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UBS baut US-Geschäft aus

UBS-Hauptsitz an der Bahnhofstrasse in Zürich (Bild: UBS)

Die grösste Schweizer Bank stärkt ihre Position als weltweite Nummer 1 in der Vermögensverwaltung: Sie übernimmt das Privatkundengeschäft der Piper Jaffray.

Der Kaufpreis beträgt 500 Mio. Dollar (rund 650 Mio. Franken) in bar. Die Übernahme muss noch von der US-Aufsichtsbehörde genehmigt werden.

Die Akquisition sei eine ideale Ergänzung für die UBS: Die Finanzberater von Piper Jaffrays werden in das Wealth Management US integriert und so die Präsenz von UBS im mittleren Westen und im Westen der USA stärken, wie die Schweizer Grossbank am Dienstag mitteilte. Das Geschäftsstellen-Netz Jaffrays umfasst rund 90 Filialen in 17 amerikanischen Bundesstaaten.

Die in Minneapolis beheimatete Piper Jaffray beschäftigt mehr als 800 Finanzberater, unterhält Beziehungen zu 190'000 Haushalten und betreut Kundenvermögen von 52 Mrd. Dollar (67 Mrd. Franken). Piper Jaffray erbringe Vermögensverwaltung für Privatkunden, inklusive Nachlass- und Pensionsplanung, Brokerage und Versicherungen, hiess es.

UBS gewinnt an Grösse

Die UBS gewinne durch den Kauf in den USA an Grösse, sagten Analysten. Das verwaltete Kundenvermögen im Geschäft mit Reichen in den USA erreicht ein Volumen von 752 Mrd. Franken. Die Zahl der Kundenberater steigt auf 7520. Zudem könne sich die UBS geografisch ausbreiten.

Die Akquisition werde voraussichtlich zu Beginn des dritten Quartals abgeschlossen sein, vorbehältlich der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörden, so die UBS weiter.

Die Transaktion beinhaltet auch die Übertragung eines Kundenkredit-Portfolios von rund 300 Mio. Dollar sowie eine zusätzliche Cash-Zahlung von 75 Mio. Dollar bei Abschluss, sofern gewisse Kriterien erfüllt und geschäftliche Ziele erreicht werden.

Leichte Abschwächung an der Börse

Der Kauf wird von Analysten positiv beurteilt. Der Kaufpreis sehe sehr attraktiv aus, hiess es bei Vontobel. Die Transaktion entspreche der kommunizierten Wachstumsstrategie der UBS in den USA.

An der Schweizer Börse SWX verloren die Titel der UBS in einem leicht schwächeren Markt vorübergehend an Wert.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Kennzahlen UBS 2005:
Gesamtergebnis: 14,029 Mrd. Fr. Gewinn.
Reingewinn: 9,844 Mrd. Franken.
Neugeld-Zufluss: 148 Mrd. (+80%).
Vorgeschlagene Dividende: 3,80 Fr. pro Aktie.
Beschäftigte: 69'569 (davon 26'028 in der Schweiz).

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In Kürze

Wie die anderen Schweizer Banken verstärkt die UBS ihre Aktivitäten im Ausland.

Die grösste Schweizer Bank ist heute weltweit die Nummer 1 in der Vermögensverwaltung.

Die Schweizer Banken verwalten weltweit mehr als 30% der Privatvermögen "offshore" (ausserhalb des Ursprungslandes angelegte Gelder).

2005 sind die von Schweizer Banken verwalteten Vermögen auf 4331 Mrd. Franken gestiegen, was einen Anstieg von 25,7% bedeutet. Davon gehören 59% Personen im Ausland.

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