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UBS-VRP verteidigt Boni und weist Kritik an Vergütungssystem zurück

Dieser Inhalt wurde am 14. April 2010 - 10:20 publiziert

Zürich (awp) - UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger verteidigt in seiner Rede anlässlich der heutigen Generalversammlung in Basel die Boni-Zahlungen der Grossbank und weist Kritik am Vergütungssystem zurück. Diese verkenne schlicht die Realitäten, so Villiger laut Redetext. Die Forderung auf einen gänzlichen Verzicht von Bonus-Zahlungen heisse, die Chance auf Wiedererstarken und Überleben zu nehmen.
Gleichzeitig räumt Villiger aber ein, dass es in den letzten Jahren "vor allem in den höheren Etagen" Übertreibungen gegeben habe. "Die neuen Regulierungen und Marktbedingungen dürften langfristig aber eine Mässigung zur Folge haben", prognostiziert Villiger. Allerdings werde das Niveau der Löhne wahrscheinlich über demjenigen der Realwirtschaft bleiben. Denn gute Leute, die mit ihren Teams grosse Erträge erzielten, seien gesucht wie eh und je. Und: "Wenn man sie halten oder gewinnen will, muss man sich in den Grössenordnungen bewegen, die im betreffenden Arbeitsmarkt üblich sind. Sonst kann man eine grosse Bank nicht erfolgreich führen."
Die Bank habe im letzen Jahr bei den Vergütungen sogar zuviel gekürzt, ganze Teams mitsamt den Kunden und den dazugehörigen Erträgen seien dadurch verloren gegangen. Damit habe die UBS einen zu hohen Preis bezahlt. "Wir mussten korrigieren, sonst hätten wir die Bank nicht stabilisieren können", so Villiger. Was es aber nicht mehr geben dürfe, seien grosse Abfindungen für Versager und dergleichen.
Vor diesem Hintergrund bittet Villiger in seiner Rede die Aktionäre, den Vergütungsbericht zu genehmigen. Der Verwaltungsrat sei der klaren Überzeugung, dass eine Nichtgenehmigung nicht im Interesse der Aktionäre liege.
pf/gab

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