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Tui Travel hofft auf bessere Geschäfte im Sommer - Winter-Verlust eingedämmt

CRAWLEY (awp international) - Nach den Unruhen in Ägypten und Tunesien hofft Europas grösster Reiseveranstalter Tui Travel auf bessere Geschäfte im Sommer. Während sich die britischen Urlauber angesichts der schwachen Konjunktur im Land weiter zurückhalten, verzeichnet die Tochter des Reisekonzerns Tui in Deutschland eine deutlich gewachsene Urlaubslust. Im Winter konnte Tui Travel den saisontypischen Verlust trotz der Nordafrika-Krise eindämmen. Angesichts der Unsicherheiten zeigte sich Tui-Travel-Chef Peter Long bei der Vorlage des Zwischenberichts am Dienstag dennoch vorsichtig hinsichtlich des weiteren Jahresverlaufs.
Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 255 Millionen Pfund (290 Mio Euro), ein Fünftel weniger als ein Jahr zuvor. Der um Sondereffekte wie Kosten für Zukäufe bereinigte operative Verlust reduzierte sich zugleich um fünf Prozent auf 307 Millionen Pfund. Dazu trug auch ein höherer Umsatz bei: Die Erlöse kletterten ebenfalls um fünf Prozent auf 5,2 Milliarden Pfund. Reiseveranstalter schreiben im Winter in der Regel rote Zahlen. Ihren Gewinn fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein.
In diesem Winter kamen die Nordafrika-Unruhen Tui Travel teuer zu stehen. Die Buchungsausfälle und die Rückführung der Urlauber kostete das Unternehmen im ersten Geschäftshalbjahr rund 29 Millionen Pfund.
"Dank unseres flexiblen Geschäftsmodells konnten wir auf die Lage in Ägypten und Tunesien schnell reagieren", sagte Tui-Travel-Chef Peter Long. Reisen nach Spanien, Griechenland und die Türkei seien stärker nachgefragt worden, und das Unternehmen habe seine Angebote für diese Länder entsprechend ausgeweitet. Für das Gesamtjahr erwartet der Manager, dass das Unternehmen die Gewinnerwartungen der Branchenexperten erfüllen kann./stw/fn/tw

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