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Transocean Q1: Umsatz- und Gewinnrückgang - Untersuchungen wegen Bohrinsel

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 07:42 publiziert

(Meldung vom Vorabend mit korrigierten Angaben zu den negativen Sondereffekten und ergänzt um weitere Angaben u.a. zum Unglück auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon")
Zug (awp) - Die Transocean Ltd hat im ersten Quartal 2010 einen rückläufigen Umsatz und Gewinn erzielt. Wegen des Unglücks auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" laufen Untersuchungen der US-Behörden. Transocean rechnet nach eigenen Angaben wegen rechtlicher Verfahren mit "signifikanten" Kosten.
Von Januar bis März erzielte Transocean einen Umsatz von 2'602 (VJ 3'118) Mio USD. Der operative Gewinn belief sich auf 926 (1'319) Mio USD. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn nach Minderheiten von 677 (942) Mio USD, wie der Tiefsee-Ölbohrkonzern am Mittwochabend mitteilte.
Mit den Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der ZKB nicht getroffen. Deren Analysten hatten mit einem Umsatz von 2'672 Mio USD, einem EBIT von 956 Mio USD und einem Reingewinn von 700 Mio USD gerechnet.
Das Ergebnis sei durch diverse Kosten negativ beeinflusst worden, die sich netto auf 42 Mio USD beliefen, hiess es weiter. Davon betreffen 15 Mio USD den Verkauf der Anlagen "GSF Arctic II" und GSF Artic IV", 16 Mio USD ergaben sich aus Abschreibungen und 11 Mio USD aus Steuerposten.
Im Vorjahresquartal hatten sich negative Effekte mit insgesamt 264 Mio USD ausgewirkt. Davon waren 221 Mio USD auf Wertminderungen von Anlagen und 43 Mio USD auf Steuerposten, Mergerkosten und Schuldenabbau entfallen.
Der operative Cashflow betrug 1'172 Mio USD, nach 1'175 Mio USD im vierten Quartal 2009.
Zum Unglück auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" erklärte Transocean, die Anlage sei durch den Versicherer zum Totalverlust erklärt worden. Das Unternehmen habe bisher 401 Mio USD als teilweise Rückerstattung erhalten. Der Rohölfluss ins Meer konnte laut Mitteilung bisher nicht gestoppt werden.
Das "Department of Homeland Security" und das "Department of the Interior" hätten mit einer gemeinsamen Untersuchung des Vorfalls begonnen. Die US-Küstenwache und der Minerals Management Service seien beteiligt. Auch sei Transocean von verschiedenen Ausschüssen des Repräsentantenhauses und des Senats zu Hearings eingeladen und vom Justizministerium kontaktiert worden.
Im Zusammenhang mit dem Unglück wurden laut Transocean eine Reihe von Gerichtsverfahren eingeleitet. Das Unternehmen rechnet mit weiteren Klagen. Daraus seien "signifikante" Kosten zu erwarten.
Einen Ausblick zum weiteren Geschäftsverlauf gab das Unternehmen in der Mitteilung nicht.
Am 20. April, dem Tag des Börsendebuts von Transocean in der Schweiz, war ein Feuer auf der "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko ausgebrochen, später war die Plattform im Meer versunken. Es gab Verletzte und 11 Personen sind seither vermisst.
Der Ölkonzern BP hatte die Anlage von Transocean geleast. BP erklärte in dieser Woche, dass es die Verantwortung wahrnehmen und für den entstandenen Schaden einstehen werde. Gleichzeitig betonte BP aber, die Plattform habe Transocean gehört und sei von ihnen betrieben worden.
uh/cc/ra

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