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FRANKFURT (awp international) - Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz sagt der Stahlbranche kurz vor seinem Wechsel in den Ruhestand eine starke Zukunft voraus. "Stahl werde der zentrale industrielle Werkstoff bleiben", erklärte der dienstälteste Dax-Chef in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Freitag). Nach dem Rekordverlust des Vorjahres werde Schulz den Aktionären in einer Woche einen Gewinn von einer Milliarde Euro präsentieren. Schulz wird am 21. Januar mit Ablauf der Hauptversammlung den Stab als Vorstandsvorsitzender von Thyssen-Krupp an den früheren Siemens-Vorstand Heinrich Hiesinger übergeben.
Einer der Krisenschäden lastet demnach aber noch schwer auf dem Konzern. Es ist der Aufbau von 3,5 Milliarden Euro Finanzschulden. Diese sind vor allem den beiden neuen Stahlstandorten in Amerika geschuldet. In der Euphorie steigender Gewinne hatte Thyssen-Krupp 2006 beschlossen, in Amerika für mehr als sechs Milliarden Euro eine neue Hütte sowie Walzwerke und Veredelungsbetriebe zu errichten. Die Investitionen in die neue Stahlhütte im brasilianischen Bundesstaat Rio und die Walz- und Veredelungswerke in Alabama sind auf fast 9 Milliarden Euro angeschwollen. Die Weltwirtschaftskrise hatte den Werkstoff- und Technologiekonzern hart getroffen. Dem Rekordergebnis folgte ein Rekordverlust. Seither ist striktes Sparen angesagt. Die Belegschaft schrumpfte binnen zwei Jahren auf 177.000 Beschäftigte.
Schulz erwartet, dass der für den Nafta-Raum zunächst geplante Marktanteil bei Qualitätsflachstahl von fünf Prozent schon im Geschäftsjahr 2012/2013 erreicht wird. Spätestens 2013 sollen die beiden neuen Werke Erträge abwerfen. Qualitätsstahl werde noch sehr lange ein wichtiger Bestandteil des Konzerns bleiben. Den Umbau des seit Krisenausbruch schlechten Werftengeschäftes zu einem U-Boot-Hersteller und Ingenieurhaus für Überwasserschiffe sieht Schulz kurz vor dem Abschluss. Er erwartet, dass noch in diesem Quartal die Partnerschaft im Überwasserschiffbau mit Abu Dhabi Mar besiegelt wird./ep/tw

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