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Transocean/BP sieht Fortschritte im Kampf gegen die Ölpest

Dieser Inhalt wurde am 17. Mai 2010 - 16:25 publiziert

VENICE/WASHINGTON (awp international) - Nach rund vier Wochen im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko gibt sich der Ölkonzern BP optimistisch. Die Fachleute pumpen seit etwa 24 Stunden Öl aus dem grössten Leck in 1'500 Meter Tiefe. Das seien bisher rund 1'000 Barrel - oder umgerechnet etwa 136 Tonnen - Öl, sagte BP-Manager Doug Suttles dem TV-Sender CNN am Montag. Das sei ein "guter Fortschritt". Das Öl wird durch ein Absaugrohr, das in die defekte Steigleitung eingeführt wurde, in einen Tanker gepumpt.
Nach offiziellen Schätzungen sprudeln seit dem Unfall der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im April täglich rund 5'000 Barrel - oder etwa 700 Tonnen - ins Meer. Inoffizielle Schätzungen von Wissenschaftlern nennen sogar wesentlich grössere Mengen.
BP-Manager Suttles sagte, man wolle die aufgefangene Ölmenge in den nächsten Tagen allmählich steigern. Allerdings dämpfte Suttles Erwartungen, dass das Leck rasch ganz geschlossen werden kann. Entsprechende Versuche würden erst Ende der Woche starten. Dabei soll das Leck zunächst mit einem Gemisch aus Schlamm und Geröll "beschossen" werden. Dann könnte es mit Zement versiegelt werden. BP hatte die Anlage von Transocean geleast und von der Plattform aus nach Öl gebohrt. Die Bohrinsel war am 22. April versunken./pm/DP/stw

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