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ESSEN (awp international) - Der Aufsichtsrat des grössten deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp hat grünes Licht für den geplanten Konzernumbau gegeben. "Die Entscheidung des Aufsichtsrats macht den Weg frei, ThyssenKrupp wettbewerbsfähig und nachhaltig in die Zukunft zu führen", sagte Unternehmenschef Heinrich Hiesinger am Freitag in Essen laut einer Mitteilung. Ziel sei es, die auf 6,5 Milliarden Euro gestiegene Verschuldung des Konzerns zurückzuführen und so Spielräume für neues Wachstum zu schaffen.
Mit dem tief greifenden Umbauprogramm will der seit Januar amtierende Vorstandschef sich von Unternehmensteilen mit einem Umsatz von rund zehn Milliarden Euro und von 35.000 der rund 180.000 Beschäftigten trennen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.
Wachstumschancen sieht Hiesinger vor allem in den Schwellenländern und bei innovativen Technologien rund um die Themen Energie- und Ressourceneffizienz, Infrastruktur und nachhaltige Konsum- und Industriegüter. "Die Welt hat nicht nur Bedarf nach 'mehr', sondern braucht vor allem 'bessere' Lösungen, um den Bedarf zu decken", sagte Hiesinger. "Mit unserem herausragenden Ingenieurwissen können wir beiden Anforderungen gerecht werden."
Der frühere Siemens-Manager kündigte an, in den kommenden Jahren "mehrere Milliarden Euro" investieren zu wollen. Konkret kündigte er die Modernisierung der europäischen Stahlanlagen an. In der Aufzugsparte will ThyssenKrupp das Servicegeschäft durch Übernahmen ausbauen./enl/tw

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