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(Erste Meldung ausgebaut)
Moutier (awp) - Der Drehmaschinenhersteller Tornos hat im Geschäftsjahr 2010 erneut rote Zahlen geschrieben, allerdings konnten die Verluste gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Der Betriebsverlust auf Stufe EBITDA sank auf 9,7 (VJ Verlust 25,8) Mio CHF, beim EBIT ging er auf 13,5 (-30,5) Mio CHF zurück. Nach drei Verlustquartalen wurde im vierten Quartal beim EBIT eine kleiner Gewinn erzielt. Der Reinverlust belief sich insgesamt noch auf 18,1 Mio CHF nach 29,6 Mio CHF im Vorjahr.
Verbesserungen erzielte Tornos auch bei der Marge. Die konjunkturelle Erholung zeichnet sich in der Bruttomarge ab, die im vergangenen Jahr auf 27,0% von 23,0% anstieg. Die EBIT-Marge verbesserte sich derweil auf -8,4% nach -26,7% im Jahr 2009, heisst es am Montag in einer Mitteilung.
Das Eigenkapital lag per Ende 2010 bei 111,5 (Ende 2009 125,4) Mio CHF. Dies entspricht 53,0 (67,8)% der Bilanzsumme von 210,5 (185,0) Mio CHF. Die Nettoverschuldung der Gruppe belief sich auf 38,7 Mio nach 24,6 Mio CHF. Angaben zu einer Dividende werden keine gemacht. Bisher war das Geschäftsjahr 2007 das einzige, für welches eine Dividende (damals 0,50 CHF) bezahlt wurde.
Bereits Anfang Februar hatte die Gruppe den Umsatz für 2010 bekanntgegeben. Er kletterte um 40,0% auf 160,1 (VJ 114,4) Mio CHF und der Bestellungseingang um 151,2% auf 214,7 (85,5) Mio CHF. Alle Regionen und relevanten Marktsegmente hätten sich im Lauf von 2010 von der Rezession erholt, hiess es damals.
Auf Ende 2010 habe die Tornos-Gruppe die drei Jahre andauernde Rezession hinter sich gelassen, so die Mitteilung am Montag weiter. Die Talsohle des Konjunkturzyklus sei Mitte 2009 erreicht worden und seit dem ersten Quartal 2010 verzeichnete die Gruppe einen positiven Trend. Die Krise sei inzwischen überwunden und der Aufschwung robust. Den einzig negativen Punkt stellte laut Tornos die Entwicklung der Wechselkurse dar, die nicht vollständig auf die Preise umgelegt werden konnte.
Der Aufschwung sei zunächst in Asien spürbar gewesen und später dank den Aktivitäten in der Medizinaltechnik auch in den USA. Weiter habe der Aufschwung in der Autoindustrie das Geschäft in den südeuropäischen Staaten angekurbelt, während der Aufschwung im restlichen Europa in der zweiten Jahreshälfte folgte.
Nach Marktsegmenten sei der von der Rezession am wenigsten betroffene Medizinalbereich schon zu Beginn des Jahres wieder auf ein normales Niveau zurückgekehrt, schreibt Tornos. Im Automobilbereich war die Geschäftstätigkeit bereits im ersten Quartal zufriedenstellend und entwickelte sich während der folgenden Quartale stark. Die Elektronik- und Mikrotechnikmärkte, insbesondere die Uhrenindustrie, erholten sich erst gegen Ende des Jahres.
Die positive Entwicklung beim Auftragseingang in den vergangenen Monaten und eine grosse Anzahl neuer Projekte geben Tornos Grund zu Optimismus. Die Krisenzeit sei für die Entwicklung neuer Produktplattformen genutzt worden, so dass die Produktpalette bereits 2011 um mehrere Maschinen erweitert werde. Auf der anderen Seite führen der hohe Kurs des Schweizer Frankens und die wirtschaftlich instabile Lage in Europa zu einer gewissen Zurückhaltung bei den Prognosen.
Unter der Annahme einer stabilen Konjunktur erwartet die Gruppe den Umsatz im Jahr 2011 in einer Bandbreite von 250 Mio und 300 Mio CHF. Darauf aufbauend sei mit "stark positiven" Ergebnissen zu rechnen, die jedoch durch die Entwicklung der Wechselkurse in hohem Mass beeinflusst werden können.
Derzeit erarbeite Tornos einen Strategieplan für die Periode 2011 bis 2016. Einzelheiten zum Plan will die Gruppe im kommenden Herbst veröffentlichen.
mk/ps

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