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UBS legt solides Ergebnis vor

Die Schweizer Grossbank war auch im dritten Quartal 2003 erfolgreich.

(Keystone)

Die Schweizer Grossbank UBS erwirtschaftete im dritten Quartal 2003 ihr bestes Ergebnis seit drei Jahren: einen Gewinn von über 1,6 Mrd. Franken.

Der Netto-Neugeldzufluss erreichte 20,2 Mrd. Franken nach gut 15 Milliarden im entsprechenden Vorjahresquartal.

Der Schweizer Finanzkonzern UBS hat im dritten Quartal 2003 dank leicht höherer Erträge in der Vermögensverwaltung und gesunkener Kosten mit 1,673 Mrd. Franken einen Gewinn über den Erwartungen des Marktes erzielt.

Der Gewinn des dritten Quartals lag sogar über den 1,639 Mrd. Franken des Vorquartals und zudem deutlich (+78%) über den 942 Mio. Franken der entsprechenden Vorjahresperiode.

"Dies ist für uns das erfolgreichste Quartal seit drei Jahren", sagte Konzernchef Peter Wuffli. Im Vergleich zum letzten Jahr hätten sämtliche Geschäftseinheiten ihre Performance gesteigert.

"Ertragschancen sind besonders im Fixed-Income-Geschäft wahrgenommen worden und das trotz volatiler Märkte", sagte Wuffli.

Besser als erwartet

Die Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn von 1,414 Mrd. Franken erwartet.

Damit kam UBS für die ersten neun Monate auf einen Gewinn von 4,526 Mrd. Franken im Vergleich zu 3,636 Mrd. Franken vor einem Jahr.

Den Geschäftsaufwand konnte UBS gegen das Vorquartal wie gegen das Vorjahresquartal um jeweils sechs Prozent auf 6,353 Mrd. Franken reduzieren.

Analysten erfreut

Die verwalteten Vermögen betrugen Ende September 2182 Mrd. Franken nach 2168 Mrd. Franken zur Jahresmitte.

Der Netto-Neugeldzufluss erreichte im Berichtsquartal 20,2 Mrd. Franken nach 14,4 Mrd. Franken im Quartal davor und gut 15 Mrd. Franken im entsprechenden Vorjahresquartal.

An der Börse stieg der Kurs der UBS-Aktie im frühen Handel. Analysten zeigten sich erfreut über das Resultat. Ihre Gewinnschätzungen hatten im Vorfeld deutlich tiefer gelegen.

Im operativen Geschäft schneide die UBS deutlich besser ab als die Credit Suisse und die Deutsche Bank, lautete der Tenor.

David Hussey, Bankanalyst bei Barclays meint gegenüber swissinfo, die Zahlen der UBS seien vom Markt gut aufgenommen worden. Die Bank habe ihren Zuwachs an Kundegeldern auch in Gewinne ummünzen können.

"Die UBS hat die Kosten gut im Griff", sagt Hussey, weiter habe man sich von schlechten Risiken befreit. "Diese haben die Zahlen der UBS in den letzten Jahren belastet."

Husssey erwartet für die Zukunft eher steigende Profite. Alles deute auf eine verbesserte Marktlage und steigende Konjunktur-Aussichten hin. Das habe er zumindest den Aussagen der Bankleitung bei der Präsentation der Zahlen entnommen.

Stellenabbau geht weiter

Zur Gewinnsteigerung beigetragen haben die Sparmassnahmen. Die Kosten seien unter Kontrolle und hätten in fast allen Bereichen abgenommen, sagt die Bank.

Besonders der Sachaufwand wurde um 17 Prozent zurückgefahren, während der Personalaufwand lediglich um 1 Prozent abnahm. Seit Anfang Januar hat der Finanzkonzern 2908 Stellen gestrichen, davon 1071 in der Schweiz. Ende September beschäftigte die UBS noch 66'153 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Stellenabbau soll weitergehen. Zwar gebe es im globalen Geschäft derzeit keine Notwendigkeit für einen weiteren Kostenabbau in grossem Stil, sagte Wuffli. Im gesättigten Schweizer Markt sei es allerdings unwahrscheinlich, dass die UBS noch substanziell wachsen könne.

Aus diesem Grunde werde man die Effizienz und die Kapazitäten der Grossbank unter die Lupe nehmen. "Dies könnte zu weiteren Stellenstreichungen in der Schweiz in der Grössenordnung der letzten Jahre führen", kündigte Wuffli an.

swissinfo und Agenturen


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