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UBS Q1: Gewinn im Rahmen der Prognosen; Positive Entwicklung im WM (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 04. Mai 2010 - 13:23 publiziert

Zürich (awp) - Die UBS hat für das erste Quartal 2010 ein im Rahmen der eigenen Prognosen liegendes Konzernergebnis erzielt. Positiv überraschte die Grossbank auf Divisionsebene mit einem Gewinn vor Steuern, der im Wealth Management & Swiss Bank über den Prognosen lag. Insgesamt zeigt das Quartalsresultat sowie die kleiner gewordenen Abflüsse von Kundengeldern nach Einschätzung der Kommentatoren, dass die UBS gute Fortschritte macht.
ERNEUT POSITIVER VORSTEUERGEWINN
Die Bank hatte die Marktteilnehmer bereits Mitte April darauf vorbereitet, dass sie für das erste Quartal einen Vorsteuergewinn von mindestens 2,5 Mrd CHF erzielen werde. Geworden sind es 2,8 Mrd CHF. Gegenüber dem vierten Quartal 2009, als die UBS erstmals seit dem zweiten Quartal 2007 wieder einen Vorsteuergewinn erwirtschaftete, entspricht dies einer Steigerung von 216,6%. Die Differenz zwischen prognostiziertem und ausgewiesenem Betrag erklärt sich unter anderem mit einem Gewinn von 231 Mio CHF aus der Neubewertung der Option des SNB-StabFunds.
Die Division Wealth Management & Swiss Bank überzeugte mit einer Steigerung des Vorsteuergewinns gegenüber dem Vorquartal um 4,7% auf 1'161 Mio CHF. Insbesondere die im Bereich Wealth Management auf 93 (88) Basispunkte (BP) erhöhte Bruttomarge fand das Lob der Analysten. Dem mittelfristigen Ziel von 100 BP sei die Bank damit ein gutes Stück näher gekommen, sagte CFO John Cryan anlässlich einer Telefonkonferenz.
Dagegen erfüllte die Ertragsentwicklung des Investment Banking die hohen Erwartungen der Analysten nicht ganz. Der Ertrag belief sich auf 3'889 Mio CHF (+85,4%), wozu die Einheit Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) 2'165 Mio CHF beisteuerte. Nachdem die Bank Ende März verlauten liess, FICC werde Erträge von leicht unter 2,3 Mrd USD erzielen, hatten die Analysten von FICC mehr erwartet. Ein positive Entwicklung zeigte die Division bei den Kosten, die unterproportional zunahmen. Entsprechend verbesserte sich die Cost/Income-Ratio auf 71,5% nach 83,1% im Vorquartal. Der Vorsteuergewinn im Investment Banking erhöhte sich um 300,6% auf 1'190 Mio CHF.
NEUGELDABFLUSS VERRINGERT
Wenig Neues im Vergleich zur Vorankündigung hatte die UBS bezüglich der Entwicklung der Neugelder zu berichten. Im ersten Quartal zogen Kunden wie kommuniziert Gelder im Umfang von insgesamt 18 Mrd CHF netto ab. Verglichen mit dem Abfluss von 56,2 Mrd CHF im letzten Jahresviertel 2009 stellt dies ebenfalls eine Verbesserung dar. Zudem gab die UBS bekannt, dass die Neugeldentwicklung im ersten Quartal in Europa insgesamt und im Schweizer Vermögensverwaltungsgeschäft negativ geblieben ist, jedoch in weit geringerem Ausmass. Einige europäische Standorte verzeichneten sogar Zuflüsse und auch in Asien-Pazifik blieb die Entwicklung positiv.
Per Ende März verwaltete die Bank Vermögen von 2'267 Mrd CHF nach 2'233 Mrd CHF Ende 2009. Der Zugewinn ist im wesentlichen auf eine günstige Marktentwicklung und positive Währungseffekte zurückzuführen.
Unter dem Strich realisierte die Bank, die im Vorjahr noch einen deutlichen Verlust verbuchte, einen Konzerngewinn von 2'202 Mio CHF. Gegenüber dem vierten Quartal entspricht dies einer Steigerung von 82,7%. Mit einer Dividende für das laufende Jahr dürfen die Aktionäre gemäss Cryan trotz der erfreulichen Entwicklung nicht rechnen.
GERÜCHTE UM SPANIEN BELASTEN AKTIE
Obwohl Cryan anlässlich der Bilanzmedienkonferenz erklärte, die UBS habe weder zu Griechenland, noch zu Spanien einen hohen Exposure kamen die anfänglich stark tendierenden Aktien im weiteren Handelsverlauf unter Druck. Hintergrund sind Gerüchte, wonach auch Spanien die EU um ein Unterstützungspaket über 280 Mrd EUR nachgesucht habe. Bis gegen 13.00 Uhr verlieren die UBS-Valoren 2,7% auf 16,50 CHF nachdem sie im frühen Geschäft auf 17,32 CHF gestiegen waren.
sig/ra

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