ab 2011 gemeinsam zu betreiben. Bis Ende 2010 sollen weitere Projekte abgeschlossen werden.
Darüber hinaus sollen die Online-Engagements aus eigener Kraft wie auch mit Übernahmen weiter ausgebaut werden.
Tamedia rechnet weiterhin damit, dass die kommerzielle Werbung bis Ende 2010 lediglich leicht wachsen werde und geht frühestens 2011 von einer stärkeren Zunahme aus. Bei den Stellenanzeigen erwartet die Gruppe eine eher negative Entwicklung, wie den Präsentationsunterlagen zur Halbjahreskonferenz zu entnehmen ist.
gab/cc

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