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Zürich (awp) - Die UBS geht davon aus, dass die regulatorischen Reformen einen massgeblichen Einfluss auf die Kapitalniveaus, die künftigen Erträge und Gewinne sowie letztlich auf die Anlagerenditen des Bankensektors als Ganzes haben werden. Der Einfluss der Reformen werde in bestimmten Geschäftsbereichen wie etwa dem Bereich Fixed Income besonders zu spüren sein, schreibt die Grossbank in ihrem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht.
Diese aufsichtsrechtlichen Veränderungen können die eigenen Geschäfte sowie die Fähigkeit der UBS, die strategischen Pläne umzusetzen, nachteilig beeinflussen, warnt die Grossbank in ihrem Geschäftsbericht und wiederholt damit frühere Aussagen des Managements.
Die UBS hält fest, dass ungeachtet der Versuche der Aufsichtsbehörden, ihre Anstrengungen zu koordinieren, die Vorschläge je nach Land verschieden seien. Es könnten daher strengere Regulierungen durchgesetzt werden, welche die Führung globaler Institute erschweren würden. Falls ein koordinierter Ansatz fehlt, dürfte dies gewisse Banken inklusive UBS benachteiligen, da sie in Konkurrenz zu in anderen Ländern ansässigen Banken treten, für die weniger strenge Regulierungsvorschriften gelten, so die Grossbank weiter.
In der Schweiz stünden Regulierungsmassnahmen zur Diskussion, die belastender und einschneidender wären als die Auflagen, die bislang von den Regulierungsbehörden anderer grosser globaler Finanzzentren verabschiedet, vorgeschlagen oder öffentlich favorisiert wurden. Dies könnte dazu führen, dass die Grossbanken mit Hauptsitz in der Schweiz einer strengeren Gesetzgebung unterliegen als Banken, die anderswo ansässig sind.
Die divergierenden Entwicklungen in der Schweiz und anderen Ländern, in denen die UBS tätig sei, könnten sich stark nachteilig auf die Fähigkeit der Bank auswirken, die eigenen strategischen Pläne umzusetzen, gibt die UBS weiter zu bedenken.
Die UBS wiederholt in ihrem Geschäftsbericht frühere Aussagen des Managements, wonach sich die Frage stellen könnte, ob sich einzelne Geschäftssegmente global oder an bestimmten Standorten noch auf profitable und sinnvolle Art aufrechterhalten lassen oder konkurrenzfähig seien. Ebenfalls betroffen könnten zudem die Rechtsstruktur der Bank oder das Geschäftsmodell sein.
Weiter gibt die UBS in ihrem Geschäftsbericht bekannt, dass sie im Verlauf des Jahres 2010 von den Kunden ausstehende Student Loan Auction Rate Securities (ARS) in Höhe von 7,6 Mrd USD zum Nennwert zurückgekauft habe. Die damit zum Jahresende noch bestehende Kaufverpflichtung im Nennwert von 63 Mio USD sei "unwesentlich". Trotz der umfangreichen Rückkäufe sei der Bestand an Student Loan ARS per Ende 2010 um 0,6 Mrd auf netto auf 9,8 Mrd USD gesunken. Dies sei auf bedeutende Rücknahmen und Verkäufe am Sekundärmarkt zurückzuführen.
gab/ra

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