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Teures Kerosin treibt Air Berlin tiefer in die Verlustzone

BERLIN (awp international) - Teures Kerosin und die Unruhen in Nordafrika haben die Fluggesellschaft Air Berlin im ersten Quartal tiefer in die roten Zahlen getrieben. Trotz gestiegener Umsätze stand unter dem Strich ein Verlust von 121 Millionen Euro, wie Deutschlands zweitgrösste Fluglinie am Mittwochabend überraschend mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte sich das Minus auf rund 94 Millionen Euro belaufen. Bei Fluglinien und Reiseveranstaltern ist das erste Quartal generell schwach. In diesem Jahr schlug sich zudem nieder, dass die wichtige Reisezeit um Ostern komplett in den April fiel.
Der Quartalsumsatz legte zwar um neun Prozent auf 752 Millionen Euro zu. Der hohe Ölpreis liess die Betriebskosten jedoch um fast 19 Prozent anschwellen. Kerosin gilt bei Fluggesellschaften als einer der wichtigsten Kostenblöcke. Der operative Verlust (EBIT) der Gesellschaft verdoppelte sich fast: Er stieg um 91 Prozent auf 188 Millionen Euro.
Verzerrt wird die Entwicklung durch die österreichische Fluggesellschaft Niki, die erst seit Mitte 2010 zu Air Berlin gehört. Wäre sie im Vorjahr bereits in den Konzernzahlen enthalten gewesen, wäre der operative Verlust jetzt um rund 77 Prozent gestiegen. Ihren Quartalsbericht will Air Berlin wie geplant am Mittwoch (18. Mai) vorlegen./stw/he

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