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UBS Q3: Konzernverlust von 564 Mio CHF AWP-Konsens: -511 Mio)

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 07:30 publiziert

Zürich (awp) - Die UBS AG hat im dritten Quartal 2009 einen Konzernverlust von 564 Mio CHF erzielt. Im Vorquartal respektive Vorjahr hatte die Bank einen Verlust von 1'402 Mio beziehungsweise einen Gewinn von 283 Mio CHF verbucht. Belastet wurde das Resultat durch Sonerfaktoren von insgesamt 2'150 Mio CHF. Unter Ausklammerung dieser Faktoren resultierte ein operativer Gewinn vor Steuern von 1'557 Mio CHF, wie die Bank am Dienstag mitteilte.
Die Investment Bank (IB) verbuchte einen Vorsteuerverlust von 1'370 (VQ -1'846) Mio CHF. Das Ergebnis von Wealth Management & Swiss Bank hat gemäss Mitteilung enttäuscht. Die Division erzielte vor Steuern einen Gewinn von 792 (932) Mio CHF. Das Wealth Management Americas kehrte in die Gewinnzone zurück und verbuchte einen Vorsteuergewinn von 110 (-221) Mio CHF).
WM & Swiss Bank musste im zweiten Quartal einen weiteren Neugeldabfluss von netto 16,7 Mrd nach 16,5 Mrd im zweiten Quartal hinnehmen. Auch das WM USA verzeichnete einen Abfluss von 9,9 (-5,8) Mrd CHF.
Im Global Asset Management zogen Kunden Gelder in Höhe von 10,0 Mrd CHF nach Abgängen von 17,1 Mrd CHF im zweiten Quartal ab. Die Einheit verbuchte einen Vorsteuergewinn von 130 (82) Mio CHF.
Insgesamt flossen der UBS Kundengelder im Umfang von 36,7 Mrd CHF ab nach -39,5 Mrd im Vorquartal. Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende September auf 2'258 Mrd CHF nach 2'250 Mrd CHF per ende Juni.
Die von der UBS erzielten Resultate erfüllten die Prognosen nicht. Im Schnitt hatten die Analysten ein Konzernergebnis von -511 Mio (Bandbreite -929 bis +456 Mio) prognostiziert. Für die Investment Bank hatten sie mit einem Verlust von 842 Mio CHF gerechnet und für das WM & Swiss Bank einen Neugeldabfluss von 10,1 Mrd kalkuliert.
Die UBS weist per Ende September eine Tier-1-Ratio von 15,0% verglichen mit 13,2% per Ende des zweiten Quartals aus. Die Bilanz nahm auf 1'476 (1'600) Mrd CHF ab und die gesamten risikogewichteten Aktiven gemäss Basel II verringerten sich auf 210,8 (248) Mrd CHF.
Die Grossbank UBS erwartet in den nächsten Quartalen weitere Fortschritte bei der Wiederherstellung der operativen Ertragskraft, namentlich im Jahr 2010. Die Fortschritte würden allerdings von der Marktentwicklung und anderen Faktoren abhängen, so sie die Mitteilung der Bank.
Die UBS geht davon aus, dass sich die Performance der Investment Bank 2010 weiter verbessern wird. Doch vermutlich werde auch im Ergebnis des vierten Quartals zu sehen sein, dass sich die Erholung der Investment Bank noch in der Anfangsphase befindet. Gestützt auf das gegenwärtige Umfeld erwartet die Bank zudem, dass im vierten Quartal wegen anhaltender Verengung ihrer Kreditspreads erneute Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten zu verbuchen sein werden.
Die 2009 erzielten Kosteneinsparungen sollten Anfang 2010 vollumfänglich zum Tragen kommen. Die UBS rechnet nicht mit einer unmittelbaren Erholung der Nettoneugeldentwicklung bei Kunden. Hinzu komme, dass das niedrige Zinsniveau den Erträgen nach wie vor Grenzen setzen würden, dies insbesondere im Bereich Wealth Management & Swiss Bank.
Nach Plan verlaufe das Kostensenkungsprogramm. Per Ende September habe der Personalbestands um 2'783 auf 69'023 Personen abgenommen. Die Zielgrösse 2010 wurde infolge der 2009 angekündigten Devestitionen auf neu 65'000 Mitarbeiter (bisher 67'000) angepasst.
sig/gab

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