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Uni-Abschluss per Internet?

Bücher wird auch das Online-Studium nicht zum Verschwinden bringen.

(swissinfo.ch)

Die Schweizer Universitäten wollen das Internet vermehrt im Unterricht nutzen. Erste Studiengänge können bereits online besucht werden. Im Ausland ist der Online-Unterricht schon an der Tagesordnung.

Das "Centre Universitaire Informatique" der Uni Genf hat dieses Wintersemester ein Pilotprojekt für Videokonferenzen lanciert: Acht Kurse werden in den Vorlesungssälen aufgenommen und direkt via Netz verbreitet. Der Professor beantwortet während der Vorlesung Fragen, die ihm per E-Mail gestellt werden.

Seit drei Jahren bietet Genf online Theologievorlesungen an. Nach vier Jahren Studium ist ein Lizenziatsabschluss möglich. In Lausanne können Medizin-Studierende die ersten drei Studienjahre am Bildschirm absolvieren. In Zürich wird Wirtschaft, in Basel Nano-Wissenschaften oder in Bern Kunstgeschichte angeboten.

Millionen-Investitionen für die virtuelle Uni

Die Schweizerische Universitätskonferenz hat im Rahmen des "Virtuellen Campus Schweiz" rund 36 Mio. Franken investiert. In den nächsten zwei Jahren sollen es nochmals so viel sein.

Ziel ist die Anerkennung des "virtuellen Studiums" in der Schweiz und im Ausland, sagt Präsident der Kommission des Virtuellen Campus, Bernard Levrat. Studierende sollen die Vorlesungen über Internet verfolgen können und Atteste erhalten, mit denen sie ihr Lizenziat zusammenstellen können.

Chancen fürs Ausbildungssystem

Bahram Zaerpour, Direktor des Lausanner Zentrums für Unterrichts- und Bildungstechnologien, überbietet diese Vision noch: "Man muss das gesamte Ausbildungssystem überdenken. Endlich könnte man seine Kenntnisse anerkennen lassen, ohne den klassischen universitären Weg zurücklegen zu müssen." Auch Berufstätige könnten sich weiterbilden ohne ihre Arbeit aufgeben zu müssen.

Im Ausland schon Alltag

Der Blick über die Grenzen zeigt, dass auch ausländische Hochschulen mit dem Internet experimentieren. In Italien sind alle Hochschulen per Satellit vernetzt. Angeschlossen sind auch die Universität in Tirana und die die "Open University Britanica" von London. Schriftverkehr, Übungen und Diskussionsforen werden über Internet abgewickelt, Lehrangebote auf zwei Fernsehkanälen übertragen.

In Frankreich werden über 3'000 Lehrgänge von der Grund- bis zur Hochschule angeboten. Gemäss Angaben der Verantwortlichen nutzen jährlich rund 30'000 Personen in 176 Ländern die Angebote.

Die skandinavischen Länder und Holland haben eigentliche Fern-Hochschulen gegründet. Das deutsche Erziehungsministerium erarbeitet zurzeit einen Virtuellen Campus, dem bis 2003 rund ein Dutzend Hochschulen und Privatunternehmen angeschlossen werden sollen.

swissinfo und Agenturen


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