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Telefonica mit Umsatzplus - Operativer Gewinn enttäuscht

Dieser Inhalt wurde am 13. Mai 2010 - 14:07 publiziert

MADRID (awp international) - Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat im ersten Quartal trotz leicht gestiegener Umsätze operativ weniger verdient als vor einem Jahr. Abermals sorgte das Geschäft in Lateinamerika für höhere Erlöse und glich die Rückgänge im spanischen Heimatmarkt aus. Die deutsche Tochter O2 hingegen setzte ihren kräftigen Wachstumskurs im hart umkämpften deutschen Mobilfunkmarkt fort. Die im EuroStoxx 50 notierte Aktie verlor am Mittag fast zwei Prozent ihres Werts.
Insgesamt wuchs im Konzern der Umsatz in der Zeit zwischen Januar und März um 1,7 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (OIBDA) ging konzernweit allerdings überraschend stark um 4,1 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich verdiente der Konzern 1,65 Milliarden Euro. Das waren zwar zwei Prozent mehr als vor einem Jahr, aber weniger als von Experten erhofft.
Telefonica bestätigte die Prognose für den Gewinn je Aktie im laufenden Jahr sowie die mittelfristigen Ziele für den operativen Gewinn und die Dividendenpolitik. Demnach peilen die Spanier für 2010 eine Dividende von 1,40 Euro an. Bis 2012 sollen es mindestens 1,75 Euro sein.
Die deutsche Tochter O2 konnte zwischen Januar und März ihre Zahl der Mobilfunkkunden um 9,4 Prozent auf 15,9 <Millionen weiter steigern. Das waren unter dem Strich 357.000 neue Kunden. Damit habe sich O2 besser geschlagen als die Wettbewerber und zudem vom Boom des mobilen Internets profitiert, hiess es in der Mitteilung. Der Umsatz kletterte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 8,8 Prozent auf 1,074 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg um 19,4 Prozent auf 241 Millionen Euro.
Nicht nur durch die Übernahme der früheren Telecom-Italia-Tochter Hansenet kletterte die Zahl der DSL-Kunden kräftig auf nun 2,4 Millionen. Schwächer fiel indes im Mobilfunkgeschäft der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (ARPU) aus. Er sank um 6,6 Prozent auf 14,80 Euro. O2 hat in jüngster Zeit viele Kunden mit seinem Tarif ohne monatliche Grundgebühr oder feste Laufzeiten gewonnen. Dadurch gerät diese Kennzahl unter Druck, obwohl das Unternehmen insgesamt mehr einnimmt./stb/stw

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