Tibeter fordern Untersuchung

Die von der Polizei angeordnete Entfernung einer tibetischen Flagge aus einem Davoser Geschäft schlägt hohe Wellen. Neben einer Aussprache mit Bundespräsident Hans-Rudolf Merz fordern zwei Tibeter Organisationen eine Untersuchung des Vorfalls sowie eine Stellungnahme der Bündner Kantonsregierung.

Dieser Inhalt wurde am 30. Januar 2009 - 19:01 publiziert

Am Mittwoch war der chinesische Premierminister Wen Jiabao am Weltwirtschaftsforum zu Besuch. Gleichentags musste eine Davoser Geschäftsinhaberin auf polizeiliche Anordnung eine tibetische Fahne aus dem Schaufenster nehmen.

Für die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft GSTF und den Verein Tibeter Jugend in Europa VTJE ist der Vorgang ein "Skandal".

Der Vorfall verletzte die Gefühle der tibetischen Bevölkerung in der Schweiz, teilten die Organisationen am Freitag mit. In Tibet werde man für das Zeigen der Fahne verhaftet. Dass die Flagge nun auch in der Schweiz in einem privaten Raum nicht gezeigt werden dürfe, sei der Tradition des Landes als Rechtsstaat unwürdig.

Es werde eine Untersuchung geben, wie Walter Schlegel, Sprecher des WEF-Ausschusses der Bündner Regierung, am Freitag sagte. Die Bündner Justizdirektorin Barbara Janom Steiner will sich wegen der entfernten Tibet-Flagge vorerst nicht entschuldigen. Sie wolle zuerst die Ergebnisse der
Untersuchung abwarten, hiess es am Samstag.

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