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Umfrage: Mehrheit will zur EU

Viele Schweizerinnen und Schweizer möchten möglichst bald EU-Beitrittsverhandlungen.

(Keystone)

Die Mehrheit der Schweizer und Schweizerinnen steht in der EU-Frage hinter dem Bundesrat. 52 Prozent befürworten die Aufnahme von Beitritts-Verhandlungen mit der EU zwischen 2003 und 2007, wie eine Umfrage der Boulevardzeitung "Blick" ergab.

Für diese mittelfristige Strategie finden sich laut Umfrage nach dem Nein zur sofortigen Aufnahme von Beitrittsverhandlungen sowohl in der Deutschschweiz als auch in der Westschweiz Mehrheiten.

Nur 25 Prozent wollen hingegen, dass nach dem Abstimmungs-Resultat vom vergangenen Sonntag Verhandlungen frühestens in zehn Jahren aufgenommen werden. Und 19 Prozent sind der Meinung, dass das Beitrittsgesuch nun zurückgezogen werden soll. Die restlichen 4 Prozent haben keine Meinung.

Mehrheit für Joseph Deiss

Die Umfrage wurde vom Institut "Isopublic" durchgeführt. 1'000 Stimmberechtigte wurden befragt. Unterstützung erhielt auch Bundesrat Joseph Deiss. 64 Prozent sind der Ansicht, dass er Aussenminister bleiben soll. 13 Prozent wünschen einen Departements-Wechsel, und 6 Prozent seinen Rücktritt.

Diese Umfrage-Ergebnisse bestätigen die bundesrätliche Interpretation des Abstimmungs- Resultats. Am Freitag (09.03.) hatte der Bundesrat über das Nein zur Initiative "Ja zu Europa" diskutiert und seine Haltung in der Europa-Frage bekräftigt.

Kurzfristig hätten das Inkrafttreten und die Umsetzung der bilateralen Verträge oberste Priorität. Mittelfristig liege die Priorität auf den neuen bilateralen Verhandlungen. Am EU-Beitrittsziel halte der Bundesrat jedoch fest, verlautete nach der Bundesratssitzung.

swissinfo und Agenturen

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