Turnen: Beat Unternährer ist neuer STV-Präsident

An der Delegierten-Versammlung des Schweizerischen Turnverbandes (STV) ist am Samstag (21.10.) in Medrisio (TI) Beat Unternährer zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der Unternehmensberater tritt die Nachfolge von Paul Engelmann an.

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2000 - 16:04 publiziert

Unternährer, der einst Handelslehrer war, später Rektor wurde und dann in einer Grossbank bis zum stellvertretenden Direktor aufstieg, ist heute als freier Unternehmensberater tätig. Erfahrungen als Funktionär sammelte er in einem anderen Sportverband: Unternährer war von 1969 bis 1973 Präsident des Schweizerischen Verbandes der Fussball-Schiedsrichter.

Ab 1992 begleitete er den STV als Unternehmensberater und lernte dadurch die Probleme und Herausforderungen eines grossen Verbandes kennen. Seit 1999 gehört er selber dem Zentralvorstand an.

Zweites wichtiges Traktandum der Versammlung war die Verabschiedung des Budgets 2001, das bei einem Umsatz von nahezu 14 Mio. Franken einen Verlust von rund 220'000 Franken vorsieht. Das erste vom Zentralvorstand den Kantonalverbänden vorgelegte Budget wies einen Verlust 420'000 Franken auf, worauf durch Einsparungen bei der Verbandszeitschrift die erforderlichen Korrekturen vorgenommen wurden.

Orientiert wurde über das Eidgenössische Turnfest 2002 im Baselbiet, dessen Vorbereitungen im Plan liegen. Man rechnet mit rund 70'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Einen grossen Raum nahmen die Ehrungen ein. Der zweifache Olympia-Finalist Dieter Rehm (Kunstturnen) und die Tessinerin Gymnastin Nadja Lutz, die an den Europameisterschaften überraschend gut abgeschnitten hatte, wurden von den Delegierten mit grossem Applaus empfangen.

Im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen des Zentralvorstandes wurden alle wieder kandidierenden ZV-Mitglieder bestätigt.

Eine bemerkenswerte Aktion fand ausserhalb der eigentlichen Abgeordneten-Versammlung statt. In einer spontanen Spendenaktion zu Gunsten der Opfer der Naturkatastrophe im Wallis kamen nicht weniger als 30'000 Franken zusammen.

swissinfo und Agenturen

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