Tour de Suisse 2000 mit attraktivem Teilnehmerfeld

Die Tour de Suisse weist auch in diesem Jahr eine gute Besetzung auf. Mit Garzelli, Casagrande und Simoni starten die drei Gesamtersten des Giro d'Italia am nächsten Dienstag (13.06.) in Uster zum Prolog. Auch die Schweizer Elite ist mit dabei.

Dieser Inhalt wurde am 06. Juni 2000 - 16:12 publiziert

Die Organisatoren der Tour de Suisse 2000 informierten am Dienstag (06.06.) in Freiburg über die Schweizer Rundfahrt.

TdS als Vorbereitung für die Tour de France

Jene Teilnehmer, die sich im Giro reichlich Rennkilometer und Wettkampfhärte angeeignet haben, sind in den vergangenen Jahren in der Tour de Suisse stets stark gefahren. Ihre Risikobereitschaft ist auch höher als bei jenen Profis, die sich in der Schweiz auf die Tour de France vorbereiten. Jan Ullrich (De) und der in diesem Jahr erstmals an der Tour de Suisse startende Richard Virenque (Fr) werden sich jedenfalls davor hüten, durch wagemutige Kraftakte ihren Formaufbau zu beeinträchtigen.

Starke italienische Präsenz

Dem erstmals für die Verpflichtung der Sportgruppen zuständigen Tony Rominger ist es trotz der Konkurrenz durch andere Rundfahrten gelungen, ein starkes Feld zusammenzustellen. Die italienischen Formationen stellen nahezu die Hälfte der 17 Teams. Die Mannschaft Vini Caldirola hat den Giro-Zweiten Francesco Casagrande in ihren Reihen, die Pantani-Mannschaft Mecatone Uno reist mit Stefano Garzelli an, der den Giro d'Italia gewann und sich als Tour-de-Suisse-Sieger 1998 schon früher einen guten Namen als Etappenfahrer gemacht hat.

Die Aushängeschilder von Mapei sind die Classique-Jäger Johan Museeuw (Be) und Michele Bartoli (It), die auf Tagessiege aus sein werden.

Die aussichtsreichsten Schweizer

Auch die Schweizer Anwärter auf den Gesamtsieg gehören italienischen Equipen an. Laurent Dufaux, im Vorjahr Vierter, fährt wie der Schweizer Strassenmeister Armin Meier für Saeco. Oscar Camenzind, der nach der schweren Erkältung im April seine Form in der Österreich-Rundfahrt aufbaut, stehen bei Lampre der Giro-Dritte Gilberto Simoni, Mariano Piccoli und der tempostarke Ludo Dierckxens (Be) zur Seite. Camenzind wird nach der Nichtberücksichtigung für die Tour de France ohne Zweifel alles daran setzen, die Tour de Suisse zu gewinnen.

Ebenfalls mit ihren besten Fahrern beteiligt sich die holländische Equipe Rabobank an der Schweizer Rundfahrt. Den Holländern Michael Boogerd und Maarten den Bakker wie den Schweizern Markus Zberg und Niki Aebersold ist einiges zuzutrauen.

Im französischen Team Cofidis scheint Roland Meier in besserer Verfassung zu sein als Frank Vandenbroucke (Be), der sich zunächst wieder an den Rennrhythmus gewöhnen muss. Von Interesse wird das Abschneiden des jungen Schweizers Sven Montgomery (La Française des Jeux) sein, der im Vorjahr Gesamtsechster geworden war.

Ein weiterer bekannter Name im Feld ist der Weltcup-Sieger und diesjährige Flandern-Rundfahrt-Gewinner Andrej Tschmil (Be).

Erstmals ein Mannschaftszeitfahren

Erstmals seit nahezu 40 Jahren findet im Rahmen der Tour de Suisse wieder ein Mannschaftszeitfahren (Prolog) statt. Damit erhalten die Teams Gelegenheit, Erfahrungen im Hinblick auf die Tour de France zu sammeln. Die Bergankunft in Verbier und das Einzelzeitfahren in Sierre dürften erstmals Aufschluss über den Formstand und die Ambitionen der Favoriten liefern.

Nach der Prüfung gegen die Uhr folgt die 103 km lange Alpen-Etappe mit den Pässen Nufenen, Gotthard und Furka. Nach dem traditionellen Abstecher ins Tessin wird die Entscheidung wohl in Graubünden fallen. Auf dem Weg von Locarno nach La Punt sind der San Bernardino und der Albula zu meistern. Tags darauf ist der Aufstieg nach Arosa zu bewältigen, in dem Francesco Casagrande im Vorjahr die Entscheidung erzwang.

Erstmals ist Marc Biver mit der IMG (Suisse) für die Organisation der Tour de Suisse verantwortlich. Das Budget wurde um gut 25 Prozent auf 5 Mio. Schweizer Franken erhöht.

swissinfo und Agenturen

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