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Textil- und Bekleidungsindustrie hofft auf den Aufschwung

Die Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie blickt mit dem Konjunkturaufschwung optimistischer in die Zukunft. 1999 sank der Umsatz wegen Überkapazitäten, Konkurrenz aus Billiglohn-Ländern und Konsumflaute um 2,7 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken.

Dieser Inhalt wurde am 10. Februar 2000 - 10:57 publiziert

Die Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie blickt mit dem Konjunkturaufschwung wieder optimistischer in die Zukunft. 1999 sank der Umsatz wegen Überkapazitäten, Konkurrenz aus Billiglohn-Ländern und Konsumflaute um 2,7 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken.

Der Textilverband Schweiz stellte an der Jahrespressekonferenz vom Donnerstag (10.02.) in Zürich den wieder gefundenen "verhaltenen Optimismus" in den Vordergrund. Auch wenn die statistischen Werte in vielen Bereichen negativ seien, so könne nach den letzten Wochen doch eine eindeutige Tendenz zur Besserung festgestellt werden.

Auf dem Binnenmarkt zeige sich ein spürbarer "modischer Nachholbedarf", bei dem Farbe wieder gefragt sei. Mit einem günstigen Wechselkurs gegenüber Dollar und Euro, Innovation und schnellem Handeln seien die Chancen im weltweit hart umkämpften Markt heute durchaus wieder gegeben.

Die anhaltende Dollarstärke verbessere die Exportchancen in die Überseemärkte und verteuere die Importe aus Fernost. Im Interesse gleich langer Spiesse mit der EU-Konkurrenz brauche die Branche aber noch einen besseren Marktzutritt beziehungsweise neue Freihandelsverträge.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie spüre weiterhin die Folgen des Abseitsstehens von EWR und EU, müssten die Erzeugnisse doch vermehrt "just in time" ausgeliefert werden, was durch Grenzformalitäten verzögert werde. Nachteile gibt es laut Verband unter anderem auch beim passiven Veredelungsverkehr mit der EU, wo diese die Länder mit Präferenzabkommen aus zolltechnischen Gründen bevorzugten.

Laut Verband hält zugleich der Druck zu Rationalisierung und Automatisierung in der kapitalintensiven Textilindustrie an. In der arbeitsintensiven Bekleidungsindustrie werde mit einer Stagnation der nationalen Produktion gerechnet, so dass hier zusätzliche Umsätze nur durch Auslagerungen zu erzielen seien.

1999 erarbeitete die Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie in rund 400 Betrieben einen Umsatz von 4,3 Milliarden Franken. Dies entspricht einem wertmässigen Rückgang um 2,7 Prozent. Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent, die Importe um 1,1 Prozent.

Über 80 Prozent der Produktion wurde exportiert, vorwiegend in die EU,zunehmend aber auch in die USA und nach Japan. Die Auslastung der verbliebenen Produktionskapazitäten betrug 80 Prozent. Die Zahl derBeschäftigten sank um 6,1 Prozent auf 26'000 Personen. Das in vielen Bereichen unbefriedigende Ergebnis sei unter anderem durch weltweite Überkapazitäten, starke Konkurrenz aus den Billiglohn-Ländern und einen knallharten Verdrängungswettbewerb bedingt.

SRI und Agenturen

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