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Uran-Munition: Nach Blutuntersuchungen weitere Abklärungen notwendig

Ein auf dem Balkan von der NATO eingesetztes uranhaltiges Projektil.

(Keystone)

Einige der Schweizer Armee-Angehörigen, die auf dem Balkan im Einsatz standen, sollen genauer untersucht werden. Die Bluttests seien in einigen Fällen im Grenz- oder im krankhaften Bereich ausgefallen, sagte Oberfeldarzt Peter Eichenberger am Freitag (02.02.) im "Radio DRS".

Mehrere Leukämie-Fälle von europäischen Soldaten auf dem Balkan liessen Diskussionen um den Zusammenhang mit dem Einsatz von Uran-Munition aufkommen. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hatte den ehemaligen Angehörigen der Gelbmützen in Bosnien und der Swisscoy in Kosovo deshalb Mitte Januar Blutuntersuchungen angeboten.

500 Laborproben wurden bisher analysiert. Darunter sind laut Eichenberger völlig normale, aber auch Grenzbefunde und Resultate mit krankhaften Veränderungen. Teilweise seien diese auf momentane Erscheinungen wie eine Grippe zurückzuführen. In diesen Fällen soll eine zweite Blutuntersuchung Klarheit schaffen.

Bei anderen Befunden würden weitere Massnahmen empfohlen, wie eine Arbeitsgruppe unter Eichenbergers Leitung am Freitag beschloss. Der Entscheid ist laut dem Oberfeldarzt der Schweizer Armee aufgrund von Unterlagen der Universität Zürich, des Paul Scherrer Instituts, der Universität Lausanne und aus Genf getroffen worden.

Verstrahlung unwahrscheinlich

Den Betroffenen wird empfohlen, ihren während 24 Stunden gesammelten Urin auf Strahlung untersuchen zu lassen, wie Eichenberger weiter sagte. Falls die Untersuchungen Hinweise auf erhöhte Werte ergeben, müsste der Zusammenhang mit dem Balkan-Einsatz diskutiert werden. Er halte dies aber für sehr unwahrscheinlich.

Aus dem Ausland sei ihm keine Urin-Untersuchung bekannt, die bei Soldaten oder Friedenstruppen nach dem Balkaneinsatz Hinweise auf erhöhte Strahlung ergeben habe. Wenn der Urintest keine erhöhten Werte ergebe, könne für die Betroffenen mit grösster Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass sie durch den Balkan-Einsatz ein Risiko eingegangen sind.

swissinfo und Agenturen

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