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UBS strebt mittelfristig Vorsteuergewinn von rund 15 Mrd CHF an (AF)

Dieser Inhalt wurde am 17. November 2009 - 10:20 publiziert

Zürich (awp) - Die UBS sieht sich bei ihrer Restrukturierung auf Kurs. Es bleibe aber noch vieles zu tun, erklärte CEO Oswald Grübel vor Analysten und Medien am Dienstag in Zürich anlässlich eines Investorentages. Es gebe aber keine schnellen Lösungen und die Transformation sei fundamental und schmerzhaft.
Mit der laufenden Restrukturierung will die Bank mittelfristig (3 bis 5 Jahre) spezifische Ziele erreichen. So peilt die UBS bis dahin einen Vorsteuergewinn von rund 15 Mrd CHF an. Gleichzeitig will das Institut eine Cost/Income-Ratio von 65 bis 70% und eine Eigenkapitalrendite (RoE) von 15 bis 20% erarbeiten.
"Die Transformation ist grundlegend und wird nicht schnell gehen, aber ich bin entschlossen, ein nachhaltig profitables Unternehmen aufzubauen, nicht eines, das nur kurzfristige Erwartungen erfüllt", so CEO Oswald Grübel. Dabei sei die systematische Integration mittels klar definierter Strukturen und Anreize der Schlüssel zur erneuerten UBS.
Herausforderungen macht die UBS auch auf regulatorischer Ebene aus. So geht die Grossbank davon aus, dass die Veränderungen in den Eigenkapitalrichtlinien "wahrscheinlich zu einer restriktiveren Dividendenpolitik" führen werden.
Die Grossbank sieht sich weiterhin als führender Vermögensverwalter der Welt mit starken Positionen in Europa, der Schweiz und Asien Pazifik und anderen aufstrebenden Ländern. Damit dies so bleibt, kündigt das Institut eine Stärkung ihrer Position in der Vermögensverwaltung für High Net Worth- und Ultra High Net Worth-Klienten an.
Konkret strebt die UBS im Wealth Management & Swiss Bank einen Geschäftsertrag von rund 14,3 Mrd CHF und einen Vorsteuergewinn von 6,5 Mrd CHF an. Die Cost/Income-Ratio soll dabei rund 54% betragen.
Dabei soll das Wealth Management einen Geschäftsertrag von rund 10 Mrd CHF und einen Gewinn vor Steuern von etwa 4,6 Mrd CHF generieren. Die verwalteten Vermögen sollen sich auf 1'000 Mrd CHF belaufen und ein jährlicher Nettoneugeldzufluss von etwa 5% der verwalten Vermögen erzielt werden. Gleichzeitig rechnet die Bank mit einer Bruttomarge von 100 Basispunkten.
In der Swiss Bank soll mit einem Geschäftsertrag von rund 4,3 Mrd CHF ein Vorsteuergewinn von 1,9 Mrd CHF erreicht werden. Das Wealth Management Americas soll mittelfristig eine Vorsteuergewinn von über 1 Mrd CHF erzielen und eine Cost/Income-Ratio von 80-85% erreichen.
Um die Ziele zu erreichen und dem Margendruck im Vermögensverwaltungsgeschäft zu begegnen, habe UBS verschiedene Initiativen lanciert, so die Grossbank. So soll das grenzüberschreitende Geschäft umgebaut und gleichzeitig sollen die Investitionen in das Onshore-Geschäft in ausgewählten Markten beschleunigt werden.
Bezüglich Geldabfluss erwartet die UBS keine schnelle Trendwende: Das notwendige Vertrauen, um den Abfluss von Kundengeldern aufzuhalten, werde sich erst wieder bilden, wenn die UBS finanziell nicht nur stabil, sondern auch wieder erfolgreich sei, heisst es dazu.
Bei der Investmenbank konzentriert sich die Strategie neu auf ein integriertes, umsatz-, beratungs- und kundenorientiertes Geschäftsmodell. Die Erholung des Segments sei bereits klar sichtbar, so die UBS. Als besonders wichtig bezeichnet die Bank dabei den Wiederaufbau des Geschäftsbereichs Fixed Income, Currencies & Commodities (FICC). Mit diesem Geschäft will UBS mittelfristig Erträge von mehr als 2 Mrd CHF auf normalisierter Basis pro Quartal generieren.
In Zahlen für das ganze Investmentbanking umgemünzt, will die Bank mit der neuen Ausrichtung mittelfristig Erträge in der Grössenordnung von 20 Mrd CHF und einen Vorsteuergewinn von rund 6 Mrd CHF erarbeiten. Dies bei einer Cost/Income Ratio von etwa 70%.
Im Global Asset Management will die Bank einen Vorsteuergewinn von rund 1,3 Mrd CHF und einen Geschäftsertrag von über 3 Mrd CHF erarbeiten. Das Aufwand-Ertragsverhältnis soll 50-60% betragen. Gleichzeitig rechnet die UBS ab 2010 mit einem positiven Nettozufluss an Neugeldern.
In der Region Asien Pazifik formuliert die Grossbank ein Ertragswachstum in den nächsten drei bis fünf Jahren von 66% auf rund 8,5 Mrd CHF.
Auf der Bilanzseite sieht die Bank mittelfristig Bilanzaktiven von total rund 1'500 Mrd CHF als Zielgrösse, unter Ausschluss der Wiederbeschaffungswerte für Derivatpositionen sollen es etwa 1'000 Mrd CHF sein.
Als Resultat der revidierten Basel II-Vorschriften und der kontrollierten Risikonahme der Investmentbank prognostiziert die UBS, dass die risikogewichteten Aktiven von heute 211 Mrd CHF auf rund 290 Mrd CHF ansteigen werden. Gleichzeitig will die Grossbank ihre Leverage Ratio auf über 5% erhöhen und die Höhe der durchschnittlichen adjustierten Vermögenswerte zur Berechnung der FINMA Leverage Ratio auf ungefähr 800 Mrd CHF reduzieren.
pf/uh

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