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LONDON (awp international) - Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever hat im zweiten Quartal einen zweistelligen Umsatz- und Gewinnzuwachs erzielt. Trotzdem bleibt das Unternehmen vorsichtig für die Geschäftsentwicklung: Das wirtschaftliche Umfeld sei weiterhin herausfordernd, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung vom Donnerstag.
Das Konsumentenvertrauen bleibe vor allem in den entwickelten Ländern schwach. Hinzu kämen ein anhaltender Wettbewerbsdruck, der es in der zweiten Jahreshälfte schwierig mache, trotz gestiegener Rohstoffkosten Preiserhöhungen durchzusetzen. Früheren Angaben zufolge dürften die Rohstoffkosten 2010 um zwei bis drei Prozent höher ausfallen als im Vorjahr.
Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 12 Prozent auf 11,75 Milliarden Euro. Der Überschuss legte um 39 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro zu. Dabei profitierte der für Marken wie Knorr, Dove oder Domestos bekannte Hersteller auch von Wechselkurseffekten. Auf operativer Ebene fuhr der weltweit tätige Konzern 1,63 Milliarden Euro ein. An der Börse verloren die Titel zur Eröffnung mehr als zwei Prozent.
Die grössten Zuwachsraten erzielte Unilever auf den Wachstumsmärkten Asiens, Osteuropas und Afrikas. In der Region erzielt der Konzern auch den höchsten Umsatzanteil. In Westeuropa bekam Unilever vor allem die Eintrübung in Griechenland und Spanien zu spüren. Deshalb waren die Erlöse im zweiten Quartal in Westeuropa leicht rückläufig, wenngleich den Angaben zufolge in allen Regionen der Marktanteil stieg.
Das Unternehmen hält an seinen Zielen fest, im laufenden Jahr profitabel wachsen zu wollen und dabei die operative Marge zu steigern sowie einen starken Cashflow zu erzielen. Der bisher erreichte Margenzuwachs habe höhere Ausgaben für Werbe- und Marketingaktionen ermöglicht. Weiter solle die Einführung der Konzernmarken in den neuen Märkten beschleunigt werden. Aufgrund hoher Zuwächse mit Produkten wie Deodorants und Haarshampoos leistete im zweiten Quartal erstmals der Geschäftsbereich mit Körperpflegeprodukten den grössten Umsatzbeitrag, vor dem Geschäft mit Sossen und Brotaufstrichen.
Unilever hat sich erst jüngst von seinem italienischen Tiefkühlkostgeschäft getrennt. Indes wartet das Unternehmen noch auf die Genehmigung der Übernahme der Körperpflegesparte von Sara Lee durch die EU-Wettbewerbsbehörde. Die Kartellwächter fürchten eine Monopolstellung bei Deodorants und Hautpflegeprodukten. Der Konzern rechnet mit einem Abschluss der Transaktion im vierten Quartal.
Unilever stiess 2007 einen umfangreichen Umbauprozess an, in dem unter anderem die Strukturen verschlankt, Fabriken geschlossen, rund 20.000 Mitarbeiter entlassen sowie Einsparungen in Milliardenhöhe erzielt werden sollen. Für das zweiten Quartal werden die Ausgaben für den Konzernumbau noch auf 134 Millionen Euro beziffert./dct/stk/wiz

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