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Zürich/London (awp/sda) - Von der UBS können die Anleger so schnell keine Dividende erwarten: Ihre Gewinne hält die Grossbank vorerst zurück, um die durch Basel III verschärften Eigenkapitalvorschriften rasch erfüllen zu können. Die UBS rechnet damit, bereits 2013 Basel-III-konform zu sein.
Vor Investoren in London hat UBS-Finanzchef John Cryan am Donnerstag aber auch festgehalten, dass keine Kapitalerhöhung notwendig sei, um die verschärften internationalen Vorschriften erfüllen zu können. Bei den Berechnungen, wann Basel III erfüllt werden könne, ist die UBS nach eigenen Angaben zudem konservativ vorgegangen.
Dafür hat sie die durchschnittlichen Gewinnerwartungen der Analysten zugrunde gelegt, und nicht die eigenen ehrgeizigen Gewinnziele, die Konzernchef Oswald Grübel vergangenen Herbst den Investoren präsentiert hatte.
Unter den Basel-III-Vorschriften hätte die UBS Mitte dieses Jahres schätzungsweise risikogewichtete Aktiven in Höhe von 400 Mrd CHF in der Bilanz gehabt, erklärte Cryan. Unter dem derzeitigen Regelwerk von Basel II sind es lediglich 205 Mrd CHF.
Die Bank, die vor zwei Jahren in eine Krise schlitterte, aus der sie nur mit Hilfe des Staates wieder heraus kam, plant allerdings, ihre Aktiven weiter zu senken. Vor der Inkraftsetzung der neuen Standards im Jahr 2013 sollen sie dann "näher bei 300 Mrd CHF" liegen, wie die UBS am Donnerstag mitteilte.
MINDESTANFORDERUNGEN ÜBERSCHRITTEN
Falls die UBS die von den Analysten erwarteten Gewinne tatsächlich erzielen und ihr Eigenkapital wie gewünscht aufstocken kann, würde sie die eine Kernkapitalquote von 13% erreichen, wie aus Cryans Präsentation hervorging. Damit würde sie die Vorgaben von Basel III deutlich übertreffen, die ein Kernkapital von mindestens 7% der risikogewichteten Aktiven fordern.
Allerdings wird die UBS als Schweizer Bank zusätzlich noch die strengeren Vorschriften der Eidgenossenschaft zu erfüllen haben. Über deren Ausgestaltung wird nächste Woche Näheres bekannt.
Im Zuge von Basel III wird auch die UBS-Konkurrentin Credit Suisse (CS) ihr Eigenkapital aufstocken müssen. Wie die UBS will sie dafür keine Kapitalerhöhung durchführen. CS-Chef Brady Dougan machte aber auch klar, trotz des Kapitalbedarfs die Dividendenzahlungen nicht auszusetzen.
KUNDEN IM 3. QUARTAL ZURÜCKHALTEND
Dass die UBS mit Blick auf Basel III für eine "gewisse Zeit" ihren Aktionären keine Dividende ausschütten wird, hat an der Börse am Donnerstag zu Kursverlusten geführt. In der ersten Stunde nach Handelsbeginn sackte die UBS-Aktie um bis zu 2,8% ab. Danach erholte sich der Kurs wieder.
Schliesslich ging die Aktie bei 16,68 CHF aus dem Handel. Das ist gegenüber dem Schlusskurs des Vorabends ein Minus von 2,2%.
Zum Kurszerfall am Morgen beigetragen haben dürften die Aussagen Cryans, wonach die Aktivitäten der institutionellen Kunden und der Unternehmen sich im 3. Quartal weiterhin auf tiefem Niveau bewegen würden. Die UBS hatte bereits im zweiten Quartal von einem schwachen Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren berichtet.
Wie andere grosse Finanzinstitute erzielt die UBS bei ihrer Investmentbank einen guten Teil der Einnahmen mit Gebühren und Kommissionen für die Abwicklung von Kundenaufträgen. Wenn diese ausbleiben, nimmt auch der Gewinn dort ab.
mk

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