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Unternehmer mit Realitätssinn

Hinter der dreieckigen Glasskulptur des Swiss Economic Awards stehen Förderpreise im Wert von 75'000 Franken.

(www.swisseconomic.ch)

Die Preisträger des Swiss Economic Award 2002 sind bekannt: Chemspeed, IDS und Prionics werden am 7. Juni am Swiss Economic Forum auf dem Podium stehen.

"Ich glaube, dass wir mit diesen drei Preisträgern wirklich Musterbeispiele für Innovation und erfolgreiche Umsetzung präsentieren können", sagte Jurypräsidentin Vreni Spoerry am Freitag in Zürich.

Die genaue Rangfolge der Gewinner unter den drei besten Schweizer Jungunternehmen wird allerdings erst am 7.Juni während des grossen Gala-Dinners des Swiss Economic Forums bekannt gegeben.

Wieder mehr Nachhaltigkeit statt schnelles Geld

107 Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer haben sich für den diesjährigen Preis beworben, sieben schafften es ins Final der engeren Auswahl. Besonders erfreulich sei, dass gegenüber dem Vorjahr nicht nur die Zahl der Bewerbungen, sondern auch deren Qualität zugenommen habe, sagte Spoerry weiter. "Es wird wieder mehr auf Nachhaltigkeit geachtet, und der Run auf das schnelle Geld scheint sich abgeflaut zu haben." Die Jury sei beeindruckt vom Innovationsgeist und vom wieder aufkeimenden Realitätssinn der Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer.

Sieben Unternehmen, die nicht älter als sechs Jahre sein dürfen, haben es in die engere Auswahl für den Swiss Economic Award geschafft: Sercalo Microtechnology Ltd. (Neuenburg), Ramseier Technologies AG (Rubigen), Prionics AG (Zürich), Liebhart Systems (Basel), IDS Integral Systems Drive (Zürich), Tibits AG (Zürich), Chemspeed Ltd, (Augst). Alle sieben Finalisten haben laut Spoerry eines gemeinsam: sie verdienen mehr Geld im Ausland als in der Schweiz.

Das SEF: eine Erfolgsgeschichte

Die Verleihung des Swiss Economic Award ist einer der Höhepunkte des 4. Swiss Economic Forums (SEF), das kommende Woche in Thun stattfindet. Weiterer Höhepunkt - neben viel Prominenz - ist ein Podium mit den Wirtschaftsministern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Thema: die unmittelbaren Herausforderungen für das deutschsprachige Europa.

Seit dem ersten SEF 1999 hat sich die Teilnehmerzahl des Forums mehr als verdoppelt. "Das Swiss Economic Forum will den jungen Unternehmerinnen und Unternehmern eine Plattform bieten, ihnen Möglichkeiten aufzeigen und sie motivieren", sagte Alt-Bundesrat und Präsident des SEF-Advisory Boards Adolf Ogi gegenüber swissinfo.

An- und Zupacker

Als er vor zwei Jahren zum ersten Mal am SEF teilgenommen habe, habe er eine Aufbruchstimmung erlebt, die ihn begeistert habe. Er habe in Thun eine Schweiz der Anpacker und Zupacker angetroffen. "Das SEF will diese Aufbruchstimmung fördern und den Jungunternehmern Mut und Ansporn verleihen."

Das SEF fokussiert sich auf die Förderung von KMU und Jungunternehmen. Es hat sich laut SEF-Gründer Peter Stähli das ehrgeizige Ziel gesetzt, die führende Organisation für Unternehmertum und Innovation in der Schweiz zu werden.

Jährlich besuchen rund 2400 Teilnehmer die Veranstaltungen des SEF, das neben dem zweitägigen Forum auch Informations- und Ausbildungsanlässe durchführt. Zudem ist das SEF über die neue Partnerschaft mit dem zweitgrössten Technologie-Inkubator aus den USA, dem UCLA Global Access Programm, auch international gut vernetzt.

Stärkere Vernetzung mit der Westschweiz

Weil nur 8% der Forums-Teilnehmer aus der Westschweiz stammen, will das SEF vermehrt Veranstaltungen im französischsprachigen Landesteil durchführen, wie Stähli gegenüber swissinfo sagte. Auch wenn nur wenige Teilnehmer aus der Romandie am SEF vertreten sind, ist das SEF eine wichtige Plattform für Jungunternehmen aus der ganzen Schweiz.

So haben sich für den Swiss Economic Award Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer aus allen Regionen beworben. Zudem wurden die ersten Ränge der vergangenen Jahre gleichmässig von einem Unternehmen aus der Deutschschweiz, dem Tessin sowie aus der Westschweiz belegt - und dies sei nicht Absicht gewesen, betont SEF-Gründer Stähli.

Hansjörg Bolliger

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