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Tote Herzen schlagen länger

Eine Herztransplantation ist auch mit einem ungekühlten Organ möglich, das seit 40 Minuten nicht mehr schlägt: Für diesen Nachweis ist ein Forscherteam des Berner Inselspitals in Genf ausgezeichnet worden.

Die Europäische Gesellschaft für Herz-, Thorax- und Gefässchirurgie (EACTS) vergab den ersten Preis für Jungforscher an das Berner Team unter Forschungsleiter Hendrik Tevaearai, wie das Inselspital am Freitag mitteilte.

Bei Herztransplantationen ist man auf Organe von Verstorbenen angewiesen, die sich zu Lebzeiten für eine Organspende entschieden haben. Wird der Hirntod bei einem Spender festgestellt, kann sein Herz durch künstliche Zufuhr von Sauerstoff solange am Schlagen gehalten werden, bis das Herzteam eintritt.

Dieses entnimmt das Spenderorgan und bringt es bei 4 Grad Temperatur in Eis gepackt zum Empfänger. Schon lange wird in der Fachwelt aber diskutiert, wie lange ein Spenderherz ohne Sauerstoffzufuhr bei Zimmertemperatur überleben kann. Bislang ging man von etwa 20 Minuten Toleranzzeit aus.

Den Berner Forschern gelang es, diese so genannte Herz- Ischämiezeit auf 40 Minuten zu verdoppeln. Die Forscher zeigten, dass ein nicht mehr schlagendes, nicht mehr durchblutetes Herz bei Temperaturen von 32 Grad 40 Minuten "überlebt", also nach der Transplantation wieder zum Schlagen gebracht werden kann.

Damit wird laut Inselspital vorstellbar, dass in Zukunft auch solche "tote Herzen", die nicht maschinell mit Sauerstoff am Schlagen gehalten wurden, verpflanzt werden können.

swissinfo.ch und Agenturen


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