Thema Postbank noch nicht vom Tisch

Die Gewerkschaft Kommunikation will mit einem Volksbegehren der Post-Tochter PostFinance zu einer Banklizenz verhelfen. Gewinne aus dem Bankgeschäft dürften nur zur Finanzierung des Service public verwendet werden.

Dieser Inhalt wurde am 10. Mai 2009 - 20:02 publiziert

Die Delegierten werden Mitte Juni über die vom Präsidium vorgeschlagene Initiative befinden, erklärte Gewerkschafts-Präsident Alain Carrupt im Westschweizer Radio. Damit will die Gewerkschaft das bestehende Poststellen-Netz erhalten, das von einer Ausdünnung bedroht ist.

Auch die SP liebäugelt mit einer Post-Initiative. Gemäss Carrupt geht diese Idee in die richtige Richtung, verbindet aber nicht das Poststellennetz mit der Bank. Die Gewerkschaft Kommunikation verlangt eine Definition für den Universaldienst der Post. Dabei sei eine Postbank eines der Mittel, um dessen Finanzierung zu ermöglichen.

Zudem befürworte die Gewerkschaft eine Postbank, die ganz in Händen der Post bleibt. Die Gewerkschafts-Initiative wolle zunächst einmal den Poststellenabbau stoppen, sagte Carrupt.

Post-Präsident Claude Béglé begrüsste in einer Stellungnahme "die grundsätzlich mit der Lancierung einer Initiative verbundene offene Diskussion über die zukünftige Rolle der Post in der Gesellschaft".

Der Bundesrat hatte die Erteilung einer Banklizenz an PostFinance vergangene Woche abgelehnt.

swissinfo.ch und Agenturen

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