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Zürich (awp) - Die UBS ist 2010 nach drei aufeinanderfolgenden Jahren mit Verlusten in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Bank scheint im Jahresverlaufe das Vertrauen der Kunden zurückgewonnen zu haben, was sich ab dem dritten Quartal in einem Zufluss von Neugeldern niederschlug. Im vierten Quartal blieb die Bank aber auf Gewinnstufe unter den Markterwartungen. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf buchhalterische Verluste auf den eigenen Schulden sowie auf eine markant tiefere Aktivierung von latenten Steueransprüchen. Das Management zeigt sich zuversichtlich für das laufende Jahr und der Markt reagierte mit Kursaufschlägen auf das Ergebnis.
INVESTMENT BANK STEIGERT ERTRÄGE IM VIERTEN QUARTAL
Die Marktverhältnisse entwickelten sich im Geschäftsverlauf 2010 insbesondere für die Investment Bank unberechenbar und führten in den ersten drei Quartalen zu rückläufigen Erträgen. Im vierten Quartal verbuchte die Investment Bank aber wieder einen deutlichen Anstieg der Erträge auf 2'158 Mio CHF (+17% gegenüber Q3). Dank dessen schaffte es die Investment Bank im vierten Quartal mit einem Vorsteuergewinn von 75 Mio CHF wieder in die Gewinnzone, nachdem im dritten Quartal ein Verlust von 406 Mio CHF anfiel. Der Betrag lag aber unter den Prognosen der Analysten. Das Ergebnis wurde durch Verluste auf eigenen Schuldtiteln belastet.
Ertragsstütze war das Wealth Management, das im vierten Quartal trotz Frankenstärke seine Erträge um 3% gegenüber dem Vorquartal auf 1'803 Mio CHF steigerte. Der Vorsteuergewinn von 488 Mio CHF verfehlte dennoch die Analystenerwartungen. Der Steuerstreit mit den USA forderte hier noch einen letzten Tribut: Die UBS erstattete der Schweizer Regierung 40 Mio CHF für deren Kosten im Zusammenhang mit dem US-Crossborder-Fall zurück.
NETTONEUGELD IM WEALTH MANAGEMENT UNTER DEN ERWARTUNGEN
Enttäuschen fiel die Neugeldentwicklung der Division aus. Zwar hatte das Management, nachdem im dritten Quartal erstmals seit mehreren Quartalen mit Abflüssen wieder 1 Mrd CHF neue Kundengelder angezogen werden konnten, davor gewarnt, den Turnaround diesbezüglich als gesichert zu betrachten. Die Auguren hatten dennoch nicht erwartet, dass dem Wealth Management im vierten Quartal netto keine neuen Gelder zufliessen würden.
Mit einem Zustrom von 3,4 Mrd CHF nach 0,3 Mrd CHF im dritten Quartal fielen die Kundenneugelder im Wealth Management Americas höher als erwartet aus. Allerdings verblieb diese Division als einzige im vierten Quartal in der Verlustzone. Rückstellungen für Rechtsfälle im Umfang von 152 Mio CHF belasteten das Ergebnis.
Insgesamt verzeichnete die UBS im letzten Jahresviertel einen Neugeldzufluss von 7,1 Mrd CHF. Für das Gesamtjahr resultiert ein Abfluss von 14,3 Mrd CHF. Per Ende Dezember verwaltete die Bank Vermögen von 2'152 Mrd CHF nach 2'180 Mrd CHF Ende September.
Unter dem Strich erzielte die Bank im vierten Quartal einen Konzerngewinn von 1'290 Mio nach einem solchen von 1'664 Mio CHF im dritten Quartal. Für das Gesamtjahr resultierte ein Gewinn von 7'161 Mio CHF verglichen mit einem Verlust von 2'736 Mio CHF im 2009.
KAPITALBASIS WEITER GESTÄRKT
Weiter gestärkt hat die Grossbank ihre Kapitalbasis. Zum Jahresende betrug die Tier-1-Ratio 17,7% verglichen mit 16,7% per Ende September. Um die künftigen Kapitalanforderungen erfüllen zu können, will die UBS gemäss CFO John Cryan weiterhin Gewinne einbehalten. Für 2010 und auch auf absehbare Zeit wird sie deshalb keine Dividende auszahlen.
Mit dem Erreichten zeigte sich CEO Oswald Grübel anlässlich der Bilanzmedienkonferenz noch nicht gänzlich zufrieden. Insbesondere die Performance der Investment Bank müsse 2011 signifikant verbessert werden.
ZUVERSICHTLICHES MANAGEMENT FÜR 2011
Insgesamt blick Grübel optimistisch ins laufende Jahr. Er erwartet, dass die UBS in verschiedenden Bereichen der Investment Bank Marktanteile zurückgewinnen kann. Im Wealth Management zeigte sich Grübel zuversichtlich, dass dieses im Verlaufe des Jahres das Bruttomargenziel von 100 Basispunkten (Bp) nach 92 Bp im vierten Quartal erreichen sollte.
Zudem geht der Konzernchef davon aus, dass die positive Entwicklung beim Nettoneugeld im ersten Quartal 2011 anhalten wird. Für das Gesamtjahr rechnet er beim Neugeld mit einer "spürbaren" Verstärkung des Aufwärtstrends. Das mittelfristige Ziel eines Vorsteuergewinns von 15 Mrd CHF bestätigte Grübel.
Die Marktteilnehmer zeigten sich nach einer ersten negativen Reaktion auf das Resultat im weiteren Tagesverlauf erfreut. Die Titel stehen gegen 14.25 Uhr mit einer Avance von 2,6% auf 17,95 CHF an der Spitze der Blue Chips. Der SMI notiert unverändert.
Verschiedene Analysten nahmen das Resultat als Beleg dafür, dass sich die Bank in die richtige Richtung bewegt. Insbesondere die gestärkte Kapitalbasis bewerteten sie als positiven Faktor. Als enttäuschend wurde indes die Neugeldendwicklung im Wealth Management moniert.
sig

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