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UNO verlangt Suspendierung der Rückschaffungen in den Kosovo

Der Chef der UNO-Verwaltung im Kosovo Bernard Kouchner. Keystone

Die Rückschaffung von Kosovo-Albanern im Winter wird von der Schweiz überprüft. Der UNO-Verwalter im Kosovo, Bernard Kouchner, hatte den Bundesrat in einem Brief aufgefordert, die Flüchtlings-Rückschaffungen zu suspendieren.

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2000 - 16:12 publiziert

Wie die Zeitung "Tribune de Genève" am Donnerstag (23.11.) berichtete, schrieb Kouchner am 10. November nach Bern. Das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) will nun in den kommenden Tagen eine Delegation nach Pristina schicken, um mit Kouchner zusammenzutreffen.

Entscheid nicht vor Ende Monat

Die Delegation aus Bern wird in Pristina über Möglichkeiten diskutieren, wie die Unterbringung der zurückgekehrten Flüchtlinge verbessert Mittel. Die Schweiz könnte ihren Beitrag erhöhen, erklärte der BFF-Sprechwerden kann. Der UNO-Mission vor Ort, die zuständig für die Unterkunft ist, fehlen dazu die er.

Die Schweiz prüft mehrere Optionen. Ein Entscheid werde nicht vor Ende Monat erwartet, erklärte BFF-Sprecher Dominique Boillat. Das BFF geht davon aus, dass Anfang Dezember noch 1'200 Kosovo-Albaner auf der Rückschaffungsliste stehen.

Falsches Signal

Das BFF analysiert auch die Möglichkeit, die Rückschaffungen in den kommenden Monaten drastisch zu reduzieren. Ein gänzlicher Rückschaffungs-Stopp wäre aber ein falsches Signal an die betroffenen Personen und an die Kantone, betonte Boillat.

Ende Oktober hatten noch 2'186 Personen auf der Rückschaffungsliste gestanden; 900 davon kehrten im November nach BFF-Schätzungen in ihre Heimat zurück. Mehr als 40'000 Kosovo- Albaner wurden seit letztem Jahr von der Schweiz in ihre Heimat repatriiert.

swissinfo und Agenturen

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