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Tour de Suisse: Zaghafte Schweizer Hoffnungen

So hätte es das Phonak-Team gern: Alex Zülle (Mitte) an der Spitze.

(Keystone)

Die Schweiz stellt an der diesjährigen Tour de Suisse ein starkes Teilnehmerfeld. Um sich erfolgreich durchzusetzen, müssen jedoch schwierige Gegner bezwungen werden.

Spitzenfahrer wie Winokourov, Ullrich, Casagrande, Garzelli oder Tonkov werden es den Schweizern nicht leicht machen.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird die am Samstag, 12. Juni beginnende Tour de Suisse (TdS) in neun Etappen durchgeführt. Sie startet im luzernischen Sursee und geht am Sonntag, 20. Juni in Lugano mit einem Zeitfahren zu Ende. Damit entsprechen die Organisatoren den neuen Auflagen des Internationalen Radsportverbandes (UCI).

In Verhandlungen haben die TdS-Organisatoren erreicht, dass der Wettbewerb an zwei vollständigen Wochenenden stattfindet. Die Tour de Suisse hat allerdings starke Konkurrenz: Die Dauphiné und die Katalonien-Rundfahren finden an den selben Daten statt.

Trotzdem starkes Teilnehmerfeld

Tony Rominger, Generaldirektor der Tour de Suisse, kündigt trotzdem ein starkes Teilnehmerfeld an. Mit dem Kasachen Alexander Winokurow, dem letztjährigen Sieger, werden nicht weniger als sieben von den letzten zehn Siegern am Start sein.

Trotzdem sind die Schweizer Anwärter auf den Gesamtsieg nicht eben zahlreich. Grosse Hoffnungen ruhen auf Fabian Jeker. Er hatte in der Tour de Romandie mit dem 2. Schlussrang beeindruckt.

Die Hälfte der helvetischen Fahrer wird durch die einheimische Sportgruppe Phonak gestellt. Oskar Camenzind, Alex Zülle, Martin Elmiger und Alexandre Moos werden starke Leistungen zugetraut. Im Hinblick auf den Gesamtsieg zählen sie jedoch eher zu den Aussenseitern, wie auch Markus Zberg bei Gerolsteiner.

Für Tour-Direktor Rominger ist es schwierig vorauszusagen, ob sich der TdS-Sieger aus der Phonak-Equipe rekrutieren wird: "Ich kenne die aktuelle Form von Alex Zülle nicht. An der Tour der Romandie hätte ich von ihm eine bessere Leistung erwartet. "

Jeker gut in Form

Vor zwölf Jahren befand sich der Baselbieter Adrian Jeker in seiner zweiten Profi-Saison. Weil die Lokalmatadoren wenig Ambitionen hegten, füllte er die Lücke und kam nach knapp 1800 Kilometern hinter den Italienern Giorgio Furlan und Gianni Bugno als dritter auf das Podium der Tour de Suisse.

Seit dem Ende der Tour de Romandie, in der er sich in Sitten als Etappensieger feiern lassen konnte, hat der im spanischen Benidorm wohnhafte Schweizer nur noch die Clasica Alcobendas (15. Platz) und die Asturien-Rundfahrt (17. Platz) bestritten.

Dies ergibt für Jeker in sechs Wochen nur acht Renntage. Strandferien machte er deshalb aber nicht. Er absolvierte in der Sierra Nevada ein Höhentraining.

Die intensiven Vorbereitungen scheinen sich ausgezahlt zu haben. Bei dem auch Schweizer Hobby-Fahrern bekannten Rates-Pass im Hinterland von Calpe erzielte Jeker eine bessere Zeit als vor der Tour de Romandie.

"Ich bin gut vorbereitet und fühle mich stark", erklärte Jeker. Er will sich aber nicht in die Rolle des Favoriten drängen lassen: "Ob ich reüssiere hängt auch von den Ambitionen der Gegner ab."

Seine Mannschaft Saunier-Duval weist nicht die gleich starke Besetzung auf wie beispielsweise T-Mobile mit Vorjahressieger Alexander Winokurow, Jan Ullrich, Santiago Botero usw. Mit Rubens Bertogliati und dem Neoprofi Oliver Zaugg hat der Baselbieter zudem zwei Landsleute zur Seite, die beim Giro d'Italia keine schlechte Figur machten.

swissinfo und Agenturen

Fakten

In der diesjährigen TdS kämpfen 18 Teams gegeneinander, darunter 20 Schweizer.
Alex Zülle (2002), Oscar Camenzind (2000) und Pascal Richard (1994) sind die letzten Schweizer TdS-Sieger.
Vom 5,5- Millionen- Budgetwerden 255'483 Franken als Preisgeld ausgeschüttet.
Der Sieger der allgemeinen Klassierung wird 16'000 Franken erhalten.
Bei jeder Etappe werden die 25 erklassierten klassifizierten einen Barpreis erhalten.

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In Kürze

Erstmals führt die Tour de Suisse über zwei Wochenenden
Neu 9 statt wie bisher 10 Etappen
Erstmals seit 1993 ohne Prolog, die 68. TdS startet mit einer Flachetappe.
Die Rundfahrt (ca. 1450 km) führt durch die Kantone AG, BL, BE, FR, GL, GR, LU, NE, SZ, SO, SG, TI, UR, VD, ZG und FL (Liechtenstein)
Mit Malbun empfängt Liechtenstein nach 1999 wieder die TdS

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