Triathlon: Favoritensiege bei den Schweizer Meisterschaften in Melide

Die international erfolgreichsten Schweizer Triathleten über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen/40 km Radfahren/10 km Laufen) triumphierten auch an den nationalen Titelkämpfen. Die Schweizer Meister 2000 heissen Reto Hug und Magali Messmer.

Dieser Inhalt wurde am 18. Juni 2000 - 16:15 publiziert

Europameister Reto Hug (Buchs SG) gewann seinen zweiten Titel nach 1995; die Titelverteidigerin und EM-Zweite Magali Messmer holte bereits ihren vierten Titel.

Hug setzt sich erst auf der Laufstrecke durch

Der 25-jährige Hug siegte mit vier Sekunden Vorsprung vor Dominik Rechsteiner (Wittenbach). Er führte die Entscheidung auf der abschliessenden 10-km-Laufstrecke herbei; dort passierte er seinen Nationalmannschafts- Teamkollegen Peter Alder (Chur). Der Churer war Schnellster in den ersten beiden Disziplinen und ging mit rund 1:38 Minuten Vorsprung auf die Laufstrecke.

Diesen Vorsprung büsste Alder auch noch gegen den Laufschnellsten Dominik Rechsteiner ein, der im Europacup und damit eine Stufe tiefer als der Weltcup-erfahrene Alder für die Schweiz startet.

Titelverteidiger Markus Keller (Bubikon) gab wegen eines Reifendefekts auf. Jean-Christophe Guinchard (Gland), der neben Hug und Keller der dritte Schweizer Olympia-Teilnehmer in Sydney sein dürfte, wurde disqualifiziert.

"Für mich unverständlich, denn ich musste die Sicherheitslinie überfahren, weil es einen Lastwagen zu passieren galt", erklärte Guinchard, der an den Europameisterschaften vom 6. bis 9. Juli in Stein (Ho) unter die ersten 15 kommen muss, um die nationale Selektionsrichtlinie für eine Teilnahme in Sydney zu erfüllen.

Start-Ziel-Sieg von Messmer

Magali Messmer feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Wie im Vorjahr erzielte Nicola Spirig die zweitbeste Zeit. Diesmal erkämpfte sich das 18-jährige Ausnahmetalent damit auch offiziell die Silbermedaille bei der Elite, da sie in dieser Kategorie startete - und mit Brigitte McMahon und Sibylle Matter immerhin eine Olympia- beziehungsweise Weltcup-Teilnehmerin hinter sich liess.

Allerdings war McMahon beim Atmen wegen einer Erkältung und ihres Asthmas stark handicapiert. "Ausserdem kam ich gerade aus einer harten 30- Stunden- Trainingswoche", erklärte die WM-Achte.

Messmer, die einzige Schweizer Weltcup-Siegerin der Geschichte (1999 in Monaco), verwies die Juniorinnen-WM-Dritte Sprig mit 2:11 Minuten Vorsprung auf Rang 2. McMahon verlor 2:47 auf die Siegerin.

swissinfo und Agenturen

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