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Unklarheit über Munitions-Tests von Oerlikon-Contraves

Die Oerlikon-Contraves Abteilung beim Ochsenboden. Hier wurde in den 70er Jahren Uran-Munition verschossen.

(Keystone)

Über Umfang und Folgen der Tests von Oerlikon-Contraves mit Uran-Munition vor 30 Jahren herrscht weiterhin Unklarheit. Das Unternehmen und die zuständigen Bundesstellen treffen Abklärungen.

Oerlikon-Contraves bestätigte am Montag (15.01.) lediglich, dass Versuche stattgefunden hätten. Weitere Informationen seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Das Unternehmen müsse zunächst die Akten aus der fraglichen Zeit
sichten.

Abklärungen zu Bewilligung

Unklar ist unter anderem, ob es für die Versuche ein Bewilligungs-Verfahren gab. Zuständig für eine Bewilligung im Zusammenhang mit radioaktiven Substanzen wäre das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Rechtslage hat sich aber in den vergangenen 30 Jahren verändert.

Gefährdung durch Schwermetalle?

Am Dienstag (16.01.) beschäftigt sich auch die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates (SiK) mit Fragen rund um die uranhaltige Munition. Nationalrat Paul Günter (SP/Bern) will dabei die Frage aufwerfen, welche Gefährdung von Schwermetallen in der Munition ausgehen, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte.

Im BAG klärt man zur Zeit ab, ob eine Bewilligung damals erforderlich war und allenfalls erteilt wurde. Eine Einzelbewilligung an Oerlikon-Contraves sei 1985
erteilt worden. Diese betreffe aber eine äusserst geringe Menge radioaktiver Substanzen.

Auch in der Schweiz ist uranhaltige Munition verschossen worden: Die frühere Oerlikon- Bührle-Tochter Contraves hat in den 70er Jahren Tests mit solchen Geschossen durchgeführt.

swissinfo und Agenturen

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